Michelle erst im Finale gestoppt!

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Marietta Hatari, Abi Guettari, Michael Schürmann, Michelle Hatari, Frank Nierhaus
 
Sieg im Viertelfinale!
Mülheim an der Ruhr: RWE-Sporthalle | Vom 12. Bis 15. Oktober war der Boxverband Mecklenburg-Vorpommern Ausrichter der 14. Deutschen Meisterschaften der Frauen, weiblichen Jugend und der Juniorinnen.

Stattfanden sie in der Mehrzweckhalle in der Gemeinde Dorf Mecklenburg, welche eine gute Veranstaltungsstätte für dieses Event war.

Knapp 100 Meldungen waren vorhanden und knapp 80 Kämpfe waren erforderlich, um die jeweiligen Meisterinnen in ihren Alters- und Gewichtsklassen am Ende zu ermitteln.

Mit dabei war auch die junge Dümptenerin Michelle Hatari, die die Farben des Landes Nordrhein-Westfalen bei den Juniorinnen im Leichtgewicht (bis 57 kg) vertrat und sie hatte sich einiges vorgenommen.

Nach dem das „Setzen und Losen“ am Mittwoch, dem 12.10.2016, beendet war, waren die Dümptener alles andere als begeistert.

Sie hatte die schwersten „Aufgaben“ auf einen möglichen Weg ins Finale gezogen und am Donnerstag, dem 13.10.2016, wartete mit Elisa Rohde vom Boxclub Frankfurt (Oder) bereits eine Medaillenaspirant im Viertelfinale auf sie.

Die Brandenburgerin hatte bereits bei den letztjährigen deutschen Meisterschaften Bronze gewonnen und ist seit zwei Jahren amtierende Landesmeisterin Brandenburgs.

Doch von Nervosität war Michelle nichts anzumerken, von Beginn der ersten Runde an bestimmte sie das Geschehen und übte erheblichen Druck auf ihre Kontrahentin aus.

Immer wieder stoppte sie mit guten Dreier-Kombinationen die Angriffe ihrer Kontrahentin, knackte ihre Defensive und arbeitete sich so auf den Punktezetteln der Ringrichter stetig nach vorne. Sie schaffte es das Tempo und Ihre Leistung über drei Runden Aufrecht zu halten, gewann alle drei Runden und zog somit in das Halbfinale am Freitag, dem 14.10.2016, ein.

Hier kam es dann auf ein Zusammentreffen mit Chantal Lohmeier vom SV Boxring Bernburg, seit zwei Jahren Landesmeisterin von Sachsen-Anhalt und sie konnte ebenfalls bei den deutschen Meisterschaften im letzten Jahr eine Bronzemedaille gewinnen.

Aber Michelle bahnte sich ihren Weg ins Finale und lieferte erneut eine richtig starke Leistung ab. Sie bestimmte vom Gongschlag zu ersten Runde erneut das Tempo, dominierte alle drei Runden durch sehenswerte Kombination der Führungs- und der Schlaghand, gefiel durch kluge Meidbewegungen und Konter.

Damit räumte sie die zweite Medaillenaspirantin aus dem Feld und das bedeutete Finale!

Hier traf sie dann am Samstag, dem 15.10.2016 auf die amtierende deutsche Meisterin Emily Mauermann vom Roßweiner SV, welche der Nationalstaffel angehört und im letzten Jahr an den Europameisterschaften teilnahm.

Im Finale spielte der 16-Jährigen dann aber die Anspannung einen Streich. Die erste Runde im Duell gegen die Roßweinerin musste die Dümptenerin abgeben. Erst Mitte der zweiten Runde fand sie wieder zu ihrem gewohnten Rhythmus und drückte dem Kampf ihren Stempel auf.

Den dritten Durchgang konnte sie dann deutlich für sich entscheiden, doch es reichte unter dem Strich nicht mehr zum Sieg und sie musste sich Emily Mauermann knapp geschlagen geben.

Mit einer wirklich starken Turnierleistung und der Silbermedaille der deutschen Vize-Meisterin im Gepäck traten die Dümptener die Heimreise an. Michelle hat gezeigt, dass sie zur absoluten deutschen Spitze in Ihrer Gewichtsklasse gehört.

Da verwunderte dann auch die Einladung des Bundestrainers zu einer Kadersichtung im Dezember am Olympiastützpunkt in Köln nicht, der eine gerechte Belohnung für ihre tolle Leistung war.

Riesig war auch, dass das Dümptener Talent zusätzliche Unterstützung durch die extra für das Finale angereisten Heimtrainer Abi Guettari und Vereinsarzt Dr. med. Michael Schürmann erhielt.
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