Von null auf Englisch: der Fireside-Chat in der Foxchool

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Bis zu 20 Freunde der gepflegten englischen Unterhaltung treffen sich zweimal im Monat in der Foxchool. (Foto: Joshua Belack)
 
Annika Benner-Dey (Foto: Joshua Belack)
„How old ist your daughter?“, „Which insurances do you have?“, „Maybe we can go to the new musical!?“ - Sie verstehen nur Englisch? Dann haben die Teilnehmer des Englisch-Gesprächsabends alles richtig gemacht. Zweimal im Monat, genauer an jedem zweiten und vierten Mittwoch ab 19 Uhr, treffen sich Freunde der Weltsprache in der alten Villa der Foxchool an der Duisburger Straße 401, um sich auf Englisch über Gott und die Welt auszutauschen. Die Idee zu dem „Fireside Chat“ hatte André Fox.

„Es gibt viele ‚englische Runden‘ dieser Art, die meisten finden jedoch in Restaurants statt.“ Und genau da, findet der Inhaber des Sprachinstituts, liegt der Haken. „Die Situation, wenn am Nebentisch Deutsch gesprochen wird, wir uns aber auf Englisch unterhalten, ist nicht optimal.“ Im Gegenteil: Sie sei eher komisch. Aus diesem Grund bietet der gebürtige Engländer seinen offenen Gesprächsabend im eigenen Kaminzimmer an. Angesprochen sind alle, nicht nur Schüler des Instituts, die Lust haben, „einfach auf Englisch zu sprechen“.
So wie Marianne Canzler. „Ich bin durch die Zeitung auf den Fireside Chat aufmerksam geworden.“ Und hat die Chance direkt genutzt und sich angemeldet. „Ich wollte schon immer gern mein Englisch auffrischen“, so die 60-Jährige. Mit den Alternativen war sie bisher jedoch nie zufrieden. „Zu langweilig.“ Von dem Gesprächsabend dagegen ist sie begeistert. „Ich wollte eigentlich immer nur reden. Hier habe ich eine gute Gelegenheit. Die Fortschritte sind enorm.“ Und nette Leute, lächelt sie in die Runde, habe sie auch kennengelernt.
Darunter zum Beispiel Annika Benner-Dey. Die 37-jährige Lehrerin für Englisch und Geschichte an einem Weiterbildungsinstitut in Düsseldorf hat von einer Freundin von dem Gesprächsabend erfahren und ist nun zum dritten Mal dabei. „Die Atmosphäre ist gut, die Unterhaltungen sind interessant. Man kann einfach mal Englisch brabbeln.“

"Typical German things" - Typisch deutsch

Und die Themen? Sind immer andere. Während die einen über „typical German things“, also typische deutsche Phänomene wie „Es zieht“ oder das Anstoßen diskutieren - „in England sagt man nur ‚Prost‘, und dann wird getrunken“, weiß Annika Benner-Dey, quatschen die anderen über ihre Kinder, Versicherungen, Musicals oder reifen die Idee eines gemeinsamen Karaoke-Abends aus. Von Muttersprachler André Fox korrigiert wird an diesen Abenden keiner, wenn Grammatik oder Wortwahl nicht stimmen. Das übernehmen die Teilnehmer zum einen selbst, zum anderen „wird nicht unterrichtet“, begründet der Inhaber. Und auch, wenn doch hin und wieder mal ein Satz auf Deutsch fällt, ist keiner böse. Sondern übersetzt schnell.
Wer Lust auf einen Austausch in englischer Sprache bekommen hat: Der Fireside Chat findet am 22. Mai, 12. und 26. Juni sowie am 10. und 24. Juli statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine Voranmeldung unter Tel. 88 37 67 56 oder per E-Mail an info@foxchool.de wird gebeten.

In Planung: eine "Mülheim Literature Society"

Außerdem: Gemeinsam mit Annika Benner-Dey plant André Fox die Gründung einer „Mülheim Literature Society“, einer Reihe zur englischen Literatur. Derzeit befindet sie sich noch im Aufbau. „Es soll eine offene Runde für alle werden, allerdings kostenpflichtig“, verraten die Initiatoren.
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