Die Geschichte und Wiederentdeckung unserer Sterkrader Steine auf den Schutzwall Mehrgenerationenprojekt „Gute Hoffnung“ Eugen-zur-Nieden-Ring

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Sterkrader Steine nach der Enthüllung.Herr Lindemann hat seine Sterkrader Fahne in Position gebracht.
 
Alfred Lindemann am Sterkrader Frakturschriftzug
   
Kurz nach der Enthüllung.
 
Sterkrader Buchstaben am Bahndamm nach Freischnit durch Herrn Lindemann.
 
Blick von der Brücke zwischen Ost und Westrampe Blickrichtung Volkspark.Damaliger Schriftzug.
 
Blickrichtung von der BrandenburgerStraße zum damaligen Schriftzug.
 
Blickrichtung Volkspark von der Weierstraße.
Heute berichte ich über den Sterkrader Schriftzug oder Sterkrader Steine. Wir ihr es von mir kennt wird es leider keine kurze Geschichte. Ich fange mal wie im Märchen an, nur das dies die Wahrheit ist und es endet und wenn sie nicht versetzt werden, liegen sie dort bestimmt noch weitere 80 Jahre. Es war einmal in Sterkrade wir schreiben das Jahr 2005 das ist das Jahr wo Herr Lindemann den Schriftzug wiederentdeckt hatte. Herr Lindemann ging im bewussten Jahr auf Brombeerensuche gegenüber den Bahndamm am Volkspark Sterkrade. (Strecke Sterkrade BHF-Emmerich-Arnheim).
Hier kam ihn etwas in Erinnerung das heute auf der Eugen-zur-Nieden-Ring steht nämlich unsere bekannten Sterkrader Buchstaben. Stand dort drüben nicht etwas dachte er? In den nächsten Tagen bewaffnete sich Herr Lindemann mit Heckenschere und Gartenschere und er fand sie wirklich.
Es war natürlich viel zu tun denn sie sind ja etliche Jahre zugewachsen. Keiner weiß genau wann sie das letzte Mal sichtbar waren. Der Fundort liegt ca. 200 m von der Brandenburger Straße entfernt in Richtung Volkspark.(Siehe Fotos) Ich kann mir vorstellen dass das Herz von Herrn Lindemann vor Freude pochte. Ein Stück Sterkrader Geschichte wurde wiederentdeckt. Herr Lindemann wollte eigentlich gar nicht dass man ihn so erwähnt aber ich möchte es, das bin ich ihn schuldig. Ich bin ein großer Fan seiner Bücher und seines Wissens. Er hatte so vieles über Sterkrade geschrieben und ich finde er wird sehr wenig erwähnt wenn es um die Sterkrader Betonbuchstaben geht.
Es wurde von Alfred Lindemann natürlich alles dokumentiert und später in einigen Dia-Vorträgen über Sterkrade mit Frau Monika Helm der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Unser Sterkrader Stadtverordneter Hubert Cordes,Konditormeister (Konditorei Cordes)und Sterkrader mit Liebe zur Geschichte. (Herr Cordes sorgte auch dafür dass unser Sterkrader Hirsch nicht vergammelte im Kaisergarten sondern einen geschützten Platz bekam in Volkspark darüber ein anderes Mal.) Leider weiß ich nicht das genaue Datum wann Herr Cordes drauf aufmerksam wurde, auf die Sterkrader Steine, er setzte sich mit Herrn Lindemann in Verbindung. Die beiden plauderten über wo sie lagen und was aus ihnen wird.
