Zukunftsideen müssen her

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Flankiert von der Pressesprecherin Sieglinde Schuchart (li.) und der Finanzchefin Agnes Farago führte Karl Erivan W. Haub durch die Bilanzpressekonferenz der Unternehmensgruppe Tengelmann.

Zur Bilanzpressekonferenz zum 150. Geschäftsjahr der Unternehmensgruppe Tengelmann erschien ein gut gelaunter und bestens aufgelegter Karl-Erivan W. Haub.

Der geschäftsführende und persönlich haftende Gesellschafter der Unternehmensgruppe begrüßte die anwesenden Journalisten, Reporter und Fotografen mit den Worten: „Herzlich Willkommen am 13.! Der 13. Ist eine besondere Glückszahl für die Familie Haub.“ Und so konnte Haub auch an diesem 13. eine vorbildliche Bilanz präsentieren.

Global agierendes Familienunternehmen

Aus dem einstigen Kolonialwarenhändler ist: „Ein international und diversifiziertes und global agierendes Familienunternehmen geworden", sagte Haub.
Mit einem Nettoumsatz von 9 Milliarden Euro ist das Vorjahresergebnis erneut und deutlich um 8,9 Prozent übertroffen worden. Unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Belastungen durch die Abgabe der Kaiser’s Tengelmann Supermärkte, die sich laut Haub auf einen dreistelligen Millionenbetrag belaufen, war 2016 eines der erfolgreichsten Geschäftsjahre der Unternehmensgruppe überhaupt. „Mit Respekt können wir sagen, dass wir mittlerweile bestens aufgestellt sind “, führte Haub weiter aus.
Das besagt auch die Eigenkapitalquote von 40 Prozent. Ein wenig rührt diese Eigenkapitalqoute auch daher, dass im vergangenen Jahr die Investitionen geringer ausgefallen sind. „Denn trotz erteilter Ministererlaubnis, gab es ja keine Freigabe der Kaisers Tengelmann Supermärkte an Edeka. Da wollten wir natürlich keine großen Investitionen tätigen, ohne zu wissen, ob sich diese letztendlich überhaupt auszahlen“, erklärte Haub. Umso erleichterter ist der Chef der Unternehmensgruppe jetzt jedoch, dass die Übernahme vollzogen wurde und rund 15.000 Arbeitsplätze für die nächsten fünf Jahre Bestand haben.

OBI Marktführer

Maßgeblich am guten Ergebnis beteiligt war die Baumarktkette OBI. In 651 Märkten erzielten 45.637 Mitarbeiter in elf Ländern einen Umsatz von 6,07 Milliarden Euro. 33 Märkte, davon 7 in Deutschland, wurden im Jahr 2016 neu eröffnet. Damit ist OBI seine Marktführerschaft in Europa erneut weiter ausgebaut.
Auch die Bekleidungskette KiK trug zum Wachstum bei. 25.322 Mitarbeiter in 3.439 Filialen machten einen Umsatz von 1,95 Mrd. Euro. „In Polen wachsen wir stürmisch. Demnächst sind wir auch in Italien und in den USA vertreten. Gute Qualität zu diesen Preisen gibt es in den Ländern bisher nicht “, erzählte Haub stolz.
Er ging aber auch auf die unrühmlichen Ereignisse in den Produktionsländern in Asien ein. „KiK engagiert sich im Textilbündnis. Wir haben uns auch an die Spitze der Unternehmen gestellt, die Mindestlöhne fordern. Und darüber hinaus für Lohnsteigerungen eintreten.“
Seine Marktführerposition hat auch der Non-Food-Nahversorger TEDI ausgebaut. „Das Wachstum ist fulminant. Wir expandieren weiter und denken schon jetzt an neue Standorte und Erweiterungen de Lagerkapazitäten.“ 11.480 Mitarbeiter in 1.538 Filialen sorgten für ein Umsatzplus von 13,5 Prozent. Im Jahr 2017 soll der Umsatz um geschätzte 17 Prozent wachsen. Besonders im Fokus steht Spanien. „Langfristig wollen wir auf der iberischen Halbinsel 800 Standort betreiben", sagte Haub.

babymarkt.de ausgezeichnet

Spitzenreiter beim Wachstum war der E-Commerce - ganz besonders der babymarkt.de. Das onlineportal erzielte einen Umsatz von 121,7 Millionen Euro, was einem Umsatzzuwachs von 63,2 Prozent entspricht. „Wir sind als bester Babymarkt ausgezeichnet worden “, freute sie Eriwan Haub.
Zum ersten Mal saß Frau Ágnes Faragó mit am Tisch. Sie ist die neue Finanzchefin der Unternehmensgruppe und hatte den Platz von Dr. Jürgen Bökel eingenommen.
Wie immer machte Haub zum Schluss auch einen Abstecher in die Politik. „Über die Wahl in NRW bin ich sehr erfreut “, teilte er den Anwesenden mit. „Seit zehn Jahren ist Stillstand im Land. Jetzt ist Zeit für Aufbruch und Umbruch. Ich habe einen Wunsch an die neue Landesregierung: NRW muss wieder stattfinden. Zukunftsideen müssen her!“
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