Mitarbeiterzufriedenheit

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„Der Kunde ist König“ und „Gewinn ist der Sinn einer Unternehmung“ so heißt es in den meisten Unternehmen, und sicherlich nicht ganz zu unrecht. Doch viel zu oft wurde in der Vergangenheit einem Punkt in der Unternehmensführung kaum Beachtung geschenkt, nämlich dem der Zufriedenheit des eigenen Personals. Mitarbeiter galten ohne Weiteres als ersetzbar und wurden eher wie ein kleines Zahnrad im Uhrwerk der Firma betrachtet. Die meisten Betriebe gerade in Deutschland ändern jedoch seit einiger Zeit ihren Standpunkt und schenken diesem Aspekt immer mehr Beachtung.

Der allgemein sich ausbreitende Fachkräftemangel dürfte mit dazu beigetragen haben, dass Unternehmen sich mit der Problematik der Mitarbeiterzufriedenheit immer mehr auseinandersetzen, denn es ist nicht zu bestreiten, dass Angestellte schneller bereit sind, aus eigenem Antrieb zu kündigen, wenn sie das Betriebsklima oder andere die Zufriedenheit beeinflussende Faktoren als nicht optimal betrachten. Amtliche Statistiken beweisen schon jetzt, dass Stellen in einigen Bereichen der Wirtschaft oft über einen längeren Zeitraum unbesetzt bleiben. Eine Firma kann sich eine solche, von Ihr nicht beeinflussbare Fachkräfteabwanderung kaum mehr leisten, gerade wenn nicht absehbar ist wann und wie diese Stellen erneut besetzt werden.

Die innere Kündigung

Von einer inneren Kündigung wird gesprochen, wenn sich ein Mitarbeiter bereits „im Geiste“ von der Firma verabschiedet hat. Ist ein Angestellter unzufrieden, so kann er mit eigenem Antrieb eine Kündigung betreiben und der Firma den Rücken kehren oder aber der Mitarbeiter arbeitet nur noch im Modus des sogenannten Dienstes nach Vorschrift mit einem Minimum an Leistung und demonstriert zumindest so seine „innere Kündigung“. Für eine Unternehmensleitung ergeben sich dadurch gleich zwei Probleme, nicht nur die Arbeitsleistung der oder des Mitarbeiters nehmen deutlich ab, auch die Zufriedenheit der Kunden kann durch den Motivationsmangel durchaus negativ beeinflusst werden. So ergibt sich fast zwangsläufig ein enger Zusammenhang zwischen Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit und damit auch ein roter Faden zum Erfolg des Unternehmens (Quelle Feedbackstr)
Doch wie zufrieden sind die Mitarbeiter? Eine Mitarbeiterbefragung kann dabei Klarheit verschaffen. Längst hat sich, zumindest in größeren Unternehmen, die Mitarbeiterbefragung als ein Instrument erwiesen um die Mitarbeiterzufriedenheit darzustellen. Eine Befragung der Angestellten stößt naturgemäß schnell an Grenzen insbesondere bei Fragen, welche die Arbeitsplatzqualität, Führungsqualitäten der Unternehmensleitung oder Kritik an der Firma insgesamt betreffen. Nicht umsonst heißt es im Volksmund: „Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing.“ Nur in enger Zusammenarbeit mit einem Betriebsrat oder einer Personalvertretung lassen sich Ergebnisse in einer Mitarbeiterbefragung erzielen, die der Realität auch nahekommen. So ergibt sich für Befragungen folgende Reihenfolge der Vorgehensweise.

- Was soll die Befragung erreichen? (Definition des Zieles mit der Personalvertretung)
- Ausarbeitung eines anonymen Fragebogens unter Beachtung des Datenschutzes
- Organisation des Befragungsablaufes
- Befragung
- Auswertung der erfassten Ergebnisse
- Konsequenzen und Umsetzung der Ergebnisse

So kann eine Befragung der Mitarbeiter eines Betriebs der Unternehmensleitung Wege aufzeichnen, die die Zufriedenheit der Angestellten verbessern. Dabei gilt es, Einiges zu beachten. Ein Fragebogen zu erstellen, der alle relevanten Fragen beinhaltet ist nur ein Aspekt, der nicht ignoriert werden darf. Ein Fragebogen muss klar, logisch, so einfach wie möglich aufgebaut sein und muss konsequent auf Anonymität setzen. Den befragten Mitarbeitern muss der Zweck der Befragung klar sein und bereits im Vorfeld müssen die Auswertungsmechanismen transparent sein. So lässt sich eine hohe Rücklaufquote und damit präziserer Ergebnisse erreichen.

Dass die Mitarbeiterzufriedenheit ein wichtiger Gradmesser für den Erfolg eines Unternehmens ist, darf als Tatsache betrachtet werden, welche durch das moderne Human Ressource Management längst anerkannt worden ist. Wie eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit erreicht werden kann, bedarf deshalb einer Beantwortung. In regelmäßigen Zeitabständen durchgeführte Mitarbeiterbefragungen können dabei, neben der Entwicklung verschiedener Richtwerte und Maßstäbe, eine Vorgehensweise sein.
Das Ergebnis einer Befragung, darf sich natürlich nicht allein darin erschöpfen, Diagramme oder Schaubilder zu erstellen, sondern muss dazu führen, dass Konzeptionen auch Anwendung finden. An diese Maßnahmen kann eine Unternehmensleitung dabei denken:

- Schaffung von Bonussystemen
- Weiterbildungsmaßnahmen zur Leistungssteigerung
- Wertschätzung der Mitarbeitergesundheit
- Karriere- und Aufstiegschancen
- Jahresgespräche mit allen Mitarbeitern
- Entwicklung moderner Arbeitszeitmodelle

Gerade den modernen Arbeitszeitmodellen wird eine immer wichtigere Rolle bei der Mitarbeiterzufriedenheit zugeschrieben, um mit ihnen den Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht nur zu versprechen, sondern zu garantieren. Welche Maßnahmen dann für das Unternehmen die entscheidenden sind, ergibt sich aus dem Einzelfall. Das Unternehmen sollte jedoch stets dicht am Personal und nicht an ihm vorbei agieren.

Ohne hohe Mitarbeiterzufriedenheit kein Erfolg

Die Leistung der Mitarbeiter und der Erfolg einer Firma steigen proportional zur Mitarbeiterzufriedenheit und diese wiederum wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. So ist der allgemeine Umgangston mindestens genauso wichtig, wie ein angemessenes Gehalt oder die Möglichkeit auf der Karriereleiter aufzusteigen. Die Achtung der Mitarbeiter, die den Führungskräften entgegengebracht wird, steigt bei einem höheren Maß an Mitbestimmung ebenso, wie eine hohe Arbeitsplatzsicherheit und das Respektieren der familiären und persönlichen Verhältnisse des Angestellten durch das Unternehmen.
Zufriedene Mitarbeiter sind ein Garant für Kundenzufriedenheit und damit einem dauerhaften Erfolg und hohem Ansehen des Unternehmens.
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