Wetterrolle

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Morgen werde ich mal bei geschlossenen Fenstern zu Hause bleiben, mal nicht ausgiebig spazieren gehen, kein Eis essen im Park, keine Sonnenbrille auf der Nase, keine Füße im Springbrunnen usw. Ich werde Glück haben, es wird in Strömen regnen und die Freilichtbühnenpremiere ausfallen.

Bei jeder Freilichtbühnen-Aufführung gibt es neben den männlichen und weiblichen Mitspielern auch ein sächliches Darstellermitglied. Allerdings spielt es nicht immer mit, ich meine das Wetter!
Das war schon bei den wetterverwöhnten Römern so. In den Amphitheatern gab es zwar auf den teuren Plätzen Sonnensegel, aber über dem gestuften Rund kein Regendach. Also Abbruch! Die Gladiatoren kämpften nicht gerne mit Regenschirm in der einen und Schwert in der anderen Hand.
In nördlicheren Gefilden, wo das Ensemblemitglied Wetter schon in der Steinzeit öfters patzte, boomten Höhlenkinos ( Lascaux ), womit man das Wetter von der Besetzungsliste streichen konnte. Später, eigentlich viel später, baute man die bekannten germanischen Konzerthallen. Siehe Bayreuth oder Elbphilharmonie. Angeblich geht es da um die Akustik. Na ja, Aquastik vielleicht.
Die Strategie der Wetterunabhängigkeit hat längst jede sommerliche Geburtstagsfeier hinter dem Haus erfasst. Ohne Zelt geht da gar nichts. Das Wetter darf keine Rolle mehr spielen!
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4 Kommentare
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 02.06.2017 | 11:03  
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 02.06.2017 | 11:10  
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Anke Müller aus Mülheim an der Ruhr | 02.06.2017 | 12:18  
Heike Marie Westhofen aus Mülheim an der Ruhr | 03.06.2017 | 22:18  
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