AWO-Insolvenz: SPD erleichtert über Verfahrensstand

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Sascha Jurczyk

Anlässlich eines Besuches im Fritz-Driskes-Haus der Mülheimer Arbeiterwohlfahrt nutzten Vertreter der SPD-Ratsfraktion die Gelegenheit, sich aktuell und aus erster Hand über den Stand des Insolvenzverfahrens der AWO zu informieren. Hierbei konnte Geschäftsführer Lothar Fink Erfreuliches vermelden: „Voraussichtlich zum Jahresende können wir das Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung erfolgreich abschließen. Dabei ist es uns gelungen, unser Leistungsangebot vollständig zu erhalten. Besonders freuen wir uns darüber, dass keine Mitarbeiter entlassen werden müssen.“

Sascha Jurczyk (SPD), Vorsitzender des Sozialausschusses, gab sich erleichtert: „Unser Respekt und unsere Anerkennung gilt allen, die in diesen schwierigen Zeiten dafür gesorgt haben, dass die Arbeiterwohlfahrt in Mülheim eine Zukunft hat. Die SPD-Fraktion wird die AWO auch weiterhin im Konsolidierungsprozess und bei der Bewältigung der zukünftigen Aufgaben unterstützen.“
Einen Einblick in die Praxis des sozialen Trägers erhielten die Kommunalpolitiker anschließend mit der Vorstellung der sozialpsychatrischen Hilfsangebote, die neben der Einrichtung im Fritz-Driskes-Haus auch im benachbarten Seppl-Kuschka-Haus und im Zentrum für Arbeit und Rehabilitation in der Hauskampstraße durchgeführt werden. Die stellvertretende Fachbereichsleiterin Patrycja Wölbert-Slawinski stellte den Besuchern die Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen vor, von denen zurzeit 33 in 6 Wohngruppen ambulant betreut werden. Lothar Fink sprach dabei die Herausforderungen an, die sich aus dem Bundesteilhabegesetz für den Träger ergeben: „Die Individualität wird zwar gefördert, jedoch steigt dafür unser Verwaltungsaufwand. Wir werden daher nicht umhinkommen, hierfür eine zusätzliche Verwaltungskraft einzustellen.“
Dieses Problem sieht auch Rodion Bakum, sozialpolitischer Sprecher der SPD: „Wir begrüßen das individuelle Herangehen an die Menschen mit Alltagseinschränkungen, werden jedoch kritisch die Verwaltungsherausforderungen und -aktivitäten des LVR im Zuge des neuen Gesetzes begleiten. Wir freuen uns zudem, dass die AWO den Herausforderungen der vergangenen Monate getrotzt und für die sozialpsychiatrischen Einrichtungen eine zukunftsweisende und moderne Vision entwickelt hat. Erfreulich ist dabei auch, dass diese bereits mit dem Landschaftsverband positiv kommuniziert wird.“
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