Land fordert erneut „Erstaufnahmeplätze für Flüchtlinge“

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Neben den bereits geschaffenen 120 Erstaufnahmeplätzen für Flüchtlinge in der Sporthalle an der Lehnerstraße soll die Stadt weitere – mindestens 300 – Unterbringungsplätze für das Land schaffen. Dies teilte die Bezirksregierung der Stadt gestern mit.

Bereits in dieser Woche werde unter Umständen von der Bezirksregierung auf das neue Kontingent zugegriffen.
Diese Vorgehensweise ist aus Sicht der beiden Dezernenten, Stadtkämmerer Uwe Bonan und Sozialdezernent Ulrich Ernst, weiterhin konzeptlos und praxisfern. „Vor dem Hintergrund der sehr stark gestiegenen Regelzuweisungen müsste auch dem Land klar sein, dass weitere 300 Erstaufnahmeplätze nicht innerhalb weniger Tage zur Verfügung stehen können.“

50 Weitere Plätze in Turnhalle

Aus logistischen Gründen hat sich der Planungsstab bei der Stadt unter Leitung von Bonan und Ernst nach intensiver Abwägung für die temporäre Inanspruchnahme der Turnhalle Ernst-Tommes-Straße entschieden. „Dort können rund 50 zusätzliche Plätze geschaffen werden“, so Bonan und Ernst.
Die Versorgung der zu erwartenden Flüchtlinge würde dann am Standort Lehnerstraße erfolgen, der nur 250 Meter Fußweg entfernt ist. „Wir sind froh, dass DRK und JUH uns als verlässliche Partner zur Seite stehen und die zusätzliche Versorgung der Menschen in der Lehnerstraße professionell übernehmen können“, so die Dezernenten.

Stadt stößt an ihre Grenzen

Darüber hinaus wurde in der jetzigen Notunterkunft Lehnerstraße bereits die Belegung um 30 Personen erhöht. „Somit unterstützen wir das Land dann mit insgesamt 80 weiteren Plätzen. Mehr ist derzeit nicht drin“, wissen die Beiden.

Bürger zeigen großes Verständnis

Bonan und Ernst danken für das große Verständnis der Schulgemeinde an der Lehnerstraße in der derzeitigen Situation, die ja für beide Schulen im Schulzentrum Einschränkungen bedeutet, sowie auch bei den Sportvereinen, die die Halle nicht nutzen können.
„Wir sind hier bislang auf große Anteilnahme gestoßen“, so der Kämmerer und der Sozialdezernent. Durch das Agieren des Landes werde dies auf eine harte Probe gestellt.
„Ziel ist es, den bisherigen Notunterkunftsstandort Lehnerstraße/Ernst-Tommes-Straße für das Land im vierten Quartal aufzugeben und an einen anderen Standort zu verlagern. Hieran arbeiten wir mit Hochdruck“, erklären Bonan und Ernst.
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