13 Premieren, fünf Extras, eine Koproduktion

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Es ist noch relativ früh im Jahr und im neuen Spielzeitheft ist die Druckerschwärze noch nicht trocken, doch der Spielplan des Theaters Oberhausen für die Spielzeit 2015/2016 steht. Kürzlich hat ihn Intendant Peter Carp vorgestellt.



Acht Premieren im Großen Haus, fünf im Malersaal sowie fünf Extras und die Kooperation mit der Ruhr Triennale sollen Kunst- und Theaterbegeisterte ins Haus am Will-Quadflieg-Platz 1 locken.

Ein besonderer Augenmerk liegt auf der Premiere eines Stücks, bei dem Intendant Peter Carp höchtselbst die Regie führt: „Raketenmänner“ heißt es und geschrieben worden ist es von Frank Goosen. Genau jenem Frank Goosen, der als Literatur-Kabarettist und Teil von „Tresenlesen“ sowie als Autor von Büchern wie „Radio Heimat“ oder „Weil Sommer ist“ einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hat.

Sein neuestes Werk das genau so heißt wie das Bühnenstück, „Raketenmänner“, liegt dem Textbuch zugrunde. Es ist auch nicht das erste Mal, dass Carp und Goosen zusammen arbeiten. „So viel Zeit“, ebenfalls ein Roman von Frank Goosen, ist Bestandteil des aktuellen Spielplans am Theater. Premiere von „Raketenmänner“ ist am Freitag, 25. September.
Eröffnet wird die Spielzeit jedoch am Freitag, 4. September, mit der Uraufführung von „Moi Non Plus“ von Albert Ostermeiser, die ebenfalls von Intendant Peter Carp inszeniert wird.

Eine deutschsprachige Erstaufführung wartet im neuen Jahr, genauer am 15. Januar 2016, auf ihr Publikum: Das britische Trio „Tiger Lillies“ bringt „Lulu. Eine Mörderballade“ auf die Bühne. Drei Engländer, die offenbar Spaß am Düsteren und Makaberen haben. Zumindest sind die drei entsprechend geschminkt und entsprechend wird auch ihre Musik beschrieben. Der Titel der Uraufführung beruht auf Texten von Frank Wedekind, der mit seiner Tragödie „Lulu“ den Konflikt zwischen Sexualität und bürgerlicher Moral zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufarbeitete.

Für jüngere Theaterbesucher ab zwölf Jahren wird am 2. Oktober Lewis Carolls „Alice“ auf die Bühne im Malersaal gebracht. Während am 22. November Carlo Colodis „Pinocchio“ im Großen Haus Premiere feiert.
Eine ganz besondere Zusammenarbeit wird am 4. Februar 2016 Premiere feiern: Im Rahmen der Ruhrtriennale 2015 haben sich erstmalig nach der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 wieder sechs Theater zu einem gemeinsamen Projekt zusammen geschlossen.

Die Schauspiele Dortmund und Essen, das Schauspielhaus Bochum, das Schlosstheater Moers, das Theater an der Ruhr sowie das Theater Oberhausen veranstalten eine gemeinsame Lesereihe. „The Rest is Noise“, von Alex Ross, wird von November bis April 2016 einmal im Monat donnerstags in einem der beteiligten Theater gegeben. Es lesen die jeweiligen Schauspielensembles. Die musikalische Begleitung obliegt Mitgliedern der Bochumer Symphoniker und dem Musiker Carl Oesterhelt. Regie führt der Intendant der Ruhrtriennale Johan Simons.
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