Kommentar: Peitscheneinsatz bei Galopprennen

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Sind Tiere eine Sache? Oder sind Tiere Lebewesen?


Viele Bürger denken, dass Tiere juristisch als Sache angesehen werden, doch das ist nicht ganz richtig. Das Tier stellt ein juristisches Zwitterwesen dar, dessen Rechte sowohl im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) als auch im Tierschutzgesetz geregelt zu sein scheinen.



Juristisch betrachtet: Tiere sind manchmal Sachen, manchmal Mitgeschöpfe
Kompliziert ist, dass im § 90a des BGB folgendes steht:
„Tiere sind keine Sachen“.
Sie werden jedoch in bestimmten Fällen so behandelt, als wären sie welche:

Stehle ich zum Beispiel das Kaninchen eines Nachbarkindes, dann habe ich eine "Sache" entwendet. Quäle ich das gestohlene Kaninchen, dann fällt dieses Vergehen unter das Tierschutzgesetz §1, und das lautet, dass „niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen darf“. Theoretisch kann das "Tiere quälen" hart bestraft werden. Praktisch sieht es oft anders aus: Täter kommen fast immer ohne Prozesse und Strafen davon.

Ein Anwalt für Tierrecht meint, dass Tiere als "Mitgeschöpfe" in einer Position zwischen Sache und Mensch angesehen werden können - aber juristisch nicht immer so angesehen werden.

Sind Peitschenschläge für Pferde nur eine "Berührungshilfe"?


Schon ein Insektenstich lässt ein Pferd galoppieren
Wer sich mit Pferden ein bißchen auskennt, der weiß, wie empfindlich diese großen Tiere auf den Stich eines Insekts in die empfindliche Pferdehaut reagieren können: Selbst ruhige Tiere können dann zum Rennpferd werden.
Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen darüber, dass diese Peitschenschläge auf Pferdeflanken keine harmlosen "Berührungshilfen" für die Tiere sind, sondern schmerzhaftes Leiden.

Mit Peitsche auf die Zielgerade

Wer schon einmal nahe am Zieleinlauf eines Galopprennens gestanden hat, der weiß, wie manche Pferde auf den letzten Metern mit knallenden Peitschenschlägen getrieben werden.
Wer zählt da schon 5 genehmigte Schläge pro Pferd und Rennen? Niemand...
Jeder einzelne Schlag ist zu viel - ob es 3, 4 oder 15 Hiebe sind.

Mathatma Ghandi sagte:
„Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt“.
Da haben wir als Nation noch eine ganze Menge zu lernen: Unsere Mitgeschöpfe zu schützen vor unserer Menschengewalt.
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