Jahresbilanz 2015: Wirtschaftsstandort Mülheim gut aufgestellt

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V.l.: Als ein rundum gelungenes Referenzprojekt für die erfolgreiche Sanierung und anschließende Vermarktung eines Gewerbeobjektes stellten M&B-Geschäftsführer Jürgen Schnitzmeier und  Oberbürgermeister Ulrich Scholten die Sanierung des Gewerbeareals an der Aktienstraße 53 durch Investor und Eigentümer der INPLAN-Unternehmensgruppe, Mohamad Itani mit seinen Senior Vice-Präsident, Peter Stratmann vor. (Foto: Mülheim Business)
Mülheim an der Ruhr: Haus der Wirtschaft |

Trotz einiger „Sorgenkinder“ und ambitionierten Herausforderungen ist der Wirtschafts- und Industriestandort Mülheim an der Ruhr grundsätzlich gut aufgestellt. Darauf verwiesen Oberbürgermeister Ulrich Scholten, der Sprecher der regionalen Wirtschaft, Heinz Lison, und Mülheim & Business Geschäftsführer Jürgen Schnitzmeier bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2015 der Mülheimer Wirtschaftsförderung.



"Die gute Arbeit und die Erfolge der Mülheimer Unternehmen, Investoren sowie Gründer bilden auch im neuen Jahr wieder die Basis für den Wohlstand und die Entwicklung in unserer Stadt", erklärte hierzu Oberbürgermeister Ulrich Scholten. Er bedankte sich sowohl bei dem engagierten Team von Jürgen Schnitzmeier für die "sehr gute Arbeit und die nachweisbaren Erfolge im vergangenen Jahr" als auch bei den vielen Partnern von Stadt und Wirtschaftsförderung, mit deren Unterstützung im vergangenen Jahr viele wichtige Projekte zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Mülheim auf den Weg gebracht worden seien.

5.500 Unternehmen mit 58.000 Beschäftigten in Mülheim an der Ruhr


In Mülheim an der Ruhr sind rund 5.500 Unternehmen mit etwa 58.000 Beschäftigten ansässig. Sie bilden das Fundament einer breiten und branchenvielfältigen Wirtschaftsstruktur. Dabei war die Entwicklung der Beschäftigtenzahl im vergangenen Jahr lt. Schnitzmeier durchaus zufriedenstellend. So weist der Jahresbericht von Mülheim & Business einen Zuwachs der Beschäftigtenzahl am Standort von über 600 Stellen aus und das, obwohl im vergangenen Jahr auch Personalanpassungen bei einigen Traditionsunternehmen zu verkraften waren, erklärte Schnitzmeier. „Durch das überdurchschnittliche Wachstum einiger Bestandsunternehmen wie ALDI SÜD, Hans Turck sowie der Hochschule Ruhr West und der Max-Planck-Institute konnte die Beschäftigungsquote mit neuen Arbeitsplätzen gesteigert werden."

Erhöhung der Gewerbesteuer ein schlechtes Signal


Trotz dieser positiven Bilanz zum Jahresende warnte Heinz Lison seitens der Wirtschaft vor Selbstzufriedenheit: „Im Gegenteil, die Erhöhung der Gewerbesteuer ist ein schlechtes Signal und es muss weiterhin intensiv daran gearbeitet werden, das Profil Mülheims als wissensbasierter Wirtschaftsstandort und Wohnstadt für Familien zu schärfen." Nur so werde es gelingen, die Wirtschaftskraft in der Stadt zu stärken und noch mehr Fachkräfte für die florierenden Unternehmen an den Standort zu binden, so der Sprecher der regionalen Wirtschaft. Wichtigster Motor dafür sei die Hochschule Ruhr West, die im Juni ihren neuen Campus an der Duisburger Straße bezieht.


Umfassende Digitalisierung eine große Herausforderung


Im besonderen Fokus der Mülheimer Wirtschaftsförderung steht aktuell die Schaffung von guten Rahmenbedingungen für eine zunehmend datengetriebene und wissensbasierte Wirtschaft. Hierzu zählt im Besonderen der Ausbau der Breitband-Infrastruktur im gesamten Stadtgebiet, insbesondere in den Gewerbegebieten, die zurzeit noch unterversorgt sind. Mit einem in 2015
gemeinsam mit dem Amt für Geodatenmanagement aufgebauten digitalen Leitungs- und Leerrohrkataster wurden hierfür wichtige Voraussetzungen geschaffen, die nun in ein Ausbaukonzept münden sollen. "Wir erwarten in den nächsten Wochen die Förderkonditionen des Landes zum Breitbandausbau. Sobald diese vorliegen, werden wir Stadt und Unternehmen ein Ausbaukonzept präsentieren, mit dessen Hilfe die existenzbedrohenden "weißen Flecken"
einer Unterversorgung vor allen Dingen in den Gewerbegebieten und im Mülheimer Süden angegangen werden können. Wir werden uns dabei in jedem Fall für einen zukunftssicheren Glasfaser- statt dem bald schon veralteten Breitbandausbau aussprechen", erklärt hierzu Jürgen Schnitzmeier. "Die allumfassende Digitalisierung ist derzeit die größte Herausforderung für die Unternehmen.
Sie ist aber auch ein große Chance", appellierte Schnitzmeier an den Pioniergeist in den Unternehmen.


