Badminton-Highlight in innogy-Sporthalle

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Raphael Beck und Carla Nelte wurden von den Zuschauern mit stehenden Ovationen gefeiert. (Foto: Claudia Pauli)

Die YONEX German Open 2017 haben einen supertollen Start hingelegt. Gleich am ersten Veranstaltungstag strömten die Zuschauer in die innogy-Sporthalle. Und es sollte sich täglich steigern.

Kein Wunder geben sich doch die Stars der Badmintonszene sozusagen die Schläger in die Hand. Olympiasieger, Welt-, Europa- und natürlich Deutsche Meister sind oder waren bei der 60. Auflage der Internationalen Deutschen Badminton Meisterschaften, den YONEX German Open 2017 mit dabei. Seit 2005, nun also zum 13. Mal in ununterbrochener Folge, findet dieses mit 120.000 US-Dollar ausgestattete Turnier in Mülheim statt. Aus sportlicher Sicht gab es auch für die deutschen Aktiven erfreuliche Ergebnisse. Bis ins Viertelfinale drangen sie vor.

Lob vom Bundestrainer

Die Veranstalter und die vielen, vielen ehrenamtlichen Helfer haben wieder einmal einen guten Job gemacht. Die Halle präsentiert sich wie immer in ein hervorragendes Outfit. Bundestrainer Detlef Poste hatte für so viel Engagement viel Lob übrig: „Das ist schon mehr als normal, was hier auf die Beine gestellt wird.“ Da wollten die Aktiven nicht nachstehen. Sie zeigten exzellenten Badmintonsport. Erfreulich aus lokaler Sicht, Alexander Roovers. Der für den 1. BV Mülheim aufschlagende Bundesligaspieler gewann sein Spiel in der Qualifikation und rutschte in das handverlesene 64er Herreneinzel-Feld. In drei hart umkämpften Sätzen gewann er mit 12:21/22:20/21:17 gegen den Ukrainer Valery Atrashchenko. Der Gegner im Hauptfeld kam ebenfalls aus der Qualifikation. Simon Wang tritt für den BC Bischmisheim in der Bundesliga an. Detlef Poste meinte vor dem Match: „Ich sehe Alex hier sogar als leichten Favorit.“ Die Einschätzung von Poste konnte Roovers nicht ganz erfüllen. In drei Sätzen musste sich Roovers aus dem Turnier verabschieden. Nach spannenden 70 Minuten hatte er mit 27:25/16:21/15:21 das Nachsehen.

Zwiebler erkrankt

Ins Achtelfinale wollte Deutschlands Hoffnung Marc Zwiebler. Allein eine fiebrige Erkältung zwang ihn, sehr zu seinem und dem Leid der ihn eifrig unterstützenden Fans, zur Aufgabe im 2. Satz gegen den Dänen Kim Bruun. Der Sprung ins Achtelfinale gelang jedoch dem frisch gebackenem Deutschen Meister Fabian Roth vom TV Refrath. Mit 21:16/21:17 setzte er sich gegen den Finnen Henri Hurskainen durch. Im Achtelfinale spielte Roth gegen den Japaner Takuma Ueda. Nach einer Spielzeit von 57 Minuten und einem 21:10, 19:21, 16:21 musste der 21 Jahre alte Deutsche Meister dem Japaner Takuma Ueda (Weltranglistenplatz 44) zum Weiterkommen gratulieren. „Das war eine gute Chance, ins Viertelfinale einzuziehen. Ich werde das Spiel in den nächsten Tagen analysieren und im nächsten Jahr zurückkommen und es wieder versuchen“, sagte der U19-Europameister von 2013, der sich bereits auf Rang 55 der Weltrangliste vorgearbeitet hat, unmittelbar nach der verlorenen Partie enttäuscht.

Überraschung im Achtelfinale

Für eine große Überraschung, für ihn allerdings negativer Natur, sorgte im Achtelfinalspiele der zweimalige Olympiasieger und fünfmalige Weltmeister Lin Dan: Der an Nummer drei gesetzte Weltranglistensechste aus China unterlag dem Dänen Emil Holst (Weltranglistenpatz 40) mit 10:21, 16:21.
Bei den YONEX German Open Badminton Championships 2017 wurden am Freitag zwei Viertelfinalspiele mit deutscher Beteiligung ausgetragen. Dabei hatte Rio-Fahrerin Carla Nelte (TV Refrath) eine doppelte Chance auf den Einzug in die Vorschlussrunde.
Am heutigen Samstag beginnen ab 14 Uhr die Halbfinalpaarungen. Gespielt wird auf zwei Feldern. Die Finalspiele stehen für Sonntag, dem 5. März auf dem Programm. Da geht es dann nur noch auf dem Center-Court um Sieg, Preisgeld und Pokale. Die ersten Federbälle fliegen dann ab 12 Uhr durch die innogy-Sporthalle.
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