Die NRW-Stiftung unterstützt den Trägerverein der Alten Dreherei mit 93.000 Euro

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V.l. Kurt Leyk (Vereinsvorstand), Martin Menke (Vereinsvorsitzender), Ulrich Reuter (Regionalbotschafter der NRW-Stiftung) , Heiner Brückner (Vereinsvorstand), Rainer Dittrich (Architekt) (Foto: PR-Foto Köhring/KP)

­­­­­­­­­­­­­­­­„Als NRW-Stiftung haben wir ein besonderes Augenmerk auf die Kultur- und Heimatpflege. Und dazu gehört im Industrieland Nordrhein-Westfalen auch der Erhalt von Industrie- und Technik-Denkmalen“, erklärt der ehrenamtliche Regional-Botschafter der NRW-Stiftung, Ulrich Reuter, warum der Trägerverein der Alten Dreherei 93.000 Euro aus dem Stiftungstopf erhält.

Reuter weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die NRW-Stiftung schon einmal 245.000 Euro in den Umbau des Industriedenkmals investiert hat. Die aktuelle Geldspritze wollen der Vorsitzende des Trägervereins und seine derzeit rund 160 Mitstreiter in eine adäquate Brandschutz- und Sicherheitstechnik investieren. Dazu gehören Fluchttüren, eine Brandmeldeanlage und eine Rauchabzugsanlage, aber auch der Einbau eines Fahrtstuhls.

Ohne Barrierefreiheit geht es nicht

„Das Gebäude auf allen Ebenen barrierefrei zu machen, gehört dazu, wenn man es der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen will“, betont Architekt Rainer Dittrich. Der unter info@alte-dreherei.de erreichbare Vorsitzende des Trägervereins, Martin Menke, freut sich, dass die derzeit 20 Nutzervereine mit ihrer Finanz- und Körperkraft an einem Strang ziehen und damit schon bundesweit Interesse gefunden haben. So wurde der Verein mit der Silbernen Halbkugel, dem höchsten Preis für aktiven Denkmalschutz, ausgezeichnet. „Wir brauchen aber nicht nur handwerkliche, sondern auch verwaltungstechnische Hilfe, etwa bei der Veranstaltungsplanung, bei Führungen oder im Rahmen der Veranstaltungsplanung“, betont Menke.

Menke Vorstandskollege Kurt Leyk schätzt, dass die Mitglieder des Trägervereins seit dem konkreten Projektbeginn im November 2008 insgesamt 7000 ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden und Spenden in einer Höhe von rund einer Million Euro aufgebracht haben. „Hinzu kamen bisher Fördermittel in Höher einer Million Euro, die zum Beispiel von der NRW-Stiftung, von der Bezirksregierung Düsseldorf und von der Mülheimer Leonhard-Stinnes-Stiftung bereitgestellt wurden“, lässt Leyk die Entwicklung der vergangenen achteinhalb Jahre Reveu passieren.

Bis zur, Ende 2018, geplanten Bauabnahme der Alten und dann auch Neuen Dreherei zwischen Ringlokschuppen, Camera Obscura und der Neuen Feuerwache, wird der Verein, laut Menke noch einmal 500.000 Euro in Aus- und Umbaumaßnahmen der Alten Dreherei investieren müssen. Da sind die unzähligen Arbeitsstunden, die derzeit ein harter Kern von rund 20 ehrenamtlichen Helfern sowie der Schüler und Studenten, die regelmäßig an Bau-Camps in der Alten Dreherei teilnehmen, noch gar nicht mitgerechnet.

Bauabnahme Ende 2018

„Und wenn wir mit der Alten Dreherei fertig sind, die ja auch noch eine Heizung und einen Schienen-Anschluss für die hier aktiven Eisen- und Straßenbahnfreunde braucht, kommt die benachbarte alte Lokrichthalle des 1959 geschlossenen Eisenbahnausbesserungswerkes an die Reihe“, schaut der Vereinsvorsitzende Menke in die fernere Zukunft.

Die Zukunft hat bereits begonnen

Dass diese Zukunft bereits begonnen wird, in dem die Alte Dreherei und ihre Grundstück zum Beispiel für das Treffen der Oldtimer- und Bonsai-Freunde, aber auch für Konzerte und Feste genutzt wird, stimmt Menke zuversichtlich. Besonders freut sich der Geflügelzüchter, dass auch Vereine jenseits der Technik- und Fahrzeugbegeisterung, etwa Musik- und Gesangsvereine, aber etwa auch der Geschichtsverein in der Alten Dreherei ihr neues Zuhause gefunden haben und so der bereits seit über 40 Jahren in Mülheim gehegte Traum eines Hauses der Vereine langsam, aber sicher Formen annimmt.
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