"Pööstekiste"-Kinder bleiben bis zum Spätsommer ausquartiert

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Zum Teil geschlossen ist die Kita „Pööstekiste“ an der Viehgasse. 18 von 45 Kindern sind ausquartiert worden. (Foto: PR-Fotografie Köhring)

Von RuhrText

Die obere Etage der Kita „Pööstekiste“ an der Viehgasse weist brandschutztechnische Mängel auf. Dies hatte zur Folge, dass von den 45 Kindern 18 Mädchen und Jungen samt Erzieherinnen auf unbestimmte Zeit zu den „Wurzelzwergen“ am Lehnerfeld umziehen mussten. Dort ist es dadurch eng und laut vieler Eltern unzumutbar für die Kinder geworden. Im Spätsommer dieses Jahres soll das Problem behoben sein.

In einer Sitzung der Bezirksvertretung 3 hatten Eltern noch einmal ihren Unmut über die Teilsperrung der Pööstekiste zum Ausdruck gebracht. Sie sprachen von einer Verschleppung des Problems. Die Stadt und der Eigentümer, der Verein Soziale Kinder- und Jugendarbeit, hätten schon längst reagieren sollen. Aufgrund der Beschwerden hatte die CDU-Fraktion einen Antrag eingebracht, weil die Kita „Wurzelzwerge“ nicht für die Aufnahme von 18 weiteren Kindern ausgerichtet sei und gewachsene Strukturen in der „Pööstekiste“ auseinander gerissen würden.

Die Stadtverwaltung teilte nun mit, dass es das Ziel sei, die Kinder so schnell wie möglich wieder zur Viehgasse "zurückzuholen". In diesem Sommer werden die Baumaßnahmen für eine Nottreppe als zweiten Rettungsweg in Angriff genommen. Die Verträge hierzu — so die Verwaltung — seien bereits unterschrieben. Auch der im September 2016 vom Rat beschlossene Anbau soll endlich über die Bühne gehen. Hier fehlt noch die genaue Terminierung. Die Eltern sind wenig begeistert, dass die Baumaßnahmen während des laufenden Betriebes durchgeführt werden sowie das Dachgeschoss und der Turnraum zunächst geschlossen bleiben. Bis dahin bleibt es in der „Pööstekiste“ sehr zum Unmut der Eltern weiterhin eng.

So ist es auch bei den „Wurzelzwergen“. Die Kita platzt nach dem unerwarteten Zuwachs aus allen Nähten. „Zum Teil essen die Kinder jetzt auf dem Flur“, sagt Alexandra Schirm, Mitglied des Elternrates der Kita am Lehnerfeld. Claus Schindler, Geschäftsführer des Vereins Soziale Kinder- und Jugendarbeit und somit Hausherr der Kita "Pööstekiste", meint aufmunternd: „Es ist eine bedauerliche Situation. Ich kann die Eltern verstehen. Aber nach der Fertigstellung der Baumaßnahmen haben wir eine schöne Einrichtung, in der sich die Kinder sehr wohl fühlen werden.“
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