Johanna Schimanski wird Europameisterin

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Junioreneuropameister im K4 über 500 Meter: Stine Noack, Johanna Schimanski, Cassandra Jhonson und Josefine Landt (Foto: Schim)
 
Auf dem Siegerpodest (Foto: Schim)

Mit einem Paukenschlag aus Mülheimer Sicht endeten die Junioreneuropameisterschaften im Kanurennsport in Belgrad. Als Mitglied des deutschen Vierers über 500 Meter wurde die für den Mülheimer KV startende Johanna Schimanski Europameisterin!

Johanna war vom Nationaltrainer für drei Boote gemeldet worden, neben dem K4 über 500 Meter saß sie noch im K2 über 500 und 1000 Meter.
Am Donnerstag standen zunächst die Vorläufe auf dem Programm. Im K 2 über 1000 Meter ging Johanna mit Cassandra Jhonson vom WSV Sandhofen an den Start. Da die beiden jungen Damen unbedingt den Kräfte zehrenden Zwischenlauf vermeiden wollten, war das Ziel in diesem Lauf der dritte Rang, der einen direkten Startplatz im Finale bedeutet. Es wurde ein spannendes Rennen, in dem die Schweizerinnen den Deutschen mächtig zusetzte. Im Ziel wurde für das deutsche Boot auf Platz drei eine Zeit von 3:53:524 Minuten gemessen, vier Hundertstel vor der Schweiz. Die erste Finalteilnahme war gesichert.
Am frühen Nachmittag stand der Vorlauf im K2 über 500 Meter auf dem Plan. Trotz starker Leistung stand am Ende Platz 4, was den Sprung in den Zwischenlauf bedeutet.
Nur eine knappe Stunde später startete der deutsche K4 über 500 Meter in seinen Vorlauf. Johanna Schimanski, Stine Noack von Blau-Weiß Wusterwitz, Josefina Landt vom SC Neubrandenburg und Cassandra Johnson mussten zwar die favorisierten Boote aus Ungarn und Polen vorbeiziehen lassen, konnten aber das Boot aus Portugal mit zwei Sekunden auf sichern Abstand halten. Damit war die direkte Finalteilnahme gesichert.
Am Freitag erreichte das Duo Schimanski/ Jhonson im K2 über 500 Meter im Zwischenlauf den 2. Platz und standen somit auch in dieser Disziplin im Finale.
Die Finalläufe am Sonntag fanden dann bei tropischer Hitze beinahe im Stundentakt statt. Um 10:30 Uhr fiel der Startschuss über die 1000 Meter. Johanna und Cassandra fuhren beinahe vier Sekunden schneller als im Vorlauf und kamen als respektabler Siebter ins Ziel.
Bereits dreißig Minuten später mussten die beiden jungen Damen wieder aufs Wasser. Auf der ungünstigen Bahn 1 fuhren die beiden ein ganz starkes Rennen und freuten sich am Ende über einen weiteren siebten Rang.

1. Platz über 500 Meter

Um 12:10 Uhr wurde dann das Rennen im K4 über 500 Meter gestartet. Der deutsche Vierer auf der Außenbahn 2 kam traumhaft aus dem Start und führte das Feld an. Und diesem Vorsprung ließen sich die jungen Damen nicht mehr nehmen. Sie konnten jede Attacke der favorisierten Boote aus Polen und Ungarn kontern. Im Ziel bleib die Uhr bei 1:38:856 Minuten stehen, das bedeutet den Europameistertitel mit einem Vorsprung von 5 hundertstel Sekunden auf Polen!
Der Jubel im deutschen Lager war natürlich riesengroß, zumal diese Medaille die einzige für das deutsche Team war.

Toller Empfang am MKV

Am Montag wurde Johanna am heimischen MKV enthusiastisch begrüßt. Sie ist die erste Kanurennsportlerin des MKV seit sieben Jahren, die wieder einen Europameistertitel an die Mendener Straße holt. Zuletzt war dies im Jahr 2010 Matthias Krost in Moskau gelungen, der damals allerdings als MKV Mitglied für die KG Essen an den Start gegangen war.
Trainerin Irene Pepinghege war von den gezeigten Leistungen begeistert. “Ich wusste, dass Johanna sehr gut trainiert hatte. Aber mit dem Titel hatte ich nicht gerechnet“. Irene Pepinghege hofft nun, dass der Europameistertitel für die anderen Kanurennsportler Ansporn ist, noch intensiver zu trainieren.
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