Der Engel als Bote des Göttlichen - in St. Pankratius

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Oberhausener Objektkünstlerin Simone Kamm installiert Lichterengel in St. Pankratius

Auf dem Lichtermarkt im Landschaftspark Duisburg zog der Lichterengel bereits alle Aufmerksamkeit und Beachtung auf sich. Viele Tausend Male fotografiert, berichtete dann auch die WDR-Lokalzeit über das besondere Kunstobjekt. Vorab war dieser bereits zum 750. Geburtstag auf Burg Vondern zu bestaunen gewesen. Zum Auftakt der Weihnachtszeit wurde der Engel von Künstlerin Simone Kamm nun in der Sankt-Pankratius-Kirche in Osterfeld installiert. Hilfe, bei der Installation des über drei Meter hohen Engels, gab es von Propst Christoph Wichmann und Pfarrer Matthias Feldmann. Für das Jahr 2017 plant Simone Kamm bereits weitere Engels-Projekte. Diese stehen für die Künstlerin auf besondere Weise als Botschafter für eine friedvolle Welt. Weitere Infos unter: www.simone-kamm.de

Lebe die Weiblichkeit in Dir

Simone Kamm 2016
Handgeschöpftes Papier aus Spargelschalen auf Organza, Perlmutt, Reet

Der Engel als Bote des Göttlichen verkörpert hier die weibliche Kraft Gottes
das Aufnehmende, Empfangende, Gebärende, Wärmende und Nährende
die Qualitäten von Geborgenheit, Schutz, Fürsorge, Annahme und Liebe

Symbolisiert Marias Verbundenheit mit der weiblichen Energie
die sie in Form eines Engels stärkt
und ihr Kraft und Zuversicht gibt,
die ihr zugedachte Rolle anzunehmen
gesegnet mit der göttlichen Gnade,
Liebe aufzunehmen und zu empfangen,
das Licht dieser Welt zu gebären, zu wärmen und zu nähren

Stellvertretend für alle Frauen ,
denn mit jedem Kind, das in Frieden und Freiheit wachsen darf,
multipliziert sich das Licht dieser Welt

Sie erinnert uns auch an die weibliche Kraft in jedem von uns,
zu einer helleren, wärmeren, friedvolleren Welt beizutragen
und somit das Licht Gottes in die Welt zu strahlen,
durch jeden einzelnen von uns


Fürchte Dich nicht, denn ich bin bei Dir…

Tara Becker, Autorin aus Oberhausen, im Dezember 2016

Der Tag neigte sich dem Ende zu. Die Sonne senkte sich langsam und tauchte die Welt nun in alle erdenklichen Orange- und Gelbtöne.
Die 15 jährige Maria stand zufrieden in der Dämmerung und beobachtete aufmerksam dieses friedliche Wunder der Natur. Sie zog ihren alten Umhang fester um ihren Körper und schloss die Augen. Tief in ihrem Herzen fühlte sie eine Veränderung auf sich zukommen. Und doch verspürte sie keine Angst.
„Es ist richtig von dir, auf deine innere Stimme zu hören, Maria.“
Die Angesprochene öffnete ihre sanften Augen und drehte sich langsam zu der Stimme um. Vor ihr stand ein riesiger, strahlender Engel, der trotz seiner ungewöhnlichen Größe, Zuversicht und Vertrauen ausstrahlte. Doch irgendetwas war anders an ihm. Der Engel war ganz eindeutig sehr fraulich. Deutlich zeichneten sich wunderschöne Zeichen einzigartiger Weiblichkeit an diesem göttlichen Wesen ab.
„Wer bist du?“ Maria konnte sich an dieser Schönheit nicht sattsehen.
„Ich bin ab jetzt deine Beschützerin. Du wirst die Auserwählte sein. Du, in deiner Reinheit und Güte, wirst bald Gottes Sohn in dir spüren. Du wirst ihm eine Mutter sein, dessen Liebe die Welt verbessern und Großes für die Menschheit bedeuten wird. Doch es wird keine einfache Zeit für dich werden, deshalb bin ich ab jetzt für dich da. Du darfst niemals an deiner Weiblichkeit zweifeln. Durch deine Entscheidung definierst du dich als mutige Frau und wirst ein Beispiel für viele anderer Frauen dieser Welt sein. Jeden Tag. Sei nun tapfer und nehme diese wichtige Aufgabe an. Du wirst einem besonderen Knaben das Leben schenken. Gott will, dass du ihn Jesus nennst. Allein dadurch, dass du diese schicksalshafte Entscheidung einfach annimmst, werden deine Worte und Träume mit Leben und Bedeutung gefüllt. Das ist die Macht der Frau. Die Macht, Mutter zu werden.“
Maria sah diesen weiblichen Engel zunächst noch fragend an. Sie verstand nicht ganz. Sie, die einfache Frau Maria, sollte Gottes Sohn das Leben schenken? Was würde Josef nur dazu sagen? Und doch…
Als sie „ihren“ Engel weiter ansah, fühlte sie sich jedoch mit einem Mal so fraulich und stark, wie noch nie zuvor in ihrem Leben.
Der strahlende Engel lächelte sie nun an und hielt ihr seine Hand hin.
„Was auch immer passieren wird, ich bin bei dir. Gemeinsam werden wir alles schaffen. Noch ist dein Leben ein ungeschriebenes Buch, doch du wirst es ganz bald mit einer außergewöhnlichen Geschichte füllen und ein Beispiel für all die Frauen dieser Welt sein. Gemeinsam mit deinem Sohn Jesus, deinem Mann Josef und Gott. Mach Dir keine Sorgen, ich werde einen Weg finden, dass Josef versteht“.
Maria nickte, sah noch einmal zu der strahlenden Weiblichkeit dieses ungewöhnlichen Engels hinauf und ergiff dessen Hand.
„Ich bin bereit. Ich vertraue dir.“
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