Die Wollmaus

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Nach Jahrhunderten mühevoller Forschungen ist es Bibel-Exegeten gelungen, den Text der Bibel erstmals richtig zu deuten. Ein Beispiel aus der Genesis sei hier stellvertretend genannt.

Und zwar die Stelle, an der Gott spricht: „Aus Staub bist du...“ Nach bisheriger Lehrmeinung sollten sich hier Adam und Eva angesprochen fühlen. Den Wissenschaftlern war aber aufgefallen, dass der Mensch gar nicht aus Staub ist, sondern für gewöhnlich aus Fleisch und Blut. Nun ist ja Gott, wenn es ihn gibt, nicht gerade dumm. Die Wissenschaftler kamen deshalb zu dem Schluss, dass er sich hier offenbar mit der Wollmaus (Staubmaus) unterhielt, die bekanntlich hohe Staubanteile besitzt, aber eben auch durch Haare und Hautpartikel dem Menschen ähnelt. Man nennt sie nicht umsonst auch Staubmaus.

Naturgemäß richtet sich nach dieser sensationellen Erkenntnis der Fokus des allgemeinen Interesses auf diese Spezies, von der leider viel zu wenig bekannt ist. Beispielsweise tappen wir, was Ernährung, natürliche Feinde, Population und Paarungsverhalten betrifft, noch ziemlich im Dunkeln der Ritzen hinter Couch, Bett und Schrank. Manche vermuten, dass sie an diesen den Augen der Menschen verborgenen Orten brüten, andere wollen gehört haben, dass sie durch Ansaugen akkumulieren. Wenn man sie teilt, so meinen einige, wächst jedes Teil sich erneut zu einer kompletten Maus aus, was wir ja schon bei Regenwürmern beobachten konnten.

Wie es aussieht, scheinen Wollmäuse nur einen ernst zu nehmenden Feind zu haben, und das ist der Putzteufel. Von einem Aussterben gehen die Experten deshalb aber nicht aus. Durch ihre zahlreiche Nachkommen übersteht die Art normalerweise spielend jeden Angriff. Was soll einem auch passieren, wenn man aus Staub ist und wieder zu Staub wird?

PS. Immer mehr Fußballrowdys machen sich einen Spaß daraus, Wollmäuse mittels Druckluftfanfaren, wie sie im Stadion benutzt werden, aus den Ritzen zu vertreiben. Aus Sicht des Tierschutzes sicher ein Vorteil gegenüber dem alles verschlingenden Staubsauger. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass die possierlichen Mäuschen auf ihrem Weiterflug ertauben.
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13 Kommentare
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Elmar Begerau aus Kamp-Lintfort | 10.03.2017 | 16:52  
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Renate Croissier aus Lünen | 10.03.2017 | 17:20  
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Franziskus Firla aus Mülheim an der Ruhr | 10.03.2017 | 17:43  
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Christiane Bienemann aus Kleve | 10.03.2017 | 18:40  
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 10.03.2017 | 20:00  
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Renate Smirnow-Klaskala aus Essen-Nord | 11.03.2017 | 18:39  
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Hanni Borzel aus Arnsberg | 12.03.2017 | 00:33  
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Franziskus Firla aus Mülheim an der Ruhr | 12.03.2017 | 08:10  
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Hanni Borzel aus Arnsberg | 12.03.2017 | 15:54  
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Susanne Demmer aus Essen-Nord | 14.03.2017 | 15:03  
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Franziskus Firla aus Mülheim an der Ruhr | 14.03.2017 | 15:19  
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Hanni Borzel aus Arnsberg | 14.03.2017 | 18:42  
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Elmar Begerau aus Kamp-Lintfort | 18.03.2017 | 17:13  
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