Gewerbeflächen in Mülheim weiter sehr gefragt


Mülheim an der Ruhr ist als Wirtschaftsstandort weiterhin sehr gefragt. An der bereits vor einem Jahr von der Wirtschaftsförderung beklagten Gewerbeflächen-Situation hat sich aber nach wie vor wenig geändert. Und das trotz eines im vergangenen Jahr verabschiedeten Konzepts zur Gewerbeflächenmobilisierung. Nach wie vor geht in Mülheim an der Ruhr jede zweite Anfrage nach Expansionsflächen oder neuen Gewerbestandorten ins Leere, weil keine Flächen mehr zur Verfügung stehen. Als einen wahren "Glücksfall" bezeichnete Jürgen Schnitzmeier im Rückblick die in 2015 möglich gewordene Verlagerung der Schrottverwertung Jost an die Timmerhellstraße, wodurch nun ein 31.000 m² großes Grundstück von Mülheim & Business in Zusammenarbeit mit der Fa. Jost vermarktet werden kann. In den nächsten Jahren komme es deshalb besonders darauf an, alte Gewerbeimmobilien zu modernisieren. Als „rundum gelungenes Referenzprojekt“ lobte Schnitzmeier die Sanierung des Gewerbeareals Aktienstraße 53 gegenüber der alten Feuerwache. „Investor Mohamad Itani von der Unternehmensgruppe INPLAN hat hier mit sehr viel Mut und Engagement in das Gebäude investiert, es kernsaniert und wurde dafür mit guten Vermietungserfolgen belohnt“. Gleiches gelte für den neuen DRK-Standort und das Sicherheitszentrum der Vollmergruppe auf dem Gelände der ehemaligen Feuerwache. „Insgesamt wurden an beiden Standorten rd. 6 Mio. Euro investiert, rd. 5.500 m² moderne Gewerbefläche und 170 Vollzeit- sowie 400 ehrenamtliche Arbeitsplätze geschaffen“, so Schnitzmeier. „Die Projekte sollten unsere Eigentümer in der Innenstadt motivieren: Wer investiert, hat dank der Nachfrage in unserer Stadt gute Chancen auf Vollvermietung.“

Neuer HRW-Campus auch für die Unternehmen eine große Chance


Im besonderen Fokus der Arbeit von Mülheim & Business stand auch im Geschäftsjahr 2015 die mittel- und langfristige Fachkräftesicherung. Gemeinsam mit dem zdi-Netzwerk Mülheim an der Ruhr sowie der Hochschule Ruhr West (HRW) und ihrem Förderverein ist es gelungen, mit schulbegleitenden sowie in den Ferien angebotenen Projekten in den weiterführenden Bildungseinrichtungen für eine nachhaltige Technikbegeisterung der nachwachsenden Generation zu sorgen. Auch die Vernetzung technologieorientierter Unternehmen mit der HRW konnte weiter forciert werden, um so eine optimale Verklammerung von Wissenschaft und Wirtschaft im Sinne einer qualifizierten und praxistauglichen Aus- und Weiterbildung für die Belegschaften zu erreichen. „Die Wirtschaftsförderung ist hier vorausschauend im Sinne einer Zukunftssicherung der Unternehmen aktiv", lobte der stellvertretende M&B-Besonders freute es Heinz Lison in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des HRW-Fördervereins, dass sich Mülheim & Business intensiv in die Vorbereitungen zur Campus-Eröffnung der Hochschule Ruhr West an der Duisburger Straße im Juni 2016 einbringen will. "Geplant ist ein umfangreiches Programm mit einer Präsentation aller Fachbereiche der Hochschule. Und das wird sicherlich nicht nur für Studierende und Eltern spannend werden, sondern ebenso für Unternehmen. Denn hier wird sich die Möglichkeit eröffnen, ungezwungen Kooperationsmöglichkeiten zu eruieren und frühzeitig Kontakt zu Nachwuchskräften aufzunehmen."
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