Galopp Mülheim: Rennverein schließt Geschäftsjahr mit kleinem Gewinn ab

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Freuen sich auf den Saisonstart am 3. April auf der Galopprennbahn am Mülheimer Raffelberg: Rennvereins-Präsident Hans-Martin Schlebusch, Sekretärin Susanne Adinolfi sowie die weiteren Präsidiumsmitglieder Gerd Wesemann und Dirk von Mitzlaff (von links). (Foto: Foto: privat)

Der Galopprennverein Mülheim-Raffelberg (MRR) hält an seinem Konsolidierungskurs fest. Wie das Präsidium um Hans-Martin Schlebusch auf der Mitgliederversammlung im Golfclub bekannt gab, schloss der Rennverein trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten das Geschäftsjahr 2014 mit einem kleinen Gewinn von rund 2.000 Euro ab.

„Ein ähnlich positives Ergebnis ist auch für 2015 zu erwarten“, kündigte der für die Finanzen zuständige Vize-Präsident Ralf Schmitz an. Der geprüfte Abschluss werde allerdings erst im Laufe des Jahres vorliegen.

„Der Rennverein konnte erneut sämtlichen Verpflichtungen nachkommen und auch die vereinbarten Darlehensrückzahlungen leisten“, so Schmitz, der nicht ohne Stolz betonte: „Innerhalb der letzten sieben bis acht Jahre hat der Rennverein nicht nur kostendeckend gearbeitet, sondern auch seine Verbindlichkeiten von 1,7 auf etwas über 1,4 Millionen Euro abgebaut.“ Diese Entwicklung soll in den nächsten Jahren fortgesetzt werden. Eine entsprechende langfristige Vereinbarung wurde mit dem Hauptgläubiger Sparkasse getroffen.

Die gewählten Kassenprüfer bestätigten der Versammlung die ordnungsgemäße Führung der Geschäftsbücher. Das Präsidium, dem seit März 2015 neben Präsident Schlebusch und Finanz-Chef Schmitz auch Dirk von Mitzlaff und Gerd Wesemann angehören, wurde denn auch - ebenso wie das Vorgängergremium - mit großer Mehrheit entlastet. Neuwahlen stehen erst 2018 wieder auf der Tagesordnung.

Hans-Martin Schlebusch ließ die Saison 2015 mit drei gelungenen Renntagen am Raffelberg sowie die Erfolge der sechs in Mülheim ansässigen Galopper-Trainer noch einmal Revue passieren. So verzeichneten Yasmin Almenräder, Julia Römich, Doris Ursula Smith, Bruce Hellier, Jens Hirschberger und William Mongil mit ihren Pferden im letzten Jahr insgesamt 71 Siege im In- und Ausland. "In Mülheim trainierte Pferde waren unter anderem auch in Frankreich, Belgien, Italien und sogar in Dubai erfolgreich. Das kann sich wahrlich sehen lassen", lobte der ehemalige Landtagsabgeordnete Schlebusch.

Ebenfalls erfreulich für den Rennverein: Statt drei stehen in diesem Jahr immerhin vier Veranstaltungen auf der beliebten Familienrennbahn in Mülheim auf dem Programm. So konnte für den Auftaktrenntag am Sonntag, 3. April, (geplanter Beginn um 13.30 Uhr) mit den "Volmer Betonwerken" (Duisburg) auch ein neuer Sponsor gewonnen werden.

Bei den drei weiteren Renntagen am 23. April, 21. Mai und 16. Juli (jeweils samstags ab 12 Uhr) ist dann der französische Wettanbieter PMU mit an Bord. Das Unternehmen aus dem Nachbarland finanziert dabei jeweils vier von geplanten sieben bis acht Rennen, greift dem MRR damit unter die Arme. Im Gegenzug überträgt die PMU die Mülheimer Galopprennen nach Frankreich, wo sie bewettet werden können. Während am 21. Mai der schon traditionelle Sparkassen-Renntag am Raffelberg über die Bühne geht, ist der Vorstand für die beiden anderen Termine noch auf Sponsorensuche.

Bereits angelaufen sind auf der Rennbahn umfassende Renovierungsarbeiten, um sich nach der langen Winterpause rechtzeitig zum ersten Renntag von der besten Seite zeigen zu können. Unter Federführung von Gerd Wesemann arbeitet der Rennverein dabei eng mit den ansässigen Trainern zusammen. „Wir haben einen Maßnahmenkatalog aufgestellt, der jetzt nach und nach abgearbeitet wird“, so Wesemann. Die zusätzlichen Arbeiten lässt sich der Rennverein rund 10.000 Euro kosten.

Dirk von Mitzlaff kündigte - vor dem Hintergrund der beschränkten personellen Mittel des Rennvereins - allerdings auch eine noch stärkere Einbeziehung der Trainer und deren Mitarbeiter in die Pflege der von ihnen genutzten Anlagen des Rennvereins an. Dazu soll ein Koordinationsteam aus Vorstand und Vertretern der Trainer kurzfristig seine Arbeit aufnehmen. Auch aus der Mitgliedschaft kam das Angebot einer aktiven Beteiligung bei der Vorbereitung des ersten Renntages.

Wie Präsident Hans-Martin Schlebusch mitteilte, wird der Rennverein für September oder Oktober eine weitere Versammlung einberufen. Dabei sollen die Mitglieder unter anderem über den Verlauf der Saison 2016 und den Ausblick auf das nächste Jahr informiert werden.
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