Muschenheim - Senioren am Limes - heute und damals

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Wir, unser Hund, meine Frau und ich, stehen kurz davor, das norddeutsche Flachland als Urlaubsland lieben zu lernen. Steigungen verdrießen zunehmend unsere anerzogene gute Laune. Noch vor einem halben Jahrhundert sprangen viele von uns gämsenartig durch die zerklüfteten Felsen des Hochgebirges, ehe man sich notgedrungen dem Mittelgebirge zuwandte. Jetzt aber ist es schon vorgekommen, dass wir alle drei das Ausspähen von Ruhebänken für eine interessante Tätigkeit halten.

Vom Odenwald konsequent weiter nördlich in den Hochtaunus gewechselt, stellte man überrascht fest, dass man hier auf manches verzichten muss, nicht aber auf den guten alten Limes! Und wo der Limes ist, gibt’s Limeswanderwege mit herrlichen Aussichten und nur ganz sanften Steigungen. Was mich zu der Erkenntnis führte, dass die Römer, die hier stets am Rande des Feindes und einer Niederlage entlang marschierten, in unserem Alter gewesen sein müssen. Waren die Feldzüge nur eine geniale Idee, das Altersproblem im Römischen Reich in den Griff zu kriegen? Spricht man nicht deshalb auch von den Alten Römern?
Wir saßen bequem im Amphitheater von Muschenheim, als ich diese Gedanken meinem müden Hund und meiner Frau auseinanderlegte.
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6 Kommentare
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 23.04.2017 | 17:29  
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 24.04.2017 | 17:28  
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Franziskus Firla aus Mülheim an der Ruhr | 24.04.2017 | 18:19  
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Hanni Borzel aus Arnsberg | 24.04.2017 | 18:28  
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Franziskus Firla aus Mülheim an der Ruhr | 24.04.2017 | 19:28  
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Karl-Heinz Hohmann aus Unna | 24.04.2017 | 23:33  
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