Carpe diem

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Kreuzfahrt vom Mülheimer Wasserwanderrastplatz aus

Das hat mich immer schon geärgert, dieses Nutzenprinzip bis zum letzten Atemzug. Dieser senile Einkaufsstress beim Sammeln visuell-mobiler Impressionen.

Wer hat diesen Unsinn in die Welt gesetzt? Gibt’s das nur bei uns Nachmenschen oder dachte so auch schon der Vormensch? Der ja, wie unlängst verkündet, nicht mehr aus Afrika zu kommen hat, nein, da hat jetzt keiner mehr herzukommen. Zu viele sind daher gekommen. Er kommt jetzt aus Europa, und das ist gut so. Obwohl Balkan…

Carpe diem! Riefen so die römischen Galeerensklaven? Oder in hieroglyphischer Übersetzung die leichtgeschürzten Bauarbeiter an den Pyramiden? Oder Jesus am Kreuz? Natürlich, die alle wollten doch noch vor dem letzten Atemzug eine Kreuzfahrt machen, die Welt kennenlernen, … oder wenigstens eine Kaffeefahrt. Nur so vermag der Lohnarbeiter seine Augen zufrieden zu schließen, weil er etwas ins Jenseits mitzunehmen hat, wovon er den Rauscheengeln was erzählen kann und muss sich nicht das Geschimpfe vom Liebengott anhören, man hätte nichts aus seinem Leben gemacht. Pustekuchen!

„Pflücke den Tag“, wie die wörtliche Übersetzung lautet, richtete sich niemals an das arbeitende Volk. Dem fehlte damals wie heute das nötige Pflückgeld.
Nein, ich nutze lieber die preiswerte Chance des Alters, in den Tag hineinleben zu
dürfen. Hier.
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3 Kommentare
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Renate Croissier aus Lünen | 31.05.2017 | 07:28  
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Franziskus Firla aus Mülheim an der Ruhr | 31.05.2017 | 13:10  
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Renate Croissier aus Lünen | 31.05.2017 | 13:39  
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