SPD Mülheim beschließt Positionen zur Asyl- und Migrationspolitik

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Position zur Flüchtlings- und Integrationspolitik beziehen von der SPD (v.l.) Inamaria Wronka, Rodion Bakum, Nadia Khalaf und Cem Aydemir. Foto: RuhrText
Von RuhrText

Einen Leitfaden für den Umgang mit der Situation rund um die Flüchtlinge, die an verschiedenen Stellen in Mülheim gestrandet sind, hat die Mülheimer SPD erarbeitet. Damit hat sie sich nach der Unterbringung und Erstversorgung die Integration der Migranten auf die Fahnen geschrieben.

In einem Pressegespräch versicherte Cem Aydemir, stellvertretender Vorsitzender des SPD-Unterbezirksvorstandes, das Positionspapier mit Leben zu füllen und es stets der aktuellen Situation zu aktualisieren.

Die Flüchtlinge sind in Mülheim trotz der Kürze der Zeit gut untergebracht worden. Jetzt gilt es, sie in die Gesellschaft zu integrieren. „Bei der Integration unterschieden wir in kognitive, strukturelle, soziale und emotionale Integration. Kognitiv: Die Flüchtlinge kommen in unsere Stadt und müssen unsere Sprache lernen. Strukturell: Integration in unser Bildungssystem und in den Arbeitsmarkt. Sozial: Einbindung ins Stadtleben. Emotional: Identifizierung mit unseren Werten“, erklärt Rodion Bakum, sozialpolitischer Sprecher der Fraktion, was die Integration der Flüchtlinge in einem Vier-Säulen-System beinhaltet. Dabei sei es wichtig, der deutschen Bevölkerung auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt die selben Chancen einzuräumen und Unterstützung zu gewähren. Inamaria Wronka aus der Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt ergänzt: „Wir wollen den Frieden in unserer Stadt mit allen Mitteln erhalten. Es ist eine schwierige Aufgabe, eine Herausforderung. Es wird funktionieren, wenn ein großer Teil der Gesellschaft den Weg mitgeht. Unser Positionspapier soll nicht nur innerparteilich ein Leitfaden sein, sondern auch die Grundlage für den Dialog mit der Stadtgesellschaft bilden.“

Nadia Khalaf, ebenfalls Mitglied der Arbeitsgemeinschaft, ist nicht nur lokal mit der Flüchtlingsproblematik beschäftigt. Sie arbeitet auch in entsprechenden Gremien des Landes und des Bundes mit. Sie sagt: „Mülheim mit seinen 2500 Flüchtlingen spielt im Vergleich zu einigen Kommunen, die deutlich hinterher hinken, eine gute und vorbildliche Rolle. Wir sollten die Situation auch als Chance verstehen. Die Hälfte der Flüchtlinge in Mülheim sind Kinder und Jugendliche. Daher ist die schnellstmögliche Integration auch so wichtig.“ Sprachkurse, Informationsangebote, aber auch gemeinsame Veranstaltungen seien der Schlüssel zum Erfolg. Mitnehmen will die Mülheimer SPD dabei Kirchen- und Moscheengemeinden, Vereine und Verbände mitnehmen.

Inamaria Wronka bringt es abschließend auf den Punkt: „Fehler, die in der Vergangenheit bei der Integration von Migranten gemacht worden sind, dürfen wir nicht ein weiteres Mal begehen!“ 2016 ist das Jahr der Integration. Die Mülheimer SPD sieht sich für die anstehenden Aufgaben dank des neuen Positionspapiers gut gerüstet!
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Horst Ostrowski aus Mülheim an der Ruhr | 29.05.2016 | 15:01  
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