Energiewende ist Wärmewende

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Für viele Bereiche im Stadtgebiet gibt es Planungen, energetische Potentiale zu heben. (Foto: Stadt Mülheim)

Die Stadt Mülheim hat sich mit dem Beitritt zum Klimabündnis 1992 per Ratsbeschluss verpflichtet, die Kohlendioxidbelastung zu senken.


Bis zum Jahr 2030 sollen die Pro-Kopf-Emissionen, ausgehend von der Werten von 1990 um 50 Prozent sinken. In den vergangenen 25 Jahren verminderten sich die Werte um rund 18 Prozent. Vor allem in den Bereichen Wärme und Strom reduzierten die Mülheimer den CO2-Ausstoß. Im Bereich des Verkehrs stiegen die Werte hingegen an.
„Die Frage, welche Möglichkeiten wir in den drei Sektoren, Wärme, Strom und Verkehr realisieren können, hat uns in den vergangenen Monaten intensiv beschäftigt. Durch die Bilanzierung des Energie- und CO2-Haushaltes erarbeiteten die Beteiligten verschiedene Möglichkeiten für zahlreiche Gebiete in der Stadt. Daraus entwickelte sich das Projekt 'energetische Quartiersentwicklung Heißen-Süd'. In Ergebnis ist: Die Energiewende in Mülheim ist insbesondere eine Wärmewende“, erklärte Oberbürgermeister Ulrich Scholten bei der Vorstellung des Projekts. Es wurde von Experten der Universität Düsseldorf, Architekten, der Stadt und der Medl durchgeführt. „Durch eine aufsuchende Beratung wurden Hauseigentümer gefragt, ob sie an dem Projekt teilnehmen möchten“, sagte Baudezernent Peter Vermeulen.
Exemplarisch entwickelten die Experten an acht unterschiedlichen Einfamilien- und drei Mehrfamilienhäusern, welche Möglichkeiten der energetischen Sanierung möglich sind.
Zusätzlich untersuchten die Macher das Schwimmbad und zwei Schulen auf energetische Einsparmöglichkeiten. Dabei standen nicht nur die klassischen Einsparungen durch Dämmung, Heizungsanlage, Fenster- und Türenaustausch auf der Liste der Möglichkeiten.
Auch architektonische Veränderungen mit Erhalt von Fassaden oder der kompletten Veränderung spielten die Projektmacher durch. Zusätzlich entwickelten sie Szenarien über den Einsatz von Blockheizkraftwerken. Die können in größeren Objekten installiert werden oder als dezentraler Strom- und Wärmenahversorgung eingesetzt werden. Zusätzlich prüften die Planer den Einsatz von Photovoltaik- und Solarthermieanlagen für die unterschiedlichen Gebäudetypen. Ganz nebenbei stellten die Macher auch sozialwissenschaftliche Fragen an die Bewohner.

Ergebnisse werden am 18. Februar vorgestellt

„Die Ergebnisse des Projektes wollen wir den Bewohnern und der interessierten Öffentlichkeit am Samstag, 18. Februar, in den Räumlichkeiten von Edeka Kels (Kleiststraße 26) vorstellen“, sagte der Oberbürgermeister. An dem Tag werden die beteiligten Experten die Bürger von 11 bis mindestens 14 Uhr informieren.
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen für weitere energetische Quartierskonzepte in anderen Potentialgebieten in der Stadt genutzt werden. Eine Sanierungsrate der privaten Eigentümer von mindestens zwei Prozent pro Jahr ist angestrebt. Außerdem soll der bislang beschlossene Energetische Stadtentwicklungsplan um die Untersuchung zum noch ausstehenden 3. Sektor "Verkehr" ergänzt werden. „Zuschüsse für energetische Maßnahmen an Eigentümer oder eine entsprechendes städtisches Programm wird es nicht geben“, sagte Vermeulen auf Nachfrage. Er verwies auf die zahlreichen Programme von KFW(Kreditanstalt für Wiederaufbau) und des Landes NRW. „Wir unterstützen Eigentümer durch gezielte Beratung“, sagt Volker Weißhuhn, Leiter Wärme der Medl. Derzeit biete das Unternehmen Hilfe bei der Suche nach Wärmeleck mittels Thermografiebildern zu günstigen Konditionen an. Weitere Infos dazu sind unter www.medl.de/Umwelt/Thermografie zu finden.
Die Ergebnisse finden Sie hier: http://www.lokalkompass.de/muelheim/ratgeber/energ...
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