Löwen-Sticker: der 1. FC Mülheim präsentiert ein Sammelalbum

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Die Sammelleidenschaft für Fußballsticker wird von Generation zu Generation vererbt. Tauschbörsen sind stets gut besucht. Früher hieß es "Drei Beckenbauer gegen einen Dietz", heute eher "Einen Aubameyang für zwei Lewandowski". Foto: Archiv

Wer hat in seiner Jugend keine Fußballsticker gesammelt? Der Name "Panini" sorgt in diesem Zusammenhang noch in vielen Ohren für Wohlklang.

Seit der Bundesligasaison 1978/79 und bis zum Jahre 2008 gab der Verlag jedes Jahr ein Bundesliga-Sammelalbum und die dazugehörigen Bildchen heraus. Auch heute gibt es sie, nun von einem anderen Anbieter. Bereits seit 1970 gab es die bunten Blättchen zu den jeweiligen Weltmeisterschaften. Der Absatz von Alben und Bildern seither hat die Milliardengrenze weltweit längst überschritten. Drei Beckenbauer gegen einen Dietz - auch der Tauschhandel floriert seit Jahrzehnten.
Der Kult um die Klebebilder hat nun auch den 1. FC Mülheim erreicht. Beim Styrumer Verein gehen nun Kindheitsträume in Erfüllung. Der Club präsentiert jetzt sein eigenes Sticker-Album mit allen Teams, Verantwortlichen und wichtigen Persönlichkeiten. Am Samstag, 20. Januar, fällt der Startschuss zum Sammelfieber im Zeichen des Styrumer Vereins. Um 12 Uhr beginnt das Sticker-Projekt im Edeka-Markt Paschmann, Mannesmannallee 31. Mehr als 300 Sticker sind produziert und zeigen die Menschen des Vereins auf eine sehenswerte Art und Weise.
Aktuell dümpelt die erste Mannschaft des FC auf einem Abstiegsplatz in der Bezirksliga herum, von den besseren Zeiten sind die Löwen derzeit weit entfernt. Zweimal wurde man Niederrheinmeister (1953 und 1972), spielte ab 1972 insgesamt vier Jahre lang auf Zweitliga-Niveau. Bis 1974 in der damals zweitklassigen Regionalliga und anschließend bis 1976 in der 1974 gegründeten 2. Liga Nord. In den beiden Nord-Spielzeiten konnte etwa Borussia Dortmund im Ruhrstadion nicht gewinnen. In fünf Spielen stand gar Ex-Nationaltorwart Manfred Manglitz zwischen den Mülheimer Pfosten.
Der Styrumer Glanz von einst ist längst verblasst - mit der Sticker-Aktion wird er nun wieder ein wenig aufpoliert.
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