Petitionen und was sie bewirken! Teil 1

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    Taren Stinebrickner-Kauffman
An Claudia Jacobs
Mai 6 um 4:56 PM

Claudia,

heute will ich Ihnen den Tag verschönern -- mit Geschichten von SumOfUs, die Mut machen. Sie zeigen, dass wir gemeinsam stark sind und viel erreichen. Sie beweisen, dass es richtig und wichtig war, diese Organisation zu gründen.

Wenn wieder mal ein Konzern mit Skandalen Schlagzeilen macht, vergessen wir leicht, wie viel wir täglich bewegen. Deswegen schreibe ich Ihnen diese E-Mail. Ich danke Ihnen ganz herzlich dafür, dass Sie mit uns den größten Konzernen der Welt die Stirn bieten.

Taren
Gründerin von SumOfUs

SumOfUs.org ist eine weltweite Bewegung engagierter Menschen wie Ihnen, die sich zusammen dafür einsetzen, dass Konzerne für ihr Handeln zur Verantwortung gezogen werden. Gemeinsam ebnen wir so den Weg für eine neue, nachhaltige Weltwirtschaft.

1. Bayer’s Bienenkiller

Unsere deutschen Kampagnenleiterinnen Anne und Wiebke haben auf der diesjährigen Hauptversammlung von Bayer gemeinsam mit Imkern und anderen Bienenschützern für Wirbel gesorgt: Eine Stunde lang musste sich der Bayer-Vorstand unangenehmen Fragen zu seinen bienentötenden Pestiziden stellen.

Unser Auftreten vor und auf der Hauptversammlung hat es in die Zeitungen in Deutschland, Frankreich, Belgien, Ghana, Spanien, den USA und sogar Indien gebracht.

SumOfUs gemeinsam mit Imkern vor der Bayer Hauptversammlung 2016

Diesen Erfolg haben wir vor allem der SumOfUs-Gemeinschaft zu verdanken: Wir hatten über 1,4 Millionen Unterschriften von SumOfUs-Mitgliedern im Gepäck -- das macht Eindruck.

Immer mehr Staaten schränken den Gebrauch von bienentötenden Pestiziden ein; immer mehr Unternehmen verbannen die Nervengifte aus ihren Regalen. Die Bienenkiller aus dem Hause Bayer sind ein Auslaufmodell. Bayer und seine Aktionäre können sich dieser Realität jetzt nicht mehr verschließen.


2. Lidl und unsere Kampagne "Cut the Crap!"

SumOfUs mit der Deutschen Umwelthilfe kurz vor der Petitionsübergabe an Lidl.

Und wieder Anne in Aktion: Gemeinsam mit unseren Partnern von der Deutschen Umwelthilfe hat Anne mehr als 210.000 Stimmen von SumOfUs-Mitgliedern an die Chefs der Unternehmenskommunikation von Lidl übergeben. Die beiden Lidl-Vertreter versprachen, die Verbraucher ernst zu nehmen und unsere Forderungen nach mehr Ressourcenschutz zu überprüfen. Demnächst treffen wir uns mit dem Vorstand von Lidl, um mit den Verantwortlichen über unsere Forderungen und Vorschläge für mehr Ressourceneffizienz zu sprechen.

Wir lassen uns nicht mit hohlen Versprechen abspeisen. Wir werden dran bleiben und Druck machen, wenn es nötig ist. Ich bin zuversichtlich: Wenn wir uns gemeinsam für Umweltschutz engagieren, werden wir auch riesige Supermarktketten wie Lidl zum Mitmachen bewegen können.


3. Neue EU-Richtlinie zu Geschäftsgeheimnissen

Ich möchte Ihnen auch von einer Kampagne berichten, auf die ich stolz bin, obwohl wir vorerst eine Niederlage hinnehmen mussten: Das EU-Parlament hat einem folgenschweren Gesetzesentwurf der EU-Kommission zugestimmt -- der „Richtlinie über den Schutz vertraulichen Know-hows und vertraulicher Geschäftsinformationen”. Das Gesetz gefährdet unser Recht, Informationen über die Gefahren und Verbrechen zu erhalten, die Unternehmen verheimlichen wollen, z.B über Pestizide, Abgasgrenzwerte oder fehlerhafte Medikamentenversuche.

