Unbefristeter Streik in Kitas ab Montag

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(Foto: PR-Foto Köhring)

Auch bei Verdi ist die Urabstimmung beendet: Ab Montag werden die Kindertagesstätten unbefristet bestreikt. Daran werden sich laut Verdi rund 10.000 Beschäftigte landesweit teilnehmen.



Viele Kitas werden geschlossen bleiben. Auch in Einrichtungen der Jugend- und Familienhilfe, offenen Ganztagsschulen, Behinderteneinrichtungen und Sozialdiensten hat die Gewerkschaft ver.di zu Streiks aufgerufen. Schwerpunkte der Aktionen sind das Ruhrgebiet, das Rheinland und Ostwestfalen.

Die Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes hatten sich in einer Urabstimmung mit 93,44 Prozent für den Streik ausgesprochen. In etlichen Einrichtungen in NRW haben sich 100 Prozent der Mitglieder für unbefristete Streiks ausgesprochen. Vorher waren fünf Verhandlungsrunden mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und bundesweite Warnstreiks ohne ein Angebot für die 240.000 Beschäftigten geblieben.

Die Gewerkschaft fordert eine Aufwertung der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst durch eine neue Eingruppierung. Dies würde eine durchschnittliche Lohnerhöhung von zehn Prozent bedeuten. ver.di verhandelt gemeinsam mit der GEW und dem dbb. Bei letzterer sprachen sich 95 Prozent der Beschäftigten für den Streik aus.

Die betroffenen Kita-Eltern wurden bereits über die Streiks und ihre Rechte gegenüber den kommunalen Trägern und den jeweiligen Arbeitgebern informiert. In besonders hart betroffenen Städten und Gemeinden will ver.di mit den zuständigen Verwaltungen für die Einrichtung von einzelnen Notgruppen sorgen. ver.di-Landesleiterin Gabriele Schmidt appellierte an die Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen, den Beschäftigten zu ermöglichen, in Ausnahmefällen das Kind zur Arbeit mitzubringen, sofern dies machbar sei.

Der unbefristete Streik könne noch abgewendet werden, wenn es vorher eine Einigung gibt. „Wir diskutieren nicht, ob es eine Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe gibt, sondern wann sie durch den unbefristeten Streik endlich Realität wird“, so die ver.di-Landesleiterin.

Sobald die Stadt Mülheim bekannt gibt, wo es Notgruppen gibt, werden wir über den Lokalkompass informieren.
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