Keine Zwischenfälle: Friedliche Demos an Eltener Straße

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Die kleine Schar der Pro NRW'ler war nach einer guten Stunde wieder verschwunden.
Der Abfallentsorgungsplatz an der Elterner Straße /Duisburger Straße ist gut abgesichert. Sperrzäune auf den Straßen trennen die Demonstranten von ProNRW und den Gegendemonstranten. Polizisten und Polizeiwagen dominieren das Areal und stellen die Mehrheit der Versammelten.

Der Wind pfeifft eisig über den Platz, erste Schneeflocken gesellen sich dazu.
Als die elf ProNRW‘ler aus den beiden Kleinbussen steigen, skandieren die rund 40 Mitglieder der „Gruppe für autonome Politik“ (GAP) rund 100 Meter entfernt: „Nazis raus“. Wenig später drehen sie ihre Musikanlage auf.

Die ProNRW‘ler rollen derweil ihre Banner aus und ziehen mit ihnen über den leeren Demoplatz. Als zwei Bannerträger in Richtung der AWO-Einrichtung an der Eltener Straße ziehen, stoppen einige Polizisten sie und geleiten sie zurück.
Dort ist inzwischen die Lautsprecheranlage aufgebaut. Nach und nach treten die Redner ans Mikrophon. Doch außer den Polizisten und einigen Menschen im näheren Umfeld hört ihnen niemand zu. Die angekündigte Unterschriftensammlung findet nicht statt.

Vor der AWO-Einrichtung rund 100 Meter entfernt, herrscht reger Betrieb. Zum Tag der offenen Tür zeigen über 100 Menschen Solidarität mit den Asylbewerbern, die die AWO dort betreut. Neben Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Arno Klare, SPD-Bundestagskandidat, sind unter anderem Superintendent Superintendent Helmut Hitzbleck und Lothar Reinhard, MBI-Fraktionssprecher, vor Ort. Die Besucher nutzen die Gelegenheit, sich die Räume anzusehen und mit den Menschen zu sprechen.

„Um 15.14 Uhr verließen die Mitglieder von ProNRW den Platz“, sagt Peter Elke von der Pressestelle der Polizei Essen/Mülheim. „Zu Zwischenfällen ist es nicht gekommen.“ Keine zwei Minuten später waren die Absperrgitter zusammengeräumt. Um 15.25 Uhr verließen die letzten Polizisten das Areal.
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