Mit dem RRX durch das Rhein-Ruhr-Gebiet

Es muss noch viel gebaut werden, um den RRX auf die Strecke zu bringen.
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Er soll den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in der Rhein-Ruhr-Region erheblich verbessern: Der Rhein-Ruhr-Express (RRX). Doch bis er das erste Mal am Mülheimer Hauptbahnhof hält, fließt noch viel Wasser die Ruhr hinunter.

„Frühestens 2026, eher 2030, wird der RRX laufen“, sagt RRX-Projektleiter Michael Kolle bei der Vorstellung des Projekts in Mülheim. Am Ende soll der RRX viermal pro Stunde in Mülheim halten. Ziel ist, den Individualverkehr in einem der fünftgrößten Ballungsgebieten Europas zu entlasten und auf die Schiene zu bringen.

6 RRX-Linien

Der RRX verbindet auf der Kernstrecke künftig Köln und Dortmund. Insgesamt sollen die Metropolen durch sechs Linien miteinander besser verbunden werden: Der RRX 1 fährt von Aachen nach Münster, der RRX 2 von Köln nach Dortmund und der RRX 3 von Düsseldorf nach Gelsenkirchen. Der RRX 4 startet in Köln/Flughafen und fährt nach Hamm, der RRX 5 verbindet Düsseldorf und Emmerich und der RRX 6 Minden mit Koblenz.
Durch die dichtere Zugfolge soll die Kapazität insbesondere während der Stoßzeiten verbessert werden. Auch die Vertaktung mit anderen Verkehrsunternehmen soll verbessert werden.
Für den neuen RRX werden außerdem ab 2018 neue Fahrzeuge angeschafft, mit denen die geplanten Höchstgeschwindigkeiten erreicht werden.
Doch bis dahin muss noch viel gebaut werden. Mülheim ist davon kaum betroffen – lediglich vier neue Weichen sind nötig, damit der RRX durch Mülheim rauschen kann. Der Bau dieser Weichen ist für 2019 geplant.
Der ursprüngliche Plan, zwei zusätzliche Gleise von Köln bis nach Dortmund zu verlegen, war nicht möglich, weil an vielen Stellen kein Platz dafür vorhanden ist.

Frühzeitige Information

„Aber bereits jede bauliche Veränderung verbessert den bestehenden Zugverkehr“, ist sich der Projektleiter sicher. Darum werde es bereits früher zu einer Verbesserung im Bahnverkehr kommen, meint Kolle.
Er geht auch davon aus, dass die nötigen Planfeststellungsverfahren ohne größeren Zeitverzögerungen durchgeführt werden können. Deswegen würden die Bürger frühzeitig informiert. Diese frühe Beteiligung fand das Wohlwollen der Mülheimer Oberbürgermeisters Ulrich Scholten. Das könne dazu beitragen, Verzögerungen zu vermindern. Generell sieht Scholten den RRX positiv: „Wir begrüßen die zusätzlichen Bahnkapazitäten für Mülheim.“ Zusätzlich möchte er auch das Radwegenetz schneller ausbauen, um weitere Entlastungen im Straßenverkehr zu erreichen.

Es muss noch viel gebaut werden, um den RRX auf die Strecke zu bringen.
Projektleiter Michael Kolle informierte den Oberbürgermeister (von links). Ulrich Scholten begrüßte die frühzeitige Beteiligung der Bürger.
Autor:

Dirk-R. Heuer aus Hilden

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