Wahlkampfflucht

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Spätestens seit dem letzten Wochenende dämmert es mir: Es wird nicht nur furchtbar, sondern auch furchtbar lang, und: Nichts wie weg! Ein halbes Jahr Wahlkampf, das haut selbst den zähesten Langzeit-Demokraten um. Aber wohin? Sie werden einen mit Fähnchen, Luftballons und Kugelschreibern rund um den Globus, ja bis in die ausgedehntesten Kiefernwälder Mecklenburg- Vorpommerns verfolgen. Bleibt also eigentlich nur noch künstliches Koma!

Wahlkämpfe gehören zum Lächerlichsten und Verlogensten, was die Demokratie zu bieten hat.
Was ist das für ein Kampf, wenn ein Politiker vor der eigenen Wählerschaft die Zähne bleckt und mit der atemlosen Dramaturgie eines Kasperletheaters auf das Pult haut? Das ist wie ein Heimspiel ohne Gegner! Warum werden solche von der Hühnerlandesgruppe gesponserten Balztänze des Kandidatengockels auch noch im Fernsehen übertragen?
Fähnchen und Luftballons wie auf dem Kindergeburtstag! Nicht nur das erinnert an selige Kinderzeiten, in denen die Zukunft noch jede denkbare Richtung nehmen konnte. Martin aus Würselen, nach eigenen Angaben den Kinderschuhen entwachsen, scheint die Frage „Was willst du denn mal werden?“ immer noch permanent in sich zu hören und antwortet unentwegt bis September „Ich möchte Kanzler werden!“
Bleibt also eigentlich …
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4 Kommentare
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 03.04.2017 | 10:45  
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Renate Croissier aus Lünen | 03.04.2017 | 10:51  
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Franziskus Firla aus Mülheim an der Ruhr | 03.04.2017 | 12:51  
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 03.04.2017 | 12:55  
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