Weltstars zu Gast in Mülheim

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Aus England kommt Judd Trump. Er belegt Platz 4 der Weltrangliste. (Foto: World Snooker)
 
Der Australier Judd Trump führt momentan die Weltrangliste im Snooker an. In der RWE-Halle geht er bei den Ruhr Open 2013 an den Start. (Foto: World Snooker)

Ein sportliches Event der ganz besonderen Klasse erlebt Mülheim Anfang Oktober. Vom 3. bis zum 6. Oktober finden in der RWE-Sporthalle, An den Sportstätten die „Ruhr Open 2013“ statt.

Darunter wird sich jetzt vermutlich noch nicht jeder etwas vorstellen können, aber wenn der Begriff Snooker mit ins Spiel kommt, dann dämmert es doch schon eher bei Vielen.

Snooker-Elite in RWE-Halle

Und für diejenigen, die nun auch noch nichts mit Snooker anfangen können, eine ganz kurze, knappe und knackige Einführung. Snooker ist eine Variante des Präzisionssports Billard, die mit speziellen Queues auf einem Snookertisch gespielt wird. Das Spielprinzip besteht darin, 15 rote und sechs andersfarbige Bälle mit dem weißen Spielball nach bestimmten Regeln in die Taschen des Snookertisches zu versenken.

Der Name Snooker bezieht sich auf eine so genannte Spielsituation, in der ein Spieler einen Ball, den er gemäß den Regeln anspielen müsste, nicht auf direktem Wege erreichen kann und so zu einer schwierigen Lösung gezwungen ist (dies heißt, er wurde „gesnookert“). Das Wort „snooker“ hat aus dieser Bedeutung heraus auch Eingang in die englische Sprache gefunden (to snooker somebody: „jemanden sperren, behindern“).

Variante des Billards

Snooker hat, verglichen mit anderen populären Formen des Billards, einen höheren technischen Schwierigkeitsgrad und stellt größere Anforderungen an die spieltaktischen Fähigkeiten der Spieler. Die technische Schwierigkeit ergibt sich hauptsächlich aus der im Vergleich zu vielen anderen Billardvarianten größeren Fläche des Spieltisches und aus dem kleineren Durchmesser der Bälle. Das abwechselnde Anspielen von roten und andersfarbigen Bällen sowie das Bestreben, möglichst oft den höchstwertigen (schwarzen) Ball zu spielen, erfordert darüber hinaus ein hohes Maß an Kontrolle über den weißen Spielball.

In Deutschland wird seit den frühen 1980er Jahren Snooker gespielt. Englische Soldaten brachten die ersten Tische in die Bundesrepublik. 1984 gründete sich der erste deutsche Snookerverein in Hannover (1. DSC Hannover). 1987 wurde der erste Dachverband für Snookerspieler in Deutschland aus der Taufe gehoben, der DSKV (Deutscher Snooker Kontroll Verband), welcher sich 1999 mit der DBU (Deutsche Billard-Union) vereinigte.

Steigende Spielerzahlen

Seitdem wächst das Potenzial und die Zahl der Snookerspieler ständig und stetig an. Momentan liegt die Zahl bei ca. 4.500. Doch nach wie vor ist es bei uns Randsportart. Ganz anders jedoch in Großbritannien. Snookerspieler besitzen dort Kultstatus und werden wie Stars und Helden gefeiert und verehrt. Ca. 6! Mio. Spieler gibt es dort.

Barry Hawkins und Ronnie O'Sullivan kommen

Damit dies auch in Deutschland so wird, hat Veranstalter Thomas Cesal keine Mühen und Kosten gescheut. Mit einem Preisgeld von 125.000,- €uro ist das Turnier ausgestattet. „Das Turnier, welches als „Ruhr Open 2013“ ausgetragen wird, ist hochkarätig besetzt. Bisher haben beispielsweise Weltmeister Ronnie O’Sullivan und Vizeweltmeister Barry Hawkins zugesagt.“ Es wird also schwer werden, an diesen beiden Top-Spielern vorbei zu kommen und sich einen größeren Teil des Preisgeldes zu sichern.

Hallenmanager Ralf Wind hat die RWE-Halle bestens präpariert. „Wir haben alles Nötige veranlasst, dass die Spieler beste Bedingungen vorfinden und die Zuschauer ideale Sichtmöglichkeiten haben.“ Gespielt wird von Freitag 3. Oktober bis Sonntag 6. Oktober Beginn jeweils ab 09.30 Uhr. Die Eintrittspreise liegen zwischen 21,- bis 57,- €uro.
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