Es kamen natürlich sofort Fragen auf wer hat sie aufgestellt und warum. Zum Glück hatte der Sterkrader Schriftzug eine Jahreszahl dabei so wusste man wenigstens ab wann man suchen musste. Das wissen die wenigsten am Schriftzug waren die Zahlen 19 STERKRADE 35. Die Gedanken waren etwas betrübt kann es sein das es etwas mit dem Nazi-Regime zu tun hat? Wenn gehörte dieser Schriftzug?
Der Weg führte zum Stadtarchiv und man befragte eine Kapazität seines Faches Herr Doktor Otto Dickau Leiter des Stadtarchivs. 1935 war in Sterkrade vor allem ein Jubiläumsjahr. Die GHH feierte ihr 125-jähriges Bestehen. Das Unternehmen war entscheidend für Entwicklung beteiligt und zur Stadtwerdung von Sterkrade. Zwar hatte die GHH ab 1873 zwar nach und nach ihre Konzernzentrale nach Oberhausen verlegt, doch offensichtlich wollte der damalige GHH-Chef Paul Reusch zum Jubiläum an die Sterkrader Wurzeln des Montanunternehmens erinnern. Davon zumindest könne man ausgehen, sagt der Historiker Otto Dickau, Leiter des Stadtarchivs. „Das Jubiläum wurde 1935 groß gefeiert, zu diesem Anlass wurden die Steine wohl aufgestellt.“ Allerdings: Schriftliche Aufzeichnungen gibt es darüber nicht.
Das war eine befriedigende Antwort. Herr Cordes wollte den Bürger den Fraktur-Schriftzug zur 100 Jahre Sterkrader Stadtrechte zukommen lassen. Nachdem das geklärt war nahm sich Herr Cordes den Sterkrader Frakturschrift Buchstaben an und kümmerte sich darum das die Betonbuchstaben geborgen (die Buchstaben waren an der Bahndammmauer befestigend. Siehe Fotos), geschützt aufbewahrt und restauriert werden. Zu diesem Zweck aktivierte Herr Cordes die Stadttöchter Oberhausener Gebäudemanagement (OGM) und Wirtschaftsbetriebe (WBO) und die Stauch Bau GmbH. Es wurden dann die Buchstaben zur Laubstraße in Alsfeld gefahren, hier wurden sie aufbewahrt und wiederhergestellt. (Siehe Fotos) Die Buchstaben wurden nach und nach gesäubert und restauriert.
In der Zwischenzeit suchten die Verantwortlichen nach einen geeigneten Standort für die geschichtlichen Buchstaben sein, es sollte auf städtischen Grund und Boden sein aus versicherungstechnischen Gründen. Der Bahnhofsvorplatz war auch mal im Gespräch wurde aber fallengelassen. Wie wir heute wissen wurde ein präsenter Platz gefunden. Sie entzücken unser Auge auf dem Schutzwall vor dem Mehrgenerationenprojekt „Gute Hoffnung“ der Neuapostolischen Kirche. Das Team des Unternehmers Marc Schmitz der Stauch Bau GmbH hatte die Sterkrader Steine unentgeltlich aufgestellt hatte. (Siehe Fotos)
Die Enthüllung des alten Stein-Schriftzuges „Sterkrade“ erfolgte am Donnerstag, 18. Juli 2013 um 11.00 Uhr durch Bürgermeisterin Elia Albrecht-Mainz (SPD) und Hubert Cordes Stadtverordneter für Sterkrade-Mitte-Nord(SPD).
Es war eine von vielen Veranstaltungen zur Feier von 100 Jahre Sterkrader Stadtrechte in Jahre 2013.

