Migranten sind in Mülheim willkommen

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Die Macher der M&B, Jürgen Schnitzmeier (Geschäftsführer), OB Dagmar Mühlenfeld (Aufsichtsratsvorsitzende) und Heinz Lison (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender)
 
Dagmar Mühlengfeld und Heinz Lison zeigten sich mit der Arbeit von M&B im abgelaufenen Jahr 2014 zufrieden.

Die Mülheim & Business GmbH (M&B) zog eine positive Jahresbilanz 2014. Geschäftsführer Jürgen Schnitzmeier, die Vorsitzende des Aufsichtsrates der M&B, Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Heinz Lison, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der M&B und Sprecher der regionalen Wirtschaft, traten gut gelaunt ob der positiven Ergebnisse, im Haus der Wirtschaft vor die Presse.

In Mülheim sind rund 5.700 Unternehmen angesiedelt. Sie beschäftigen etwa 57.400 Personen. Und es könnten noch mehr sein, wenn es mehr verfügbare Flächen für Expansionen der hiesigen Wirtschaft gäbe oder zu Neuansiedlungen kommen könnte. Ein weiteres Hindernis sind aber auch die vielen Hemmnisse und Schwierigkeiten bei der Bereitstellung von Flächen. „Die Politik muss unbedingt und dringend das Baurecht ändern. Das Flughafenareal liegt brach und auf der anderen Seite liegen Anfragen von Firmen vor, die 100te von Arbeitsplätzen schaffen wollen.“ mahnte Heinz Lison. Auch die Entscheidungen zum ÖPNV seien ein Widerspruch in sich. „Wie sollen Mitarbeiter zum Flughafen kommen, wenn der ÖPNV am Hauptfriedhof endet?“ Da gibt es großen Handlungs- und Entscheidungsbedarf führte Lison weiter aus.

Rolle der Wirtschaft vorbildlich

Übereinstimmung gab es darin, dass Mülheim ein vorzüglicher Standort ist. Absolute Pluspunkte sind der familienpolitische Aspekt. „Das 100-Häuser-Programm, welches in den Jahren 2003 – 2004 aufgelegt wurde, zeigt bereits Wirkung.“ laut Schnitzmeier. „Die Rolle der Wirtschaft in Mülheim in Sachen Bildung, Ausbildung und Familienpolitik ist vorbildlich.“ so Mühlenfeld um fortzufahren „Das muss gesichert werden, denn die Wirtschaft ist ein wesentlicher Bestandteil für das Wachstum und den Wohlstand in dieser Stadt.“ Und diese weichen Standortfaktoren werden immer öfter ausschlaggebend für Familien sein, sich Mülheimer Firmen anzuschließen. Dazu auch Lison: „In den letzten drei Jahren haben diese Bestrebungen Auswirkungen weit über die Grenzen von Mülheim hinaus gehabt. In vielen Dingen hat Mülheim eine Vorreiterrolle übernommen. Aber es gilt auch: Nichts ist so gut, dass es nicht noch verbessert werden könnte.“ Ausdrücklich und unmissverständlich sprach sich Lison für die Ansiedlung von Migranten in Mülheim aus. „Die Wirtschaft braucht diese Leute!“
Die wirtschaftliche Entwicklung in Mülheim ist im Gleichklang mit der Entwicklung im Bund und Nordrhein-Westfalen verlaufen. Schwankungen und Entscheidungen globaler Art haben mittlerweile Auswirkungen bis auf Mülheim. „Denken Sie an den Energiewandel, der die Firma Siemens betrifft oder das geplatzte Röhrengeschäft, wovon die Mannesmann-Röhrenwerke betroffen sind.“ sagte Schnitzmeier. Dazu kommt die demografische Entwicklung, von der Mülheim im besonderen Maße durch seine Altersstruktur betroffen ist. „Der Strukturwandel ist noch längst nicht abgeschlossen. Im Kohlen- und Montanbereich vielleicht, aber die Energiewende und die It-Situation sind noch längst nicht gelöst.“

Neue Flächen gesucht

Drei Punkte sind laut Schnitzmeier im vergangenen Jahr wesentlich für die Arbeit der Mülheim & Business GmbH gewesen und werden es auch in den nächsten Jahren sein. Da ist zum einen die Gewerbeflächenmobilisierung. „Es sind aktuell nur 5.4 ha Gewerbefläche auf sieben Flächen vorhanden. Das ist viel zu wenig. Bei vielen Anfragen von Firmen können wir kein Angebot machen.“ so Schnitzmeier. Immerhin gab es in 2014 17 Anfragen von Firmen nach Flächen. Auf die letzten drei Jahre runtergebrochen heisst das „Für jede 2. Anforderung konnten wir kein Angebot machen.“ Es gilt nun Flächen im Mannesmann-Industriepark und auf dem Flughafenareal aufzubereiten. Auf dem Mannesmanngelände zieht Ende des Jahres die Hochschule ab und dann wird es dort freie Flächen geben. „Wir sehen schon die Gefahr, dass Arbeitsplätze verloren gehen, wenn wir keine neuen Flächen bereitstellen können.“ mahnte Schnitzmeier. Weiterhin gilt es, für die Verbesserung der Breitbandtechnik zu sorgen. „Die schnelle Verbindung ins Internet ist für viele Firmen existenziell.“ Und als drittes ist die Energiewende zu bewerkstelligen. Keine leichten Aufgaben für die Schnitzmeier und sein Team. Aber erkann sich der uneingeschränkten Unterstützung des Aufsichtsrates sicher sein. „Die M&B hat in der Vergangenheit hervorragende Arbeit geleistet.“ so der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der M&B, Heinz Lison.
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Heiko Müller aus Dortmund-City | 06.02.2015 | 10:52  
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