Baden in der Ruhr bald möglich

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Martina Ellerwald vom MSS und Wilfried Cleven vom MSB führten geschickt, locker und humorvoll durch den gemeinsamen Neujahrsempfang.
 
Die vielen Gäste spendeten den Moderatoren viel Applaus.

Neue Besen kehren gut. Locker, flockig, kurz und knapp, aber trotzdem informativ und ergiebig.

So führte der neue Vorsitzende des MülheimerSportbund (MSB), Wilfried Cleven in Co-Moderation mit der Leiterin des Mülheimer Sportservice (MSS), Martina Ellerwald durch den diesjährigen gemeinsamen Neujahrsempfang von MSB und MSS in der innogy-Halle.
Der frühere Sportdezernent Cleven wurde im November 2017 als Nachfolger des ausgeschiedenen Prof. Werner Giesen, zum Vorsitzenden des MSB gewählt. Er verzichtete auf langatmige Begrüßungsfloskeln und kam schnell zum Kern der Versammlung: das Sportgeschehen im Jahr 2017 zu reflektieren und einen Ausblick auf die nächsten anstehenden Projekte zu werfen.

Schwierige Finanzierungen

Wobei einige der Projekte auf der Kippe standen und unter der schwierigen finanziellen Situation der Stadt Mülheim zu leiden hatten oder in der Zukunft dadurch beeinträchtigt sind.
Und als gutes Beispiel für Zusammenarbeit und Lösungsorientierung ist in diesem Fall zu erwähnen, wie eng, konstruktiv und erfolgsorientiert im Mülheimer Sportgeschehen Sportverwaltung und Politik zusammen arbeiten.
Da sind beispielsweise auf der Grundlage des Perspektivkonzepts Fußball in den letzten Jahren in Mülheim 14 Sportanlagen mit einem Kunststoffrasenplatz ausgestattet worden. Kosten in Höhe von zirka 10 Mio. Euro sind dafür verwandt worden.
Wobei sich die Frage stellt, warum eine einzige Sportart derart überproportional gefördert wurde, gefördert wird und wohl auch gefördert werden muss. Denn die Haltbarkeit von Kunststoffrasenplätzen ist begrenzt. Und bei der Kassenlage der meisten Vereine dürfte wohl klar sein, dass dann wiederum die Stadt ins Stadtsäckel greifen muss.

Tengelmann als Sponsor

Als weiteres gutes Zeichen ist zu vermerken, dass trotz aller Beschwerden über mangelnde Unterstützung von Firmen und Sponsoren in Mülheim, auch hier deutliche Zeichen gesetzt wurden. Die Firma Tengelmann hat anlässlich ihres 175-jährigen Firmenjubiläums 350.000 Euro für die Errichtung einer Freilufthalle in Styrum gespendet. „Mit dieser großzügigen Spende geht der Traum eines neuen, offenen und dennoch witterungsunabhängigen Sportraumes in Erfüllung“, berichtete Cleven. Der Start für die Realisierung im Sportpark Styrum soll noch in diesem Jahr erfolgen.
Für den Ausblick in die Zukunft kommt dann jedoch endlich auch die Leichtathletik zum Zuge. Auf der Sportanlage an der Mintarder Straße soll eine Kunststofflaufbahn entstehen. Dazu fließen 400.000 Euro aus frei gewordenen Mitteln zur Finanzierung des Kunststoffrasenplatzes Winkhauser Weg in dieses Projekt. Für die Läufer soll es besser ausgeschilderte und beleuchtete Laufstrecken geben.

Ruhrstrand mit Badeschiff

Für die weitere Zukunft könnte es das „Baden in der Ruhr“ geben. Am Ruhrstrand soll eine Badestelle eingerichtet werden. „Noch liegen nicht nur in der Ruhr einige Schüttsteine, die entfernt werden müssen, sondern auch ein paar auf dem Genehmigungsweg“, führte Martina Ellerwald aus. Um getreu dem Sprichwort „Liegen Steine im Weg, beschwere dich nicht – hole die Schaufel“, fortzufahren und optimistisch in die Zukunft zu blicken. Denn mit Blick auf die Internationale Gartenausstellung im Jahr 2027 in der Metropole Ruhr, könnte neben der Badestelle auch noch ein Badeschiff dort liegen.
Martina Ellerwald machte dann noch die überraschende und breites Grinsen hervorrufende Bemerkung, dass „Heute der Aufnahmestopp für den Förderkreis Mülheimer Sport aufgehoben ist“ und doch zahlreich von diesem tollen Angebot Gebrauch gemacht werden soll. Aufnahmeanträge lagen überall bereit.
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