Die Fotoserie zeigt das Zeitfenster von 2005 Wiederentdeckung bis 2013 Aufstellung genau wie der Artikel selber.


Kurze Geschichte zur Bürgermeisterei und Stadtwerdung von Sterkrade:

Gründung der Bürgermeisterei:



Sterkrade gehörte verwaltungstechnisch im Mittelalter zu dem klevischen Richteramt Beeck obwohl es durch das Kirchspiel Hamborn von ihm getrennt war.
In der napoleonischen Zeit wurden neue Verwaltungsbezirke geschaffen hier die Mairie (Bürgermeisterei) Holten. Sie reichte vom Rhein im Westen bis zur westfälischen Grenze bei Kirchhellen im Osten und umfasste neben Alsum, Beeck, Hamborn, Holten auch Sterkrade. Nach dem Sturz der Fremdherrschaft blieb der Bezirk auch in der preußischen Zeit bestehen. Der 1 April 1886 war für Sterkrade ein bedeutungsvoller Tag verschaffte er doch den Ort eine eigene Verwaltung. Die alte Bürgermeisterei Holten wurden in die Bürgermeistereien Beeck und Sterkrade aufgeteilt. Endlich konnte Sterkrade sein Schicksal selbst in die Hand nehmen. Die Bürgermeisterei bestand aus den Gemeinden Sterkrade, Holten, Amt Holten und Buschhausener. Die Bürgermeisterei war 362 ha groß und hatte 10980 Einwohner. Das selbstständige Verwaltungs- und Wirtschaftsgebiet war geschaffen.
Als der Bergbau in Sterkrade festen Fuß gefasst hatte, wirkte sich das wirtschaftlich auf die drei Nebengemeinden fördernd aus. Deshalb beabsichtigte Sterkrade 1905 die Eingemeindung um Stadtrechte zu erhalten. Holten verhielt sich ablehnend.
Buschhausen zeigte sich erst 1909 zur einer Vereinigung mit Sterkrade bereit. Oberhausen das auch Anspruch auf Buschhausen erhob, wurde mit einem kleinen Teil (148 ha) dem Grafenbusch abgefunden, der Hauptteil (595 ha) fiel an Sterkrade, das dadurch Zugang zum Kanal und wichtigen Bau und Industriegelände erhielt. Holten das sich 1908 durch Vereinigung mit der Gemeinde vergrößert hatte verhielt sich weiterhin ablehnend, beantragte vielmehr bei der Regierung die Loslösung aus der Bürgermeisterei Sterkrade und die Bildung einer eignen Bürgermeisterei ´.Den Beweis einer finanziellen Leistungsfähigkeit dazu hielt die Regierung für nicht erbracht und lehnte ab.

Stadtwerdung



Da die Eingemeindung Holtens aussichtslos erschien versuchte das durch Buschhausen vergrößerte Sterkrade 1909 erneut trotzdem die Stadtrechte zu erhalten und beantragte sie beim Minister des Innern. Der Antrag verfiel wie bei Holten der Ablehnung. Sterkrade gab trotz des anfänglichen Misserfolges seine Bemühungen, Stadt zu werden nicht auf und wiederholte 1912 seinen Antrag. Dem persönlichen Einsatz des damaligen Bürgermeisters Dr. zur Nieden wie der wachsenden Bedeutung, die Sterkrade erlangt hatte, sowie der Fürsprache der GHH durch Paul Reusch war es zuzuschreiben, dass diesem Wunsche entsprochen wurde.Über unsere Stadt Sterkrade wurde nur gutes berichtet.
Wer unseren Ort durchwandert und ein offenes Auge hat, ist erstaunt über all das Gute und Neue, was in den letzten Jahren unter der Leitung unseres unermüdlichen Bürgermeisters Dr. zur Nieden geschaffen worden ist. Die meisten Straßen sind in einem tadellosen Zustand, im Inneren des Ortes sind dieselben sämtlich mit Basalt gepflastert. An Schulen besitzt Sterkrade18 mit 135 Lehrkräften und 7303 Schülerinnen und Schülern, eine fünfklassige Hilfsschule, drei Haushaltungsschulen, drei Schulbäder, ein anerkanntes
Vollrealgymnasium, ein katholisches und paritätisches Privatlyzeum, eine kaufmännische und eine gewerbliche Fortbildungsanstalt. Sterkrade hat eine katholisches und ein evangelisches Krankenhaus. An Wohlfahrtseinrichtungen gibt es ein kath. und ein evgl.
Alters– und Waisenhaus. Am 17 März 1913 erhielt Sterkrade die Stadtrechte. Eigentliche Festtage der Sterkrader Stadtwerdung waren der 28. und 29. Juni 1913 in Verbindung mit der Feier des silbernen Regierungsjubiläums von Kaiser Wilhelm II. In der Festsitzung der Stadtverodnetenversammlung am 28. Juni wurde Dr. zur Nieden in Anwesenheit
von Landrat von Wülfing (Dinslaken) und des Generaldirektors der Gutehoffnungshütte und Ehrenbürger Kommerzienrat Dr. Paul Reusch durch den Vertreter der Regierung, den Wirklichen Geheimen Regierungsrat Dr. Kruse (Düsseldorf), feierlich in sein Amt
des Stadtoberhauptes eingeführt. Mittags gab es ein großes Festmahl im Kaiserhof. Festwirt und “Rabenvater“ C. O. Moschheuser hatte es sich angelegen sein lassen, ein wirklich opulentes Mahl aufzulegen. Die Kapelle des Feuerwehrverbandes der GHH konzertierte.

Chronologische Infos über Sterkrade von 1803 bis Stadtwerdung 1913


1803 Postlinie Essen - Oberhausen (Emscherbrücke) - Wesel.
1803 Aufhebung der Klöster und Stifte durch den Reichsdeputationsbeschlußes. 1801 musste Preußen seine Besitzungen auf dem linken Rheinufer an Frankreich abtreten. Dafür wurde Preußen 1803 durch Kirchen- und Klostergut entschädigt.
1805 24. Mai Die St. Antony-Hütte geht in den Besitz der Brüder Gerhard und Franz Haniel sowie ihres Schwagers Gottlieb Jacobi über.
1805 79 Familien wohnen in Sterkrade, alle katholisch.
1805 Der Name Königshardt erscheint zum ersten Male. Er ist wohl von den Kolonisten selbst geprägt worden. Frühere Bezeichnung war Issel- oder Hütterhardt.
1806 15. Febr. Errichtung des Großherzogtums Berg unter Herzog Murrat. Sterkrade wird Französisch.
1807 Zuzug der ersten evangelischen Familien nach Sterkrade (Jacobi).
1807 Frau Krupp übereignet ihrem Enkel Friedrich Krupp die Eisenhütte "Gute Hoffnung".
1808 7. Aug. Großherzogtum Berg unter Louis Napoleon, dem Neffen des französischen Kaisers.
1809 15. Juli Aufhebung des Klosters Sterkrade. Der Klosterbesitz und das Patronatsrecht der Sterkrader Kirche fiel auf Grund des Reichsdeputationsbeschlußes an den preußischen Staat und liegt heute beim Land NRW. Die Urkunde wurde in französischer Sprache erstellt. - Der Patronatsherr muss einen Teil der Bau- sowie Unterhaltskosten der kirchlichen Gebäude mittragen-.
1810 Kaiser Napoleon ließ in einer Verfügung die Chaussee von Mülheim nach Wesel bauen, dadurch großzügiger Ausbau der Sterkrader Straße.
1810 5. April Gründung der Offenen Handelsgesellschaft "Gutehoffnungshütte".
1813 Nach der Niederlage Napoleons lagen im sogenannten Kosakenwinter Kosakenhorden in hiesiger Gegend im Quartier. Die Kosaken galten als Vorhut der nachfolgenden Alliiertenarmee gegen Napoleon.
1814 Die Gutehoffnungshütte beginnt den Bau von Dampfmaschinen.
1814 5. April Durch den Wiener Kongress fiel das Großherzogtum Berg an Preußen und wurde in die Rheinprovinz eingegliedert. Sterkrade wurde somit wieder preußisch.
1817 Wilhelm Lueg gibt seine Hauslehrerstellung bei Gottlieb Jacobi auf und wird erster Hütteninspektor bei der Gutenhoffnungshütte.
1818 Erste Gaststätte in Sterkrade durch Theodor Bross am Hagelkreuz.
1819 Verkauf der Klostergebäude durch den preußischen Staat; 2/3 der Grundstücke sowie Hab und Gut gelangen in den Besitz der Familie Lueg, 1/3 an die katholische Pfarrgemeinde St. Clemens.
1823 Bildung des Kreises Duisburg mit Sterkrade.
1823 Gründung des Geschäfts Ortmann am Kleinen Markt.
1823 2. Febr. Abtretung der Pfarrkirche St. Clemens vom Erzbistum Köln an das Bistum Münster.
1823 Wilhelm Lueg übernimmt nach dem Tod von Gottlob Jacobi die Leitung der drei Hütten.
1824 Sterkrader Fronleichnamskirmes wird erstmals urkundlich erwähnt.
1827 Niederlassung des ersten Arztes in Holten, Carl von der Heyden.
1828 13. Sept. Generalaufteilung der bergischen Hufe (Schmachtendorf) zwischen Fiskus und Beerbten.
1828 beschäftigte die GHH 200 Arbeiter,
1830 wurde der erste deutsche Rheindampfer gebaut GHH.
1831 Erste Grabniederlegung auf dem Friedhof an der Bahnhofstraße (heute steht hier das Hochhaus).
1832 Errichtung der Unterstützungskasse für die Sterkrader Hüttenarbeiter.
1837 17. April Erste Apotheke in Sterkrade (Löwenapotheke),
1839 Die Gutehoffnungshütte nimmt den Bau von Lokomotiven auf.
1840 hatte die GHH schon 610 Arbeiter.
1841 Erster Arzt in Sterkrade; Dr. Naegele.
1843 Stilllegung des Holzkohlehochofens auf der St. Antony-Hütte.
1844 Beginn der ersten werkseigenen Siedlung im Ruhrgebiet und ältesten deutschen Arbeiterkolonie durch die Gutehoffnungshütte mit dem Namen "Eisenheim".
1851 Bau eines evangelischen Gemeinde- und Pfarrhauses an der Steinbrinkstraße.
1851 Antrag der Sterkrader Bürger, für den 7. November eines jeden Jahres einen zweiten Schweinemarkt neben Fronleichnam zu genehmigen.
1851 Beginn der Arbeiten zur Erstellung der Eisenbahnlinie Oberhausen - Arnheim.
1852 Die Gutehoffnungshütte nimmt eine Hammerschmiede in Betrieb.
1855 Erster Hochofen mit Steinkohle auf der Gutehoffnungshütte.
1856 1. Juli Eröffnung des Sterkrader Bahnhofs an der Oberhausener - Arnheimer Eisenbahnstrecke. Der erste Zug, durchgehend bis Arnheim, fuhr am 18. Oktober.
1862 Die Gutehoffnungshütte führt zur Krankenbehandlung durch den Unterstützungsverein den Krankenschein ein.
1866 Choleraepidemie in Sterkrade: 11 Tote.
1866 Sterkrade: 650 Gebäude und 4500 Einwohner.
1866 12. Sept. Errichtung eines katholischen Krankenhauses: St. Josefs-Hospital, mit 4 Clemensschwestern von der Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern in Münster, durch Dechant Witte.
1870 Pockenepidemie in Sterkrade: 358 Erkrankte und 58 Tote.
1870 Gründung der Ludwigshütte auf dem Feldhof durch die Bauernsöhne Flesch, sie gingen 1890 als Mönche nach Bosnien.
1871 Gründung der Werksfeuerwehr der Gutenhoffnungshütte.
1873 1. Jan. Umwandlung der "Hüttengewerkschaft und Handlung Jacobi, Haniel und Huyssen" in die "Gutehoffnungshütte, Aktienverein für Bergbau und Hüttenbetrieb"
1873 15. Aug. Inbetriebnahme einer Eisenbahnstrecke Sterkrade - Wanne über Osterfeld.
1874 Die Gutehoffnungshütte erhält ein Anschlussgleis zur Eisenbahnstrecke Oberhausen - Arnheim.
1875 Stilllegung des letzten Holzkohlehochofens bei der Gutenhoffnungshütte.
1875 Betriebnahme einer Eisenbahnstrecke Sterkrade - Meiderich von der Köln-Mindener Gesellschaft.
1875 Die Gutehoffnungshütte verlegt ihren Sitz der Verwaltung von Sterkrade nach Oberhausen.
1877 30. April Stilllegung der St. Antony-Hütte.
1877 Bau einer Eisenbahnstrecke der Westfälischen Staatsbahn Sterkrade - Dortmund. Die Streckenführung in Sterkrade verlief vom heutigen Zilianplatz quer über die Bahnhofstraße in Richtung Forster Bruch nach Osterfeld. Die Eisenbahnstrecke ist nie benutzt worden. Später wurde sie geschliffen und ein Teilstück ist heute die Richard-Wagner-Allee.
1882 10 Petroleumlampen und 26 Gaslaternen in der „Innenstadt“ GHH lieferte dafür das Gas.
1897 1. Okt. Einführung der neuen Justizordnung für Oberhausen und Sterkrade und Errichtung eines Amtsgerichtes.
1886 20. Jan. Bildung der Gemeinde Buschhausen aus Teilen der Kirchspiele Beeck uns Hamborn.
1886 1. April Auf königlich preußischem Erlass wird die Bürgermeisterei Holten in die Bürgermeistereien Beeck und Sterkrade aufgeteilt. Die Bürgermeisterei Sterkrade besteht aus den Gemeinden: Sterkrade - Holten - Amt Holten und Buschhausen mit insgesamt 3.262 ha und 10.980 Einwohnern. Erster Bürgermeister von Sterkrade wird Botho von Trotha.
1886 Erstes amtliches Telefon in Sterkrade.
1886 Gründung der freiwilligen Feuerwehr.
1888 13. Okt. Bezug des neuen Rathauses in Sterkrade. Vorher waren die Sterkrader Amtsräume im Hotel Sprüth an der Brandenburger Straße untergebracht. Sterkrade zählt 7476 Einwohner, 5443 katholische, 2007 evangelische und 26 jüdische.
1888 Bahnhofsstationsgebäude von Köln-Kalk als Bahnhofsgebäude nach Sterkrade versetzt.
1889 Beginn einer Trinkwasserversorgung durch Rohrleitung.
1891 hatten wir 56 km Straßen davon waren 5,5 km mit Kleinschlag ausgebaut
50 km waren mit Asche bedeckt.
1891 die ersten Rinnsteine. Die erste Pflasterung 1907 Marktplatz.
1892 Die Gemeinde "Amt Holten" gibt sich den Namen Biefang.
1892 wurde erste Mal die Hausnummerierung eingeführt
1893 1. April Einführung der mitteleuropäischen Zeit.
1893 Abtrennung der evangelischen Kirchengemeinde Oberhausen von Sterkrade.
1895 Beginn der Teufarbeiten auf der Zeche "Hugo Haniel".
1896 Abzweigung der evangelischen Kirchengemeinde Osterfeld von Sterkrade.
1897 25. Sept. Erstmalige Straßenbahnfahrt in Sterkrade durch die Weiterführung der 3,7 km langen Straßenbahnstrecke vom Werksgasthaus (Essener Straße) nach Sterkrade mit der Endstelle Hagelkreuz. Der am 4. April in Sterkrade eröffnete Straßenbahnbetrieb war der erste kommunale Straßenbahnbetrieb in Deutschland. Die erste Streckenführung wurde deshalb auch historisch mit Recht "Linie 1” bezeichnet.
1897 Erster Bebauungsplan für Sterkrade.
1897 Gründung der "Bürger-Schützen-Gilde Sterkrade".
1897 Fertigstellung der Wegunterführung unter den Gleisen des Sterkrader Bahnhofes für den Fußgängerverkehr zwischen der Stadt und der Neumühler Straße (Schwarze Heide).
1897 Beginn der Teufarbeiten auf der Zeche Sterkrade.
1898 Erstes Fotoatelier in Sterkrade (Teriet).
1898 Betriebseigene Bahnverbindung zwischen der GHH - Zeche Sterkrade - Zeche Hugo Haniel.
1898 Zusammenbruch des Schachtes Hugo Haniel bei der Teufarbeit in 175 Meter Tiefe
1898 Die Ludwigshütte geht in den Besitz von Louis Duisberg über.
1898 3. Sep.t Inbetriebnahme des Sterkrader Gaswerkes an der Friedrichstraße.
1889 10. Nov. Errichtung der ersten kath. Kleinkinderschule durch die Schwestern der "Göttlichen Vorsehung".
1898 nur noch Gaslaternen 26 Gaslaternen Innenstadt.
1899 Kanalisierung der Emscher.
1899 Der Kaiserhofsaal wird erbaut.
1900 Bezug des Trinkwassers aus Rohrbrunnen an der Aakerfähre in Duisburg.
1901 15. Mai Erstbefahrung der 4,5 Km langen Straßenbahnweiterführung von Osterfeld nach Sterkrade über Stadtmitte Sterkrade zum Bahnhof Sterkrade (Linie 2).
1901 Erster Kohlefund auf der Zeche Sterkrade bei einer Teufe von 276 Meter. Zur gleichen Zeit Abteufung von Schacht 2. in 84 Metern Entfernung von Schacht 1.
1902 15. Mai Rathauserweiterung wird der Benutzung übergeben.
Erstes Sterkrader Adressbuch nach Sektionen geordnet.
1902 Abteufen eines neuen Schachtes neben dem zusammengebrochen Schacht auf der Zeche Hugo Haniel.
1903 Trinkwasserversorgung in der Gemeinde Biefang.
1903 26. Aug. Eröffnung der Adler-Apotheke an der Bahnhofstraße.
1903 Aufnahme der Kohleförderung auf der Zeche Sterkrade aus 523 Meter Teufe.
1904 Baubeginn der Dunkelschlag-Arbeitersiedlung.
1904 Inbetriebnahme eines Kraftwerks auf der Zeche Sterkrade nach Straßen geordnet.
1904 Erste Kohleförderung auf der Zeche Hugo Haniel.
1904 Bau der Villa Waidmannsruh (Duisberg), Standort: Wilhelm-, Finanz- und Ramgestraße (Grünstraße).
1905 Bildung einer selbständigen evangelischen Pfarrgemeinde Buschhausen (vor dem zu Holten gehörig).
1905 1. Okt. Bürgermeister Botho von Trotha geht in den Ruhestand.
1906 15. Jan. Einführung des Bürgermeisters Dr. zur Nieden, geb. in Hagen.
1906 Bau eines Wasserturms auf dem Tackenberg: 25 Meter hoch, 74 Meter über dem Wasserspiegel.
1907 Beginn der Kanalisierung und Pflasterung der innerstädtischen Straßen und des Marktes.
1909 20. Jan. Auflösung des Kreises Ruhrort und Bildung des Kreises Dinslaken mit Sterkrade.
1909 Abbruch der Sterkrader Gesellschaftsstätte "Brandenburger Hof" und Errichtung einer neuen Gaststätte "Brandenburger Hof" an gleicher Stelle, an der Brandenburger Straße.
1909 Wasserlieferungsvertrag mit dem Wasserwerk Thyssen in Mülheim/Ruhr.
1909 2. Juni Antrag auf Verleihung der Stadtrechte für Sterkrade (abgelehnt).
1909 4. Nov. Antrag auf Erhebung Holtens zu einer selbständigen Bürgermeisterei (abgelehnt).
1909 Sterkrade wird dem Dekanat Hamborn zugeteilt.
1910 Bau der Siedlungshäuser an der Mathildenstraße.
1911 Mai Erster Flugtag auf dem Flugplatz im Holtener Bruch, heute Ruhrchemiegelände.
1911 Verwaltungshochhaus der Gutehoffnungshütte an der Bahnhofstraße in Betrieb genommen.
1912 14. Mai Weiterführung der Straßenbahnstrecke der Linie 1 vom Hagelkreuz nach Zeche Hugo Haniel.
1912 Verkauf der Sterkrader Mühlenteiche an die Gutehoffnungshütte und anschließende Zuschüttung.
1912 Teufbeginn auf der Zeche Jacobi; 1913 abgeschlossen
1912 18. Aug. Zusammenschluß der Bergarbeiter zu einer Bergarbeitergewerkschaft.
1912 2. Sept. Erneuter Antrag auf Verleihung der Stadtrechte für Sterkrade.
1912 1. Okt. Bahnhof Buschhausen an der Eisenbahnstrecke Oberhausen - Walsum - Wesel eröffnet.
1913 17. März Sterkrade erhält die Stadtrechte.
1913 23. März Weiterführung der Straßenbahnstrecke der Linie 2; Bahnhof Sterkrade - Bahnhof Buschhausen.
1913 Beginn der Teufarbeiten des Schachtes 4 am Elpenbach, zur untertägigen Infrastrukturverbesserung der Schachtanlage Osterfeld.
1913 1. April Sterkrade wird zur Stadt erhoben; Erhebungfeier am 29. Juni; Sterkrade hat 37.000 Einwohner.
1913 7. April Kommerzienrat Dr. Paul Reusch wird Ehrenbürger der Stadt Sterkrade.
1913 4. Juni Annahme eines