Der Herbst ist da!

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Frühnebel umwabert die Pflanzen im Vorgarten und der Tau macht die Spinne sichtbar mit ihrem Netz.
Ein weiterer Jahreszeitentext im Gedenken an Ingeborg Nimwegen. Sie gründete 1993 in Neukirchen-Vluyn den Autorenkreis, dem auch einige junge schreibgewandte Menschen angehören.

Herbst am Niederrhein

Am Morgen schweben Nebelschwaden
über den Feldern,
wabern um Bäume und Hecken.
Man hört das Vieh Gras rupfen
auf den Weiden.
Blickt ein Rind mit großen Augen
aus dem Nebel.
Muht, wie in weiter Ferne.

Die Sonne schaut verschwommen
aus dem Dunst.
Verspricht Wärme und Strahlen.
Dann leuchtet das Bunt
an den Laubbäumen.
Wiesen, grüne Flächen,
dunkle Zäune, Wege
und weite Rübenäcker.

Sammeln sich weiße Möven
hinter dem Pflug,
schwarze Krähen
über der aufgebrochenen Scholle.
An den Bäumen
wird das Laub dünner.
Hüpfen die Meisen von Ast zu Ast,
tschilpen, flattern schwirren davon.

Da wird der Himmel klar
mit blinkenden Sternen
am frühen Abend,
hoch und weit,
wölbt sich über das Land
bis zum Horizont,
wunderbar vertraut,
heimatlich.

3. Oktober 1988 - Ingeborg Nimwegen
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2 Kommentare
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Beate Haack aus Emmerich am Rhein | 08.10.2015 | 11:29  
24.159
Christian Tiemeßen aus Emmerich am Rhein | 11.10.2015 | 08:52  
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