Mülheimer träumt vom Gewinn des EM-Titels

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Falk Bender (20) nimmt im August an der Kanupolo-Europameisterschaft in Frankreich teil. (Foto: PR-Foto Köhring)

Der August wird ein spannender Monat für den Mülheimer Falk Bender. Der 20-Jährige möchte nicht nur Deutscher Meister sondern auch U21-Europameister werden. Und zwar im Kanupolo. Die Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr hatte er noch knapp verpasst.

„Damals war ich der Neunte im Kader“, erzählt Bender. Und im endgültigen Aufgebot stehen nur acht Mann – fünf Aktive und drei zum ständigen Wechseln. Auf mehr Reservespieler verzichtet der Deutsche Kanuverband, denn das Polospiel wird als nicht-olympische Sportart kaum bis gar nicht bezuschusst. Die Reisen zu Turnieren muss Falk Bender selber bezahlen. Dazu pendelt er zwischen seinem Wohnort Mülheim, dem Trainingsort Duisburg und Dsseldorf, wo er Jura studiert. „Das muss man schon irgendwie unter einen Hut kriegen:“

Mit der Sportart begann der Mülheimer bei der DJK Ruhrwacht. „Bei einem Drachenboot-Feriencamp waren nicht genug Leute zum Drachenbootfahren da und durch Zufall bin ich dann zum Polo gekommen“, erzählt der heute 20-Jährige. 2011 wechselte er aus sportlichen Gründen zum 1. Meidericher KC nach Duisburg, einer der ersten Kanupolo-Adressen im Ruhrgebiet. 2014 wurde er mit den Duisburgern bereits deutscher Juniorenmeister, seit 2015 spielt er in der Bundesliga. Vor drei Jahren erhielt er erstmals eine Einladung zur deutschen U21-Nationalmannschaft.

Nach dem bitteren Verpassen der Weltmeisterschaft hat es Falk Bender diesmal in den EM-Kader geschafft. „Ich glaube ich bin vor dem Tor noch gefährlicher geworden“, sagt er über sich selbst. Bevor es zur Europameisterschaft nach Frankreich geht, möchte der Mülheimer mit seinem Vereinsteam auch noch die deutsche Meisterschaft auf dem Baldeneysee erringen. „Wir sind nicht der Top-Favorit aber von den besten sechs Teams kann jeder jeden schlagen“, meint Beder. Letztes Jahr wurden die Meidericher DM-Vierter.

Vom 23. bis zum 27. August geht es schließlich im französischen St. Omer im europäische Ehren. Das große Ziel der deutschen Mannschaft ist der Europameistertitel. „Wir haben zwei Vorbereitungsturniere gewonnen, es wird sich zeigen, was das aussagt“, so Bender. Größte Konkurrenten sind Frankreich und England, aber auch Spanien und Italien hat Falk Bender auf dem Zettel.

Eine große Verschnaufpause gibt es auch nach der EM nicht, denn dann geht es zur Super League nach China. Zu diesem Spiel wurden die besten Spieler aus mehreren Ländern eingeladen, um in gemischten Teams gegeneinander zu spielen. Im Gegensatz zu den Turnieren in Deutschland bekommt Falk Bender dort die Reise und die Unterkunft bezahlt.

Nur noch ein Jahr zählt Falk Bender zur U21-Klasse. Dann muss er sich von der Nachwuchsauswahl verabschieden. Den nächsten Schritt sieht er realistisch: „In die A-Nationalmannschaft zu kommen, ist schon richtig schwer. Da sind noch einige Spieler vor mir.“ Aber man soll sich ja hohe Ziele setzen ..
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