Mülheimer Lehrer streiken

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Gut beschirmt streiken morgen die angestelltenLehrer auch in Mülheim (Foto: GEW)
Die angestellten Mitglieder der Mülheimer GEW haben ihre Forderungen schon auf den Schirm geschrieben. In der aktuellen Tarifrunde fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft 6,5 Prozent mehr Lohn. „Der Nachholbedarf besteht gleich in zweifacher Hinsicht“, meint Andrea Schindler, stellvertretende Vorsitzende der GEW Mülheim, "einmal gegenüber der Lohnentwicklung im gewerblichen Bereich und zum Zweiten bei den Einkommen gegenüber Bund und Kommunen.“
Die weitere Forderung der Gewerkschaft betrifft die tarifliche Eingruppierung der angestellten Lehrkräfte. Angestellte verdienen rund 500 Euro weniger. „Tarifbeschäftigte Lehrerinnen und Lehrer dürfen nicht länger Lehrkräfte zweiter Klassen sein!“, so Elke Pfeiler, angestellte Lehrerin an der Rembergschule, Mitglied im Ausschuss der GEW für Tarifpolitik und Mitglied der Tarifkommission Länder.

Zur Unterstützung dieser Forderung ruft die GEW zum Warnstreik am Donnerstag, dem 28.2. auf. Im Regierungsbezirk Düsseldorf sind mehrere Streiklokale eingerichtet. Die streikenden Mülheimer Lehrer werden zum Streiklokal nach Essen fahren. Die Mehrzahl der Lehrer und Lehrerinnen (80 Prozent) kann, da sie Beamte sind, nicht mitstreiken.

Offen ist, wie sich der Streik auf die Mülheimer Schulen auswirkt. "Ich kann keine Prognose abgeben, ob es zu Ausfällen kommt", erklärte Wolfgang Streuff, Schulrat für die Mülheim/Duisburger Hauptschulen, auf Anfrage der MW. "Alle Schulen sind aufgefordert, entsprechende Auswirkungen morgen zu melden", so Streuff.

"Ich gehe davon aus, dass Schüler nicht vor verschlossenen Türen stehen und der Unterricht großflächig ausfällt", sagte Rita Theelke auf Nachfrage. In Mülheim könnten rund 70 angestellte Lehrer an dem Streik teilnehmen.
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