Aktualisiert: Bundestagswahl- Arno Klare (SPD) liegt in Mülheim vorn

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In Mülheim ist die SPD Spitzenreiter, Bundesweit sieht es für einen klaren Sieg der CDU aus. (Foto: PR-Foto Köhring/AK)
Rund 126.201 Mülheimer Wahlberechtigte hatten am heutigen Sonntag, 22. September, die Möglichkeit über die Neuwahl des Bundestages abzustimmen.
Wie immer öffneten die Wahllokale um 8 Uhr. Die letzte Möglichkeit zur Stimmabgabe konnte um 18 Uhr erfolgen, dann schlossen die Wahllokale ihre Türen. Ab 18 Uhr begann die Auszählung der Wahlscheine. Erste Prognosen und Hochrechnungen wurden auf einem Großbildfernseher im Foyer des Standesamtes im Historischen Rathaus auf KANAL 30 veröffentlicht. Diese lauten zunächst für Mülheim wie folgt:

Stand 19.37 Uhr:

Insgesamt wurden bis jetzt 39 Wahlbezirke ausgezählt.
Wahlberechtigte: 126.201
Wähler: 22.373

CDU, Timmermann-Fechter: 7.482 Stimmen, 33,97%

SPD, Klare: 9.476 Stimmen, 43,03 %

FDP, Rittershaus: 537 Stimmen, 2,44 %

Grüne, Giesbert: 1.463 Stimmen, 6,64 %

Linke, von Häfen: 1.324 Stimmen, 6,01 %

Piraten, Trojahn: 508 Stimmen, 2,31 %

AfD, Dr. Fritz: 895 Stimmen, 4,06 %

Bundesweit liegt die CDU derzeit als absoluter Spitzenreiter vorne

Insgesamt für die Bundesrepublik Deutschland betrachtet, sieht das Ergebnis etwas anders aus. Hierbei ist, nach aktuellem Stand der Auszählungen, klar die CDU als stärkste Partei Deutschlands zu bennen.
Sie erreichte nach aktuellen Hochrechnungen 42,4 % der Wählerstimmen. Die SPD liegt mit 25,4 % weit abgeschlagen dahinter, die FDP hat mit einem Ergebnis von nur 4,5 % das schlechteste Ergebnis in der Parteigeschichte eingefahren und kann, aktuell, nicht in den Bundestag einziehen. Die Linken kommen derzeit auf 8,3 %, die Grünen auf 8,2 %, und die erst Anfang des Jahres gegründete AfD auf stolze und unerwartete 4,9 %.

Erste Reaktionen aus SPD und CDU-Mülheim

Constantin Körner, stellvertretender Vorsitzender der SPD Mülheim, findet für das derzeitige Ergebnis seiner Partei kaum Worte: "In Mülheim haben wir zwar, nach aktuellem Stand, ganz gut abgeschnitten, jedoch sehe ich uns bundesweit nicht als Spitzenreiter. Ich bin enttäuscht, denn wir haben mir Peer Steinbrück einen Kandidaten, der wirklich mal Tacheles geredet hat. Frau Merkel betreibt eher die ruhige Politik und wir wollten etwas verändern, was jetzt eher schwierig wird."

Astrid Timmermann-Fechter, CDU-Bundestagskandidatin für Mülheim, ist an diesem spannenden Abend eher gelassen: "Ich freue mich für Frau Merkel und meine Partei, jedoch weiß ich ja mein endgültiges Ergebnis für Mülheim noch nicht und warte lieber erstmal ab."

Aktualisiert 22 Uhr:

Timmermann-Fechter, CDU 36,08 % Erststimme, 34,35 % Zweitstimme

Klare, SPD 40,92 % Erststimme, 37,04 % Zweitstimme

Rittershaus, FDP 2,81 % Erststimme, 5,06 % Zweitstimme

Giesbert, Grüne 7,19 % Erststimme, 7,58 % Zweitstimme

von Häfen, Linke 5,48 % Erststimme, 6,50 % Zweitstimme

Trojahn, Piraten 2,19 % Erststimme, 2,06 % Zweitstimme

Arno Klare (SPD) zieht nach einer Direktwahl in den Bundestag ein

Aktualisiert: Montag, 23. September, 10.12 Uhr:

Timmermann-Fecher, CDU 36,26 % + 3,80 %

Klare, SPD 40,73 % + 1,02 %

Rittershaus, FDP 2,84 % - 6,62 %

Giesbert, Grüne 7,23 % - 1,47 %

Von Häfen, Linke 5,44 % - 3,07 %

Trojahn, Piraten 2,20 % + 2,20 %

Dr. Fritz, AfD 3,90 % + 3,90 %

Sonstige 1,41 % + 0,26 %

In Mülheim haben sich in diesem Jahr 75,09 % der Wahlberechtigten an der Bundestagswahl beteiligt. Das sind insgesamt 140.974 Wähler. Somit ist ein Plus von 1,43 % im Vergleich zu den Bundestagswahlen 2009 zu verzeichnen.

Timmermann-Fechter zieht ebenfalls in den Bundestag ein

Auch Astrid Timmermann-Fechter darf als CDU-Bundestagsabgeordente für den Wahlbezirk Mülheim/Essen 1 (Borbeck) in den Berliner Bundestag einziehen. "Ich freue mich wahnsinnig über das gute Ergebnis. Mein Team und ich haben wirklich klasse Arbeit geleistet. Die Stimmung am Wahlabend selbst war super und es sah prinzipiell nicht schlecht aus für mich. Da ich aber ein eher sicherer Typ bin, habe ich mich mit dem Jubeln noch zurückgehalten bis dann schließlich heute Nacht um drei Uhr das amtliche Ergebnis feststand." Die CDU-Politikerin darf bereits ab morgen (Dienstag, 24. September) an den ersten Sitzungen in Berlin teilnehmen. "Ich weiß garnicht, wie ich das so schnell alles schaffen soll. Ich muss bereits um 10.30 Uhr in Berlin sein! Aber ich werde die Mülheimer Bürger und Interessen tatkräftig vertreten."
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