Wimmen

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Bis heute Morgen war das dämlichste englische Wort für mich immer „wimmen“. Ich habe mich schon in der Schule standhaft geweigert, „women“ so auszusprechen. Ich lasse mir doch nicht von einem dahergelaufenen Englischlehrer ein i für ein o vormachen!


Irgendwo sind ja auch Grenzen bei der Anglophilie. Gerade hat man das o noch als a in „mother“ ausgesprochen und anschließend noch dieses entsetzliche, immer etwas zu feuchte „th“ ausgestoßen, und jetzt auch noch wimmen! Ich habe den Anglogogen dann immer genervt, indem ich das o in for als ö interpretiert habe. So war by me im Laufe der Zeit ein personalisiertes Englisch entstanden, mit dem ich mich in Köln prima verständigen konnte.

Aber das nur am Rande. Was ich damals mangels Internet nicht wusste, ist, dass „woman“ mitnichten von man=Mann abgeleitet ist. Die linguistische Gleichstellungsbeauftragte mag also ruhig weiter stricken.

Im Altenglisch bezeichnet „man“ nur den Menschen schlechthin, lese ich. Und was noch viel wichtiger ist: „Zur Bezeichnung von Mann und Frau dienten die beiden Wörter "wer" und "wif"(aha, da haben wir ja das i). Aus wifman, was so viel wie "weibliches menschliches Wesen" bedeutete, wurde schriftlich irgendwie "woman" und „women“.

Aber warum das i nur im Plural gesprochen wird? - Typisch Englisch!
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Franziskus Firla aus Mülheim an der Ruhr | 27.01.2017 | 23:46  
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 28.01.2017 | 03:08  
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 28.01.2017 | 03:09  
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 28.01.2017 | 09:54  
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Franziskus Firla aus Mülheim an der Ruhr | 28.01.2017 | 10:05  
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Elmar Begerau aus Kamp-Lintfort | 28.01.2017 | 10:34  
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Theo Grunden aus Hamminkeln | 13.02.2017 | 08:50  
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 03.04.2017 | 02:13  
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