Kompromiss zwischen Theater an der Ruhr und SOL Kulturbar in Reichweite

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Zu einem Konzert mit begleitender Sympathiekundgebung trafen sich die Unterstützer der SOL Kulturbar vor der Sitzung des Kulturausschusses. (Foto: PR Foto Köhring)
Mülheim: SOL Kulturbar |

Können Hochkultur und Kulturszene nebeneinander existieren? Angesichts der emotionalen Diskussion zwischen Befürwortern der SOL Kulturbar und den Vertretern der Stadt und des Theaters an der Ruhr konnte man in den vergangenen Wochen so seine Zweifel haben. Nach der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses scheint die fast gescheiterte Zweckbeziehung aber wieder eine Chance zu bekommen.



So soll der bisherige Pächter Hakan Mengil einen neuen Zweijahresvertrag vorgelegt bekommen, nach dessen Rahmenbedingungen sowohl die Interessen des Theaters - keine Musikveranstaltungen während der Proben- und Aufführungszeiten des Theaters und ein Vetorecht bei maßgeblichen Veränderungen in und rund um die Kulturbar - als auch der Betreiber der Kulturbar eine mit Leben zu füllende Koexistenz führen sollen.
Bereits im Vorfeld wurde deutlich, dass sich in den vergangenen Monaten viel Emotionalität zwischen den Parteien aufgebaut hatte. In dieses Bild passte dann auch die Aussage des Kulturausschussvorsitzenden Hans-Georg Hötger (MBI). „Das Theater an der Ruhr, das seit 1981 in Mülheim beheimatet ist und in dieser Zeit zu einer international anerkannten Visitenkarte der Stadt wurde, genießt kulturpolitisch die größte Priorität.“

"Das Theater an der Ruhr besitzt höchste kulturpolitische Priorität." Hans Georg-Hötger (MBI), Kulturausschussvorsitzender


Bis zur Sitzung des Hauptausschusses muss Hakan Mengil nur seitens der Immobilienwirtschaft einen unterschriftsreifen Vertag mit allen Aspekten der bindenden Vereinbarung zwischen den Häusern vorliegen haben. Ob er diesen bis zum 3. Dezember, dem Tag der Sitzung auch unterschreiben muss ......
Für Martin Dickhoff, Organisator der Konzerte in der SOL Kulturbar, sieht es nach der Sitzung des Ausschusses nach einem lebbaren Kompromiss aus. „Wir müssen jetzt erst einmal alle Details des Vertrages abwarten und für uns klären. Doch nach meiner Interpretation der Ausschusssitzung sind wir zumindest wieder im Geschäft und können verhandeln. Dass war in den vergangenen Wochen ja schon nicht mehr möglich.“

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