Ich bin zwar enttäuscht, dass wir die Abgeordneten des Europäischen Parlamentes nicht davon überzeugen konnten, Konzernkritiker zu schützen und dieses Gesetz abzulehnen. Aber wir sind mit unserem Protest sehr weit gekommen: Nachdem über 180 000 Menschen in Europa ihre Stimme erhoben und SumOfUs-Mitglieder ihre Parlamentarier sogar direkt angerufen hatten, sah es kurz vor der Entscheidung so aus, als würden die Abgeordneten die Abstimmung verschieben -- der öffentliche Druck war im Parlament angekommen.

Niemand hätte gedacht, dass die Richtlinie soviel Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde.

Und wir denken gar nicht daran aufzugeben! Jetzt gilt es, unseren nationalen Regierungen klar zu machen, dass es wichtig ist Whistleblower und Journalisten zu schützen und nicht Konzerninteressen -- denn ihre Entscheidung im EU-Ministerrat steht noch aus.


4. Der Kampf einer mutigen Frau gegen den Minenkonzern Newmont

Maxima verteidigt ihr Land gegen den Minen-Konzern Newmont.

Stellen Sie sich vor, einer der größten Minenkonzerne der Welt würde Sie aus Ihrem Haus, von Ihrem Land vertreiben wollen. Hätten Sie den Mut, sich dem schweren Gerät der Geschäftemacher in den Weg zu stellen? Die peruanische Bäuerin Maxima Acuna hatte diesen Mut. Sie entschied sich, ihr Land gegen den Konzern Newmont Mining zu verteidigen.

Für SumOfUs-Mitglieder war klar, dass sie unseren Beistand verdient. 160.000 von uns beteiligten sich an der Kampagne für ihr Land und wir spendeten zehntausende Dollar, um ihren Prozess gegen Newmont zu bezahlen. Letzen Monat hat Maxima den Nobelpreis für Umweltschutz gewonnen -- einer der stolzesten Momente meines Lebens.

Aber das Beste kommt noch: Newmont hat den Plan verschoben, eine Gold- und Kupfermine auf Maximas Grund und Boden zu bauen. Falls Sie noch daran zweifeln, welche Rolle Sie in dieser Sache spielen, lesen Sie diese Nachricht von Maxima an Sie:

„Ich kämpfe mit meiner Familie für eine gerechte Sache, um mein Land, was immer es auch kostet. Dafür danke ich Euch, denn Eure Unterstützung hat mir die Kraft gegeben, weiter zu kämpfen.”

Maximas Kampf ist noch nicht gewonnen. Aber sie ist nicht allein. 160.000 SumOfUs-Mitglieder aus der ganzen Welt stehen an ihrer Seite.


5. Unser Einsatz für nachhaltig produziertes Palmöl

Indonesien brennt. Der Regenwald wird absichtlich in Brand gesteckt -- um Platz für Palmöl-Plantagen zu schaffen. Die weltgrößten Lebensmittel-Konzerne profitieren von dieser Umweltzerstörung. Sie kaufen Palmöl, für dessen Produktion der Lebensraum von Orang-Utans, Tigern und Elefanten zerstört wird. Doch letztes Jahr hat SumOfUs einige namhafte Firmen zum Umdenken gebracht: KFC, McDonalds und Dunkin’ Donuts übernehmen jetzt mehr Verantwortung beim Thema Palmöl. Und als indonesische Familien vom Feuer eingeschlossen waren, haben Tausende von Ihnen gespendet, um sie zu retten.

Für Palmöl wird der Lebensraum von Orang-Utans zerstört.

Die Position der SumOfUs-Mitglieder ist klar: Profite auf Kosten des Regenwalds lassen wir nicht durchgehen! So haben SumOfUs-Mitglieder aus der US-amerikanischen Stadt Seattle vor der ersten je eröffneten Starbucks-Filiale demonstriert. Das hat gewirkt: Nur Stunden danach kündigte der Konzern eilig neue Richtlinien für Palmöl an.

Das ist gut, aber nicht genug. Wir machen weiter, bis alle großen Nahrungsmittel-Konzerne Palmöl nur noch aus nachhaltigen Quellen beziehen und das Abholzen des Regenwaldes aufhört.

Ich bin glücklich über unsere Erfolge und hoffe sehr, dass auch Ihnen diese Email Freude bereitet hat. Ich danke Ihnen von ganzem Herzen für Ihre Unterstützung.

Es ist Ihr Engagement, dass mir Hoffnung und Energie für unsere weitere Arbeit gibt!

Taren und das Team von SumOfUs
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