73 Unternehmen nutzen jetzt den Ökoprofit

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Dr. Natalia Balcazar und Hartmut Kremer vor der Geschäftsstelle der Klimaschutzinitiative am Löhberg 28 (Foto: Thomas Emons)

Ökonomie und Ökologie vertragen sich gut. Das seit 2003 in Mülheim durchgeführte Projekt Ökoprofit zeigt es. 73 Mülheimer Unternehmen haben inzwischen als zertifizierte Ökoprofit-Unternehmen durch ein gezieltes Umweltmanagement ihren Betrieb ökologisch und ökonomisch erfolgreicher gemacht und mit dem örtlichen Ökoprofit-Club ein nachhaltig wirksames Netzwerk gebildet.

Beim siebten Durchgang des Projektes kamen zehn neue Unternehmen hinzu. Drei bereits zertifizierte Unternehmen ließen ihr Ökoprofit-Zertifikat erneuern. Im Mittelpunkt stehen dabei zum Beispiel Energieeinsparungen, Müllvermeidung, umweltfreundliche Mobilität und weniger Materialverbrauch.

Breites Teilnehmer-Spektrum

2017/18 ließen sich das Baumpflegeunternehmen Benk, der Mülheimer Sportservice, die Stadtbibliothek, die Stadthalle, die Gemeinschaftsgrundschule am Dichterviertel, das Holzbauunternehmen Siepmann, der Metallveredeler Rudolf Clauss, die in der Industrietechnik aktive Schwalenberg GmbH, die Insolvenzprüfungsgesellschaft WJW Revision und Treuhand, die HTL Gesellschaft für Transportlogistik, die Schauenburg Tunnel Ventilation GmbH, der Wasseraufbereiter Beierlorzer, Schultz Logistik von Dr. Natalia Balcazar und ihrem Team von der ökologischen Unternehmensberatung EnviroPro beraten. Balacazar begleitet das Mülheimer Öko-Profit-Projekt bereits seit dem ersten Durchgang im Jahr 2003. Ihre Mitarbeiter und sie bezeichnen sich als Nachhaltigkeitsberater.

Auch bei der siebten Auflage von Ökoprofit identifizierte sie mit den Projektteilnehmern in Workshops und in individuellen Beratungsgesprächen die Möglichkeiten durch einen schonenden Umgang mit der Umwelt betriebswirtschaftliche Kosten einzusparen. Durch weniger Energieverbrauch und durch eine Klimatechnik, die auf Wasserverbrauch verzichtet und stattdessen den Luftaustausch nutzt, durch digital gesteuerte LED-Beleuchtung, durch mehr Recycling und Mehrwegsysteme sowie durch den Einsatz von zwei Elektrofahrzeugen konnten die beteiligten Betriebe innerhalb eines Jahres rund 47.000 Euro einsparen und ihren Stromverbrauch um rund 231.000 Kilowattstunden reduzieren. Auch wenn den kurzfristigen Einsparungen Gesamtinvestitionen von knapp 244.000 Euro gegenüberstanden, hat Balcazar ausgerechnet, dass sich diese Investitionen aufgrund der nachhaltigen Einsparungen spätestens nach knapp fünf Jahren langfristig als Gewinn bezahlt machen.

Breite Basis

Getragen wird das Ökoprofit-Projekt nicht nur von der Stadt und dem Land, das 20.000 Euro dazu tut. Auch die Industrie- und Handelskammer, die Wirtschaftsförderung Mülheim und Business, die Mülheimer Klimaschutzinitiative, die Effizienzagentur NRW, die Energieagentur NRW und die Handwerkskammer sitzen mit im Boot.  Die Teilnehmer der aktuellen Ökoprofit-Runde erhalten ihre Zertifikate am 10. Mai um 11.10 Uhr im Rahmen des Mülheimer Umweltmarktes, der diesmal in den Ruhranlagen über die Bühne geht. Ein kostenloses Programmheft ist in der Geschäftsstelle der Klimaschutzinitiative am Löhberg 28 erhältlich.

2019 startet die nächste Ökoprofit-Runde. Teilnehmen können alle Betriebe mit mindestens zehn Beschäftigten. Die federführenden Ansprechpartner vor Ort sind der Geschäftsführer der Klimaschutzinitiative, Hartmut Kremer (0208-455-6007/hartmut.kremer@muelheim-ruhr.de) und der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Mülheim & Business, Jürgen Schnitzmeier (0208-48480/j.schnitzmeier@muelheim-business.de Mehr zum Thema findet man im Internet unter: www.oekoprofit-muelheim-an-der-ruhr.org Thomas Emons 
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