Erlebnis pur in uriger Atmosphäre

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Seit einem Jahr leitet Nadine Soth die Jugendbildungsstätte St. Michaelturm. Fotos: Heike Cervellera

Von der trubeligen Metropole Barcelona in das idyllische Rheurdt: Nadine Soth heißt die neue Leiterin der Jugendbildungsstätte St. Michaelturm in Schaephuysen.

Für die 31-Jährige ist der Job, umgeben von Feldern, Wäldern und Wiesen, alles andere als eine „Strafversetzung“: „Ich genieße es, in der Idylle zu arbeiten, aus der Stadt raus“, sagt die gebürtige Duisburgerin. Sechs Jahre hat sie eine Jugendeinrichtung im spanischen Sant Pol de Mar geleitet: „Volle Power, hohe Belastung“, sagt sie. „Aber es war eine tolle Zeit.“ Dennoch stand für Nadine Soth immer fest, dass sie eines Tages zurück nach Deutschland gehen würde. Nach einer Zwischenstation in Duisburg bewarb sie sich für die Stelle am frisch umgebauten St. Michaelturm. Dort hat sie in den vergangenen Monaten mit ihrem Team hart an neuen Programmen gearbeitet, mit denen in Zukunft noch mehr junge Leute nach Rheurdt „gelockt“ werden sollen.

Warum fahren Kühe Karussell?


Der St. Michaelturm ist nämlich keineswegs eine Wald- und Wiesen-Jugendherberge, sondern ein Übernachtungshaus mit pädagogischem Bildungsangebot in einer absolut urigen Umgebung. „Es ist uns wichtig, Schulklassen diese Programme anzubieten“, erklärt Nadine Soth. Im Mittelpunkt stehen vor allem die „Tage religiöser Orientierung“ (TRO), mit denen den Jugendlichen eine Auszeit vom Alltag geboten wird. Dabei erarbeiten sich die Schüler über drei bis fünf Tage selbst Themen, für die sie sich interessieren.
Andere Programme tragen Titel wie „Warum fahren Kühe Karussell?“, „Mission Impossible“ oder „Intuitives Bogenschießen“. Hier geht‘s um Teamwork, Konfliktlösungen und selbstverständlich Erlebnisse in der Natur. Neben den Fragen zum Sinn des Lebens bleibt aber noch genug Zeit zum Austoben auf dem Gelände, bei der Abenteuerpädagogik, dem Niedrigseilgarten, beim Fußballspielen und auf dem großen Grillplatz. Der St. Michaelturm ist eine katholische Jugendbildungsstätte und gehört zum Bistum Münster, dennoch spielt die Religionszugehörigkeit keine Rolle: „Hierher kommen nicht nur katholische Schulen. Wir hatten auch schon muslimische Schüler hier“, erzählt Nadine Soth. Und selbst das Alter ist nicht entscheidend: Für das Projekt „InTRO the Wild“, bei dem es um die ultimative Auszeit in der Natur geht, kamen auch schon junge Erwachsene nach Rheurdt.

Als nächstes kommt der Zirkus


Als nächstes heißt es im Frühjahr „Manege frei“: Eine Woche lang können die Teilnehmer im hauseigenen Zirkuszelt in verschiedene Zirkusdisziplinen hineinschnuppern und dabei ganz neue Fähigkeiten an sich entdecken, Nadine Soths neuestes Herzensprojekt. Insgesamt blickt sie positiv auf ihr erstes Jahr am Turm zurück: „Wir sind zufrieden mit der Belegung unserer 60 Betten. Aber es ist natürlich immer noch Luft nach oben.“ Auch neue Trainer für die einzelnen Programme sind übrigens noch willkommen.
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Elmar Begerau aus Kamp-Lintfort | 27.04.2015 | 23:47  
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