Zeugen versperren betrunkenem Autofahrer ohne Führerschein den Weg

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Gewagt, aber erfolgreich

Diese Aktion war erfolgreich, aber auch gewagt und auf gar keinen Fall zur Nachahmung empfohlen. Zeugen versperrten Freitagabend, 6. April, in der Mülheimer City einem betrunkenen Autofahrer ohne Führerschein den Weg.



Die Polizei spricht von Glück, dass niemand verletzt worden ist. Gegen 19.15 Uhr fuhr ein 44 Jahre alter Mann an der Einmündung Bruchstraße/Ecke Hornstraße vor einer roten Ampel auf einen Audi auf. Ein Sachschaden entstand an dem Fahrzeug offensichtlich nicht. Das war für die Zeugen vor Ort aber in diesem Moment nicht ersichtlich.

Der vermeintliche Unfallfahrer, der ebenfalls in einem Audi unterwegs war, scherte nach links aus und versuchte mit dem Wagen in Richtung Eppinghofer Straße zu fliehen. Zwei Autofahrerinnen im Alter von 39 und 69 Jahren keilten den flüchtenden Wagen kurzerhand ein. Ein 31-Jähriger Passant unterstützte die Fahrerinnen und versuchte den Flüchtenden aus dem Pkw zu holen. Bis zum Eintreffen einer alarmierten Streife, versuchte dieser weiterhin mit dem Pkw zu entkommen. Die Beamten nahmen den nach Alkohol riechenden Mann mit zur Mülheimer Wache. Dort entnahm ihm ein Arzt eine Blutprobe. Es stellte sich zudem heraus, dass der Betrunkene keinen Führerschein hat. Offenbar hatten alle Beteiligten einen guten Schutzengel.

Letztlich hinderten sie aber einen alkoholisierten Autofahrer ohne Führerschein an der Fahrt auf offener Straße. Die Polizei rät, sich als Beobachter einer Unfallflucht so zu verhalten, dass niemand in irgendeiner Form gefährdet wird. Zeugen unterstützen die Ermittlungen insbesondere dann, wenn Sie sich Kennzeichen, Fahrzeugmarke und -typ, sowie die Farbe des flüchtenden Fahrzeugs, den Unfallzeitpunkt und den Fluchtweg einprägen. Außerdem sind Beschreibungen von Fahrer und weiteren Insassen sehr wichtig.
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 09.04.2018 | 20:35  
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