Wohnungsneubau in Speldorf förderte einen Findling zutage

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Der an der Brandsheide ausgegrabene Findlung. (Foto Emons)

„Zunächst haben wir an eine Bombe gedacht“, erinnert sich Christian Surmund von der Baugesellschaft Finest Homes Immobilien an die Ausschachtungsarbeiten an der Brandsheide in Speldorf. An der Straße, die in der Nähe des Uhlenhorstes in Speldorf liegt, hat das Unternehmen ein Wohnhaus mit acht Eigentumswohnungen errichtet.

Das Vorgartengrundstück wird jetzt von dem 1,50 Meter breiten, 1,50 Meter hohen und 1,10 Meter tiefem Urgestein geziert, das der Bagger im März aus dem Erdreich in etwa drei bis vier Metern Tiefe geborgen hat. Wie die Begutachtung durch den Mülheimer Hobby-Geologen Gerhard Bennertz ergab, handelt es sich bei dem wuchtigen Stein um einen Findling, der während der Eiszeit vor etwa drei Millionen Jahren von den Eismassen aus Schweden bis in unsere Region geschoben worden ist.

Erster große Findling im Siedlungsbereich

Einen vergleichbaren, wenn auch vielfach kleineren Findling hat Bennertz vor einigen Jahren im Spreewald ausgegraben. Seine Foto,-Literatur- und Internetrecherche zeigt, dass vergleichbar große Findlinge, die mit dem ewigen Eis aus Schweden nach Deutschland „gewandert“ sind auch im niederrheinischen Keppeln (1934) ausgegraben und aufgestellt worden sind. „Es gibt zwar sechs oder sieben erheblich kleinere Findlinge, die in den Außenbezirken der Stadt gefunden worden. Aber dies ist der erste große Findling skandinavischer Herkunft, der im Wohnung- und Siedlungsbereich der Stadt gefunden ist“, unterstreicht Bennertz die Bedeutung des Steins, der nun an der Brandsheide lagert. Thomas Emons
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