Mitkegler gesucht

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Das sind sie, die Kegler vom BSV Mannesmann. Von links Klaus Flemig, Friedel Grundmann; Vorne Wolfgang Klasen, Dietmar Dorrenbach, Peter Stöpke.
 
Die Kegler vom BSV Mannesmann auf ihrer Bahn in Styrum.

Um gleich zu Beginn mit der altherkömmlichen Meinung und dem Vorurteil der meisten Leute aufzuräumen: Kegeln ist eine Präzisionssportart. Und hat nichts, aber auch gar nichts mit dem „gemütlichen und geselligem Kegelabend vom Kegelclub „Alle neune“ und mit Bier trinken und feucht-fröhlichem Gesang gemeinsam.

Kegeln heisst, dass ein Spieler von einem Ende einer glatten Bahn aus (Kegelbahn) mit kontrolliertem Schwung eine Kugel ins Rollen bringt, um die am anderen Ende der Bahn aufgestellten neun Kegel umzulegen. Die Kegel sind dabei gleichmäßig in Form eines Quadrats angeordnet, das auf der Spitze steht (Raute). (Definition lt. Wikipedia)Aus dem Kegeln hervorgegangen und daher eng mit ihm verwandt ist das Bowling, bei dem zehn Kegel (Pins) in Form eines gleichseitigen Dreiecks aufgestellt werden.

Präzisionssportart

Ins gleiche Horn stoßen natürlich auch die Sportkegler vom BetriebsSportVerein Mannesmann (BSV Mannesmann). Doch das Kegeln ist in die Jahre gekommen. Und aus der einst viel beachteten Sportart ist mittlerweile eher ein Sorgenkind geworden. Kegeln fristet ein trübes Dasein. Die Kegler klagen über erhebliche Nachwuchssorgen.
Das Kegeln entwickelte sich in Europa über viele Jahrhunderte aus volkstümlichen Spielen im Freien. Heute ist es in zahlreichen Ländern der Welt verbreitet und findet in seiner modernen Form in speziell ausgestatteten Innenräumen und Hallen statt. Kegeln wird wie Bowling als Leistungs- und Breitensport betrieben, ist aber als Freizeitspiel noch weitaus populärer.
Jedoch, die Zahlen sind rückläufig. Im Freizeitbereich gibt es viele „gesellige Kegler“. Aber auch hier geht die Zahl immer weiter zurück. Wo in den 70iger und 80iger Jahren noch nach Kegelbahnen geforscht werden musste, weil alle belegt waren, so steht heute an jeder zweiten Gaststätte ein Schild mit der Aufschrift „Kegelbahn frei“ oder aber die Bahnen sind bereits ganz geschlossen worden.

Mitgliederschwund

Mit diesem Problem hat auch der BSV Mannesmann zu kämpfen. Wolfgang Klasen: „Wir suchen neue Mitglieder und freuen uns über jeden interessierten Kegler.“ Die Mannen um Vorstandsmitglied Klasen nehmen aktiv am Wettkampfkegeln im Kreisverband Duisburg/Dinslaken/Essen/Mülheim teil. Damit sie bei den Wettkämpfen auch gut abräumen wird trainiert. Auf der Bundeskegelbahn „Kegelstübchen“ auf der Moritzstraße in Styrum. Und da geht freitags in der Zeit von 16.30 Uhr bis 19.30 Uhr die Post, ach was, die Kugel ab. Hatte sich Klasen gerade noch über Nachwuchssorgen Gedanken gemacht, so setzt er Minuten später die Kugel auf die Bahn. Mit über 30 km/h rauscht die Kugel den Kegeln entgegen. Nach etwa drei bis vier Sekunden leuchtet auf der Anzeigetafel auf, dass alle neun Kegel gefallen sind und das wird, nicht wie in der Kneipe mit echtem deutschen Liedgut gefeiert sondern nur durch ein dezentes Klingeln zu Gehör gebracht und von allen Anwesenden lediglich zur Kenntnis genommen. Das hat natürlich Sportkamerad Dietmar Dorrenbach angespornt. Auch er setzt die Kugel auf und Sekunden später leuchtet auch auf seiner Bahn die Anzeige alle neune auf!!! Dazu meint Sportwart Friedel Grundmann zum erstaunten Beobachter: „Das muss im Wettkampf schon so sein. Mit jedem zweiten Wurf muss die Bahn leer geräumt sein, sonst können wir keinen Blumentopf gewinnen.“

Hinweise für Interessierte

Wer also mitkegeln möchte, der wendet sich an den BSV Mannesmann, Wolfgang Klasen Tel. 0208/72190 und 0162/6532558 oder per email: w.g.klasen@t-online.de
Interessierte könne auch direkt zum „Kegelstübchen“ kommen. Jeden Freitag ab 16.30 Uhr, Moritzstraße in Styrum.
Mitzubringen sind Turnschuhe, Sportzeug und ganz wichtig Handtuch (denn es fließt der Schweiß in Strömen!)
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