Das denkmalgeschützte Kriegerehrenmal, Kriegerdenkmal „Liegende Figur“ am Rathenauplatz in Oberhausen-Biefang

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Das denkmalgeschützte Kriegerehrenmal, Kriegerdenkmal „Liegende Figur“ am Rathenauplatz in Oberhausen-Biefang
 
Das denkmalgeschützte Kriegerehrenmal, Kriegerdenkmal „Liegende Figur“ am Rathenauplatz in Oberhausen-Biefang Einweihung 1928
Heute möchte ich etwas über dieses Denkmal berichten, es steht schon seit 1928 auf diesem Platz.
Er heißt heute Rathenauplatz und wurde 1923 erstellt. Den heutigen Namen erhielt er erst 1947.Vorher hieß dieser Königplatz.
Wie es zur damaligen Zeit üblich und würdig war errichteten unsere damaligen Bürger von Sterkrade ein Ehrenmal für die im Kriege gefallenen Söhne.

Erschaffen hat dieses Ehrenmal der Bildhauer Julis Bonaudo aus Oberhausen. Es eines im Kampf niedergeworfenen Kriegers geschaffen; erfüllt von dem Geiste, wie unsere Toten kämpften und starben.


Die Grundsteinlegung fand am 30. September 1928 statt. Eine monatelange Vorbereitung bis zur würdigen Feier war nötig. Sehr viele Menschen haben sich zur der Feier eingefunden. Als Vertreter der Stadt war Beigeordneter Moll erschienen. Den Anfang der Feier bildete eine gesangliche Darbietung des MGV "Sangeslust" Biefang. Nun folgte Pastor Reichert mit der Eröffnungs- uns Begrüßungsansprache. Er hob besonders hervor, an diesem Tag unserer Gefallenen besonders zu gedenken. Die für uns gestritten und gekämpft haben, sollen nicht ohne ein irdisch Geschenk und Andenken von uns geschieden sein. Wir wollen stets ihr Angedenken in Ehren halten. Schon aus diesem Grunde heraus wollte Biefang den anderen Städten nicht nachstehen und den Gefallenen ihr Denkmal geben.
Es war für uns wirklich keine Kleinigkeit, diesen Tag würdig zu gestalten. Vor allem aber auch, die Kosten voll und ganz aufzubringen. Manche Sorge hatte der Denkmalausschuss zu überwinden. Schon als es die Anschaffung eines passenden Geländes galt. Hier hatte sich vor allem die Stadtverwaltung hilfreich gezeigt. Dank gebührt auch dem Landwirt Kolkmann, welcher, was hervorzuheben sei, diesen Anschaffungen gütigst entgegen kam und sein Gelände zur Verfügung stellte. Nicht zu¬letzt sei auch der GHH Dank zuteil, die durch eine gute finanzielle Unterstützung die Sache förderte. Im allgemeinen sei allen, mögen sie die Sache finanziell oder geistig unterstützt haben, unser aufrichtiger Dank zuteil.
Herr Vennemann verlas die Urkunde der Denkmaleinweihung

Am heutigen Tage legen wir den Grundstein zu dem Ehrenmal der im Kriege 1914-1918 gefallenen Söhne der Gemeinde Sterkrade-Biefang.

Das Mal soll uns immer wieder sein:

Ein Zeichen der Dankbarkeit für unsere toten Kameraden.
Ein Sinnbild des niedergeworfenen, aber wiedererstarkenden Deutschlands.

Sterkrade-Biefang, den 30. September 1928.

Der Denkmalausschuss.
Moll (Beigeordneter), Vennemann, (Vors.)
Overath, Albers, Reichard, Lenser, Wirtgen, Jörren.
Hierauf hielt Kaplan Albers seine Ansprache. Er wies auf das Leiden unserer Gefallenen sowie auf die noch lebenden Krieger hin. Sein Schlusswort forderte alle auf, auch in Zukunft stets für das Vaterland die ganze Kraft einzusetzen.
Mit dem Liede "Morgenrot", vorgetragen vom MGV "Sangeslust" Biefang, fand die Feier ein würdiges Ende.
Die Enthüllung soll in einer schlichten Feier im November stattfinden.

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Das Kriegerehrenmal

von 1928 „Liegende Figur“ am Rathenauplatz Königstraße hat die Denkmalnummer 113.
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Rathenauplatz


Walter Rathenau (1867 - 1922) organisierte im Ersten Weltkrieg die Rohstoffversorgung und
wurde 1919 Sachverständiger für Reparationsfragen.1922 war er zunächst Reichsminister für Wiederaufbau.
Außerdem schloss er im gleichen Jahr als Reichsaußenminister den Vertrag von Rapallo ab.
Als Vertreter der Erfüllungspolitik wurde er Opfer einer antisemitischen Hetzkampagne von Nationalisten
und 1922 ermordet.
Walter Rathenau, Dr. phil., Großindustrieller und Reichsminister, geboren am 29. September 1867 in Berlin und dort gestorben am 24. Juni 1922. 1899 Vorstandsmitglied der von seinem Vater gegründeten AEG. Hohe Positionen im Kriegsministerium. Mitgestalter der Nachkriegspolitik des 1. Weltkrieges und ab 1922 Außenminister unter Reichskanzler Wirth. Wegen seiner “Erfüllungspolitik“ und seiner Herkunft aus einer jüdischen Familie wurde er erbittert bekämpft, fiel einem Attentat durch rechtsradikale antisemitische Geheimbünde zum Opfer.

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Wilhelm Vennemann

- Biefanger Dorfpolizist
Wilhelm Vennemann wohnte auf der Königstraße 86. Er war Polizei-Sergeant bei der Kriminal-Polizei .
Aber WilhelmV ennemann den man den "dicken Vennemann" nannte, hatte noch andere Ehrenämter in Biefang inne, so war er u.a. auch" Leiter der Eier-Genossenschaft in Sterkrade.

http://www.big-biefang.de/
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MGV "Sangeslust" Biefang

wurde 1880 Am 7. August wurde von sangesfreudigen Buschhausenern ein Gesangverein ins Leben gerufen. Er existiert bis heute.

http://www.eintracht-buschhausen.de/geschichte.htm...
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Biefang

ist ein Stadtteil von Oberhausen, der im Westen des Stadtbezirks Sterkrade liegt und Ende 2012 ca. 2.800 Einwohner auf einer Fläche von 129 ha zählte. Bis 1908 bildete Biefang die eigenständige Gemeinde Amt Holten im Kreis Ruhrort.
Geschichtliches und weiterführendes bei der sehr informativen Seite bei http://www.big-biefang.de/
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Quellen.Alfred Lindemann, Big-Biefang,Eintracht Biuschhausen,Wikipedia,Zentralblatt der Bauverwaltung

Zeitungsausschnitt des General - Anzeigers 1928
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