7:6 für Kroatien! Kicker-EM erst durch Golden Goal entschieden

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Alle Teilnehmer der Kicker-EM mit Gregor Hampen (MW) und Frank Hötzel (Sparkasse). Fotos: PR-Foto Köhring/SM
 
Gewinner Team: Kroatien mit Tim Butschek, Christopher Theile, Ingo Faust. Fotos: PR-Foto Köhring/SM

Was für ein Finale! Sollte das Endspiel der Fußball-Europameisterschaft ähnlich spannend werden wie das der Kicker-EM, dürfen sich die Fans aus ganz Europa auf ein Spektakel freuen. Erst in der Verlängerung wurde das von der Mülheimer Woche, der Sparkasse und Radio Mülheim ausgetragene Turnier entschieden. Mit 7:6 setzte sich das Team Kroatien am Ende durch und machte die Double-Hoffnungen des Weltmeister zunichte.


Aber der Reihe nach: Die besten acht Mannschaften aus den beiden Qualifikationsturnieren trafen sich in der Geschäftsstelle der Mülheimer Woche zur finalen Torejagd. Losfee Eileen Gudermann aus dem Team Frankreich zog die zwei Gruppen und verteilte die Vorrundensieger Portugal, Deutschland, Türkei und Kroatien fair auf beide Gruppen.

Schnell kristallisierten sich die Top-Favoriten auf den EM-Titel heraus. Frankreich und Portugal starteten in der Gruppe A mit jeweils zwei Siegen und warfen Ungarn und Deutschland bereits raus. Im Endspiel um den Gruppensieg reichte dem nach Toren besseren Team Portugal, seines Zeichens Gewinner der Kicker-WM 2014, ein Unentschieden. Als der Weltmeister mit 2:1 in Führung ging, war die Entscheidung gefallen. Der 2:2-Ausgleich nützte Frankreich letzten Endes nichts mehr, sorgte aber wie schon in der Qualifikationsrunde für ein Remis zwischen diesen beiden Teams. „Das ist nichts mehr für mein Alter“, lachte einer der Portugiesen. Die Spannung stieg.

In der Parallelgruppe war es das Team Kroatien, das mit zwei Siegen startete – und das obwohl Ingo Faust, Christopher Theile und Tim Butscheck nur zu dritt gegenüber den anderen Viererteams angetreten waren. In der letzten Runde hätte das Trio nur noch vom Team Tschechien abgefangen werden können, aber mit einem 7:4-Sieg schoss sich Kroatien ins Endspiel. Dies eröffnete gleichzeitig dem Team Türkei noch den Einzug in das kleine Finale um den dritten Platz. Ein Sieg mit mindestens drei Toren Vorsprung musste her. Nach einem 2:3-Rückstand lagen Baris Topal & Co. kurzzeitig auch mit 6:3 in Führung, doch spätestens beim 6:5 war der Zug abgefahren.

Immerhin holte sich die Türkei später den fünften Gesamtrang durch einen 7:6-Erfolg im Platzierungsspiel über Ungarn. Vorher hatte sich die Slowakei im Spiel um Platz sieben mit 5:4 gegen Deutschland durchgesetzt. Ein Hin und Her erlebten die Zuschauer im Duell um die Bronzemedaille, welches Tschechien mit 7:6 (3:3) für sich entschied. Es war die erste Partie, die über zwei Halbzeiten und mit Seitenwechsel ausgetragen wurde. „Es hat echt super viel Spaß gemacht, vor allem weil alle echt fair gespielt haben“, meinte Claus Kiel aus dem Team Tschechien.

Spannendes Finale geht in die Verlängerung


Dann wurde es plötzlich ganz still in der Geschäftsstelle. Gebannt verfolgten die anderen Mannschaften und einige Zuschauer das Finale zwischen Portugal und Kroatien. Lange hieß es 0:0, ehe Kroatien einen Doppelschlag landete. Damit aber noch nicht genug: Bis zur Pause zog das Team sogar bis auf 5:0 davon. Portugal kam in der Offensive nicht zum Zug. Noch nicht. Denn nach dem Seitenwechsel blies der Weltmeister zur Aufholjagd. Spätestens nach dem 3:5 drei Minuten vor dem Ende war richtig Stimmung in der Bude. Das 6:3 für Kroatien bewerteten Viele als Vorentscheidung. Von wegen! Gut 90 Sekunden vor dem Ende gelang den Portugiesen der 6:6-Ausgleich!

In der restlichen Spielzeit fiel kein Treffer mehr. Verlängerung! Golden Goal! Eine Minute und 15 Sekunden waren in der Extra-Spielzeit ’rum, als sich Kroatien mit dem 7:6 zum Sieger machte. „Ein Golden Goal ist natürlich Glückssache“, meinte Thomas Kapitzke, der mit seinem Team Portugal das Double als WM und EM verpasste. „Das Niveau im Vergleich zum letzten Mal hat aber deutlich zugelegt“, sagte er.

Dass sein Team am Ende ganz vorne landen würde, war für Tim Butscheck überhaupt nicht abzusehen. „An so einem Tisch ist alles möglich“, sagte er. Neben dem Pokal und dem Hauptpreis freute sich der „Kroate“ aber vor allem über die Atmosphäre bei den Spielen. „Richtige Kicker-Turniere finden oft ohne Lachen statt. Hier trifft man viele Bekannte, die einfach entspannt drauf sind.“ In zwei Jahren, bei der nächsten WM, wird sein Team zu den Gejagten gehören.

Hintergrund


>> Ein Kicker-Turnier riefen die Mülheimer Woche, die Sparkasse und Radio Mülheim erstmals anlässlich der Weltmeisterschaft 2014 ins Leben. Die Kicker-EM ist die zweite Veranstaltung dieser Form. Die große Resonanz - das Teilnehmerfeld wurde von ursprünglich 16 auf 20 Teams erhöht - spricht für eine Neuauflage zur WM 2018 in Russland
>> Die Sieger freuten sich über VIP-Karten für ein Heimspiel des FC Schalke 04 in der Hinrunde der kommenden Saison inklusive Zugangsberechtigungen zum Eventbereich „Schalker Markt“ mit Tischreservierung, Catering sowie Plätzen im Unterrang direkt hinter der Schalker Bank. Der Preis, gesponsert von der Sparkasse Mülheim, hat einen stolzen Gesamtwert von 600 Euro. Für die Plätze zwei und drei gab es Medaillen, ab Platz vier Teilnehmerurkunden.

Fotos: PR-Foto Köhring/SM
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