Straßenbahn zum Flughafen! MBI erneuert Forderung und lädt zur Sprechstunde

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Keine Straßenbahn, auch kein Radweg - seit knapp fünf Jahren ist die Strecke zum Flughafen verwaist. Fotos: PR-Foto Köhring/TR

Die Streckeneinkürzungen bei den Straßenbahnen der vergangenen Jahre sorgten bei vielen Mülheimern für einige Verärgerung. Auch das aktuelle Bestreben verschiedener Ratsfraktionen, auch noch den Kahlenbergast stillzulegen, stößt auf wenig Gegenliebe.

Die Mülheimer Bürgerinitiativen (MBI) begleiten diese Vorhaben seit geraumer Zeit mit kritischen Beiträgen. Am kommenden Montag, 8. Januar, lädt MBI-Mitglied Gerd-Wilhelm Scholl (Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Mobilität) zu einer erneuten Bürgersprechstunde zum Thema ÖPNV ein. Diese findet zwischen 17 und 18 Uhr in der MBI-Geschäftsstelle, Kohlenkamp 1, statt. Themenschwerpunkte sollen unter anderem die offene Zukunft des NE 9 und die neuen Zonen der ÖPNV-Preisstufen sein.

Erreichbarkeit von Gewerbegebieten

Eine bekannte Forderung bringt die Initiative noch einmal neu in die Diskussion. Der seit April 2012 nicht mehr befahrene Streckenabschnitt zwischen Hauptfriedhof und Flughafen soll reaktiviert werden. "Der stillgelegte Flughafenast muss zumindest einspurig wieder eröffnet werden", fordert Scholl und fährt fort: "Ebenso ist eine Wiedereinführung der Buslinie 132 sowie Lösung von Problemen der Linienführung der neuen Buslinien 128 und 130 notwendig. Auch muss die Fusion von EVAG mit MVG weiterentwickelt werden, zum Beispiel mit der STOAG und der BOGESTRA."
Zur Begründung der Forderung nach einer Wiederinbetriebnahme der Strecke zum Flughafen führen die MBI aus, dass diese wegen der geplanten und bestehenden Gewerbegebiete im dortigen Bereich sinnvoll sei. "Wenn mit dem interkommunalen Gewerbegebiet am Flughafen ernst gemacht wird, wäre eine Straßenbahnanbindung wichtig", unterstreicht Gerd-Wilhelm Scholl. Aus Kostengründen könne man dabei eine eingleisige Lösung zwischen Hauptfriedhof und Flughafen bei entsprechender Taktung anstreben.
Dies würde im Bereich des nicht mehr benötigten Gleises zusätzlich die Möglichkeit zum Bau eines Radwegs geben, der bereits vor knapp vier Jahren in die Diskussion geworfen wurde.
Die Stilllegung auf dem genannten Bereich, die Einstellung der Linie 110 und dem damit verbundenen Ende des Straßenbahnbetriebs in Styrum im Oktober 2015 sowie die aktuelle Debatte um die Zukunft des Kahlenbergastes lassen die Befürworter des schienengebundenen Verkehrs aufbegehren. Nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der Luftreinhaltungsbemühungen in den Städten.
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 03.01.2018 | 13:23  
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