Flüchtlinge bleiben bis Ende der Herbstferien in Saarner Sporthalle

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(Foto: PR-Foto Köhring/KP)

Am Freitagvormittag hat die Bezirksregierung mitgeteilt, dass sie ihr Amtshilfeersuchen vom 20. Juli zur Unterbringung von bis zu 150 Menschen in den kommunalen Erstaufnahmeeinrichtungen zunächst bis zum 15. Oktober aufrechterhalten muss. In Mülheim wird die Unterbringung in der Sporthalle Lehnerstraße also zumindest bis zum Ende der Herbstferien andauern.

Dies hat - wie berichtet - am Standort Sporthalle Lehnerstraße auch Auswirkungen auf den Schulalltag und auf die Vereine, die die Halle nutzen. Stadtverwaltung, Schulen und Vereine sind bereits im engen Austausch, um gemeinsam Verabredungen zu treffen, die so weit wie möglich allen Betroffenen gerecht werden sollen.

Stadtkämmerer Uwe Bonan macht deutlich: „Vor dem Hintergrund von täglich rund 1000 neuen Flüchtlingen in NRW befinden wir uns in einer absoluten Ausnahmesituation. Damit die geflüchteten Menschen unter anderem ein angemessenes Dach über den Kopf bekommen, ist kommunale Solidarität und eine gemeinsame Lösungsfindung aller Beteiligten gefordert. Dies haben wir in Mülheim!“

Schulgemeinschaft, Sporttreibende und Anwohner werden im Zusammenhang mit der Unterbringung der Flüchtlinge an der Lehnerstraße Fragen haben. Daher bietet die Stadtverwaltung am Montag, 17. August, um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im gemeinsamen Forum der Gesamtschule Saarn und des Berufskollegs Lehnerstraße an.

Auch in den letzten Tagen war den Medien zu entnehmen, dass die weltweite Zahl der Menschen, die Zuflucht in Europa und Deutschland suchen, nicht abnimmt. Im Gegenteil – immer mehr Menschen sind auf der Flucht und kommen dabei auch nach Nordrhein-Westfalen (NRW).

Das Land NRW beziehungsweise die Bezirksregierung ist für die Aufnahme, Unterbringung und Versorgung der Geflüchteten verantwortlich. Da die Kapazitäten in den bisherigen Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes jedoch erschöpft waren, hatte die Bezirksregierung die Städte und Gemeinden um Amtshilfe für die Erstunterbringung der neu ankommenden Menschen gebeten.
Landesweit haben die Städte und Gemeinden inzwischen 63 Notunterkünfte für die Erstaufnahme eingerichtet. Das Land arbeitet nach Mitteilung von Freitag derzeit an Lösungen, damit die Notunterkünfte in kommunaler Amtshilfe entbehrlich werden.
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