"Überzeugungstäter" helfen, wo sie können

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Zwei von 39 hilfreichen „Löwen“: Klaus Pepperhoff (li.) und der amtierende Präsiden Ralf Eccarius. Foto: Susanne Schmengler

Spaß daran haben, Gutes zu tun: Das zeichnet die Lions Clubs am Niederrhein seit vielen Jahren aus.

Das Konzept dieses Vereins ist ebenso einfach wie effektiv: Alle „Löwen“ müssen die Bereitschaft mitbringen, sich privat für gute Zwecke zu engagieren. Beim Neukirchen-Vluyner Lions Club Fliunnia tun das zurzeit 39 gestandene Männer, eine Zahl, die über die Jahre recht konstant geblieben ist. „Anders als bei vielen auch internationalen Lions Clubs hat sich bei uns die Altersstruktur kaum geändert“, sagt Klaus Pepperhoff, der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.
Seit 1984 gibt es die Lions-„Zweigstelle“ in Neukirchen-Vluyn, viele Gründungsmitglieder sind heute noch aktiv, weiß Pepperhoff. „Hier in Neukirchen-Vluyn ist es typisch, dass manche Doppelmitgliedschaften noch in anderen gemeinnützigen Vereinen haben“, erklärt er. „Überzeugungstäter“, wie sie der amtierende Präsident Ralf Eccarius nennt. Herzstück der Lions-Tätigkeit sind die sogenannten „Activities“, also Aktivitäten, bei denen Geld für die gute Sache gesammelt wird. Davon haben die Neukirchen-Vluyner schon eine ganze Reihe auf die Beine gestellt, ob lokal oder kulturell. Am erfolgreichsten davon ist das Kartoffelfest auf dem Monterkampshof, das auch in diesem Jahr viele Besucher anzog. Berühmt sind die Neukirchen-Vluyner Lions vor allem für ihren Flammkuchen. Konkurrenz zu anderen gemeinnützigen Organisationen, wie etwa den Rotariern, kennen die Lions nicht: „Man ergänzt sich“, findet Klaus Pepperhoff. Unterschiede gäbe es kaum: „Wichtig ist, wo man von der Bereitschaft her steht.“ Der Lions Club Fliunnia unterstützt besonders häufig die Kinder- und Jugendarbeit. Insgesamt sind das jährlich etwa 15.000 Euro. Dazu gibt es Projekte wie etwa „Lions Quest“, das die Jüngsten vom Kindergarten bis zur Schule fördert: mit Streitschlichtung, gesunder Ernährung oder Aktionen gegen Mobbing.
Ganz neu auf der Lions-Agenda ist das Thema Flüchtlinge, für das sich Präsident Ralf Eccarius auch privat stark macht: „Wir haben zum Beispiel eine Aktion veranstaltet, bei der wir die jungen Männer zum Fußballspielen eingeladen haben. Da stellte sich raus, dass sie keine Fußballschuhe haben.“ Der Lions Club konnte aushelfen.

Auch international engagiert


Ob Musikschule, Tafel, Hospizverein oder Friedensdorf: Die Lions sind eben überall vor Ort behilflich, wenn sie können. Aber auch global sind sie aktiv. Gemeinsam mit RTL und Mitteln der Bundesregierung unterstützten sie im Rahmen der Aktion Lichtblicke eine Augenklinik in der Elfenbeinküste mit 1,5 Millionen und halfen vor sechs Jahren nach dem Haiti-Erdbeben beim Wiederaufbau. In dem Programm „Sight First“ engagieren sie sich im Kampf gegen Blindheit und leisten in Deutschland der Christoffel-Blindenmission Hilfe. Regelmäßig finden außerdem Club-Veranstaltungen statt, bei denen es um aktuelle brisante Themen geht.
Das internationale Engagement steht jedoch nicht an erster Stelle. „Wir sind mehr lokal stark“, sagt Ralf Eccarius. Das soll nach einem erfolgreichen 2015, in dem der Output von etwa 15.000 Euro gehalten wurde, auch 2016 wieder so sein. Dann gibt es zwar kein Kartoffelfest, dafür ist ein großes Sportfest in Zusammenarbeit mit dem Klingerhuf und dem Fest der Vereine geplant. „Das wird unsere große Activity im Herbst“, sagt Ralf Eccarius. Und sein Nachfolger, der im Sommer das jährlich wechselnde Präsidenten-Amt antreten wird, steht auch schon fest: Karl-Heinz Florenz, CDU-Europaabgeordneter aus Neukirchen-Vluyn.
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