Die dicken Steine (Naturdenkmale) vom Tackenberg Sterkrade Oberhausen.

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Naturdenkmal Nr 14.6 zwei Granite Dorstener Str./Ecke Musfeldstr. am Parkplatz erdgeschichtliche Gründe
    Die dicken Steine (Naturdenkmale) vom Tackenberg

Bitte habt etwas Nachsicht ich versuche immer kurz und bündig zu schreiben aber es gelingt mir einfach nicht. Die Geschichte rund um die Steine ist zu interessant dass man einfach darüber schreiben muss. Sorry.
Diese Steine sind etwas Historisches und gaben und geben im Stadtteil Oberhausen Tackenberg einigen Geschäften, Straßen usw. ihren Namen. Viele werden diesen Hintergrund nicht kennen und die dicken Steine die an der Ecke Dorstener/Musfeldstraße liegen gar nicht als diese erkennen. Der Standort ist gut gewählt (nach dem Artikel wiest ihr es genau) aber ich selber finde dass diese Steine ein wenig mehr Aufmerksamkeit verdient haben. In der Denkmalverwaltung werden diese Naturdenkmale als Nr 14.6 zwei Granite Dorstener Str./Ecke Osterfeld Eigenart;Musfeldstr. am Parkplatz Flur 7, Flurstück 1 erdgeschichtliche Gründe geführt. Diese Findlinge würde ich durch eine kleine Tafel neben den Steinen kennzeichnen mit ein wenig Geschichte denn diese finde ich ist sehr interessant. Ich glaube es gibt bestimmt genug Leute egal ob jung oder alt die sowas gerne wissen möchten, dadurch gestaltet man diesen Ort auch noch etwas interessanter. Mein Tipp weil viele Orte mit solchen Hinweistafeln sehr verschmiert sind. Vielleicht das Infoschild mit Plexiglas oder ähnliches bedecken so kann man den "Schmierer" auch entgegenkommen. Einfach wenn es zugeschmiert ist durch es anderes Glas ersetzen und die Infos bleiben erhalten nicht so wie auf anderen Hinweisschilder z.B. Tetraeder usw. Für immer unbrauchbar.

Etwas über Tackenberg selber oder wie es in den Chroniken genannt wird Sandbergheide.
Tackenberg ist ein Stadtteil von Oberhausen, der sowohl zum Stadtbezirk Sterkrade als auch zum Stadtbezirk Osterfeld gehört. Sterkrade-Tackenberg oder Tackenberg-West zählte Ende 2011 8.236 (mit Sterkrader Heide) und Osterfeld-Tackenberg ca. 6.000 Einwohner. Osterfeld-Tackenberg wird statistisch zum Stadtteil Klosterhardt-Nord gezählt. Der Osterfelder Teil Tackenbergs ist deckungsgleich mit Klosterhardt-Nord.

Namensgebung Tackenberg
Die Gegend um den Tackenberg oder die Sandbergheide, wie sich das Gebiet früher nannte, war eine karge Heidelandschaft, deren Boden nur wenig hergab. Daher stammt wohl auch der Name "Tackenberg" (Tacken = dünner Ast oder Zweig). Es wuchsen hier wohl keine brauchbaren Bäume, sondern nur ästiges Heideholz.
Es könnte auch nach der Familie Tacke benannt worden sein Gestorben 1719.
Heute trägt der Ortsbezirk östlich des Stadtkerns (Stadtmitte) Sterkrade) die Bezeichnung Tackenberg. Sie erinnert an die Familie Tack, Tacken oder Tacke, die dort einst beheimatet war. Das Anwesen der Familie lag auf der Höhe des Tackenberges an der Straße von Sterkrade nach Gladbeck in der Nähe einer Landwehr, nicht weit von der Stelle, an der später die ersten Anlagen der Gute-Hoffnungs-Hütte entstanden. Im Jahre 1629 erscheint der Familienname Tack oder Tacken erstmals in den Sterkrader Kirchenbüchern.

Etwas Geologisches über Tackenberg
Der Tackenberg gehört mit seinen 72 Metern über dem Meeresspiegel zu den Hochkuppen der Rheinischen Hauptterrassen, die Begrenzungshöhen des rheinischen Urstromes. Der etwas nach Sterkrade vorspringende Berg wurde abgeschliffen durch die eiszeitliche Moränenschleifspur im Tal des Reinersbaches und des Elpenbaches. Wild durchgemixt mit gelblichem Kies und Lehm sind große Steine aus Granit und Gneis mit den Gletschermoränen der Eiszeit aus Skandinavien bis in die nördliche Ruhrgebietsregion vorgeschoben worden. Bei Erdschürfungen oder Ausschachtungsarbeiten in Kies- und Lehmkuhlen findet man häufig solche dicken Steine und nennt sie "Findlinge".

Die Naturdenkmale „Dicke Steine“ und die Bedeutung dieser.

Eben solche Findlinge aus rotem Granit wurden bei den Ausschachtungsarbeiten des Gasthofes Timmerhaus gefunden diese kennzeichneten lange Zeit die Kuppe des Tackenberges und die alte
noch bis heute bestehende Grenze des kurkölnischen Vestischen Raumes gegenüber den clevischen Besitzungen. Später wurde diese Grenze die Abtrennung zwischen Westfalen und Rheinland und somit grenzt sie noch heute das westfälische Osterfeld vom rheinländischen Sterkrade ab.
Eine gedachte Grenzlinie durchzog einst das karge, nutzlose Heidegebiet von der Königshardt zum "Dicken Stein“. Mit der Besiedlung der Pfälzerkolonie auf der Königshardt ab 1771 wurden 1795 feste Grenzen gezogen. Die Herzogstraße wurde Grenzstraße bis zum "Dicken Stein“. Von hier verlief die Grenze entlang der damaligen Osterfelder Herzogstraße (heute Heroldstraße) über den Musfeldhof zum Stemmers Berg. Auf dem Musfeldhof ging der Grenzverlauf durch den Schornstein, d.h., er gehörte halb zum Königreich Preußen und halb Kurfürstentum Köln, dem Vest Recklinghausen. Später ist dieser Missstand berichtigt worden und der Hof wurde dem Osterfelder Gebiet zugeschlagen, wobei aber die Hörigkeit zum Kloster Sterkrade nicht aufgehoben wurde. Der "Dicke Stein", es sind zwei dicke Findlingssteine, sie lagen lange Zeit beiderseits der Provinzial-Chaussee nach Dorsten (auf Osterfelder Gebiet hieß sie Dorstener Straße, auf Sterkrader bis 1929, Münster Straße).

Die dicken Steine haben schon einige Standorte hinter sich, man könnte sie auch „Flüchtlinge“ nennen.

Einst lagen sie an der Gaststätte Timmerhaus
dann an Provinzial-Chaussee nach Dorsten
dann lagen sie auf einer Verkehrsinsel auf der Musfeldstraße bis in die 70iger Jahre
dann beim ehemaligen Taxiunternehmen Pröse.20 Jahre (durch Verkehrsbaumaßnahmen hingelegt und liegen gelassen)
Nun sind sie wieder in der Nähe ihres Fundortes Dorstener/Musfeldstraße. In der Nähe von der dicken Stein Straße.

Die "Dicken Steine" oder der "Dicke Stein" vom Tackenberg hatte für Sterkrade immer eine besondere Bedeutung und war allen Bewohnern sehr geläufig. In früheren Jahren trafen sich hier die Sterkrader Wallfahrer oder Pilger zur Wallfahrt oder zum Pilgermarsch nach Annaberg bei Haltern. Wanderer verabredeten sich: "Wir treffen uns am "Dicken Stein"!. Für Fußballsportler und Zuschauer galt: "Das Spiel findet am "Dicken Stein statt"!

Quellen. Wikipedia
Alfred Ulrich Lindemann
WAZ
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