TSV Heimaterde feiert Meilenstein in der Klubgeschichte

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Symbolische Platzeröffnung im Stadion Finkenkamp: OB Ulrich Scholten (r.) und Bezirksbürgermeister Arnold Fessen (links daneben) haben das Band zerschnitten. Foto: RuhrText
Von RuhrText

Mülheims Fußballer freuen sich über eine weitere mit Kunststoff-Rasenplatz ausgestattete Sportanlage. „Hier is’ Kult“ lautet das Motto beim 91-jährigen Traditionsverein TSV Heimaterde, der nun ganz modern daherkommt. Die Einweihung des renovierten Stadions am Finkenkamp mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Sport war ein Meilenstein in der Klubgeschichte.

Errichtet wurde das außergewöhnliche Naturstadion bereits im Jahr 1921. Ein Jahr später — am 2. April 1922 — fand an diesem Ort ein Ausscheidungsspiel zur westdeutschen Meisterschaft zwischen dem Duisburger SV und Schwarz-Weiß Essen vor 30 000 Zuschauern statt. Noch heute gilt diese Zahl als Besucherrekord für ein Fußballspiel auf Mülheimer Gebiet.

Die Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen begannen am 27. Juni des vergangenen Jahres. Bereits ein gutes halbes Jahr später ist die Anlage fertiggestellt. Sie umfasst neben dem 90 x 60 Meter großen Kunstrasen-Spielfeld zwei Klein-Spielfelder, neue Fangzäune, Sportplatzbegrenzungen und Pflasterwege sowie eine neue Trainingsbeleuchtung. Damit hat es die Stadt Mülheim geschafft, den zwölften Kunstrasenplatz im Rahmen des Perspektivkonzeptes Fußball zu errichten. Die 13. und letzte Station wird Rot-Weiß Mülheim mit seiner Anlage am Winkhauser Weg/Bruchstraße sein.

Demo am Haus des Sports

Der TSV-Vorsitzende erinnerte bei seiner Begrüßungsrede an stürmische Zeiten, nachdem das Perspektivkonzept einst vorgestellt worden war. Am Ende einer langen Kette von Sportplatz-Modernisierungen stehend befürchtete der Verein vom Finkenkamp einen klaren Wettbewerbsnachteil in der Nachwuchsarbeit. „Noch vor fünf Jahren haben wir gemeinsam mit Vertretern vom TuSpo Saarn und von Rot-Weiß Mülheim vor und im Haus des Sports demonstriert. Danach ist eine um fünf Jahre schnellere Realisierung in Gang gekommen“, sagte Burkhard Cremer.

Frank Werner, Vorstandsmitglied der Sparkasse, erklärte, warum das Unternehmen die 750 000 Euro teure Platzsanierung so großzügig unterstützt habe: „Die Jugendlichen sind der Kern unserer Gesellschaft. Im Verein lernen sie soziales Verhalten, im Sport das Prinzip, erst Leistung bringen zu müssen, um dann die Früchte der Arbeit ernten zu können.“

550 Fußballer von Klein bis Groß gehen beim TSV Heimaterde in 20 Mannschaften auf Torjagd — in den Heimspielen künftig auf einem Kunstrasen der modernsten Art. Der Traditionsverein lebt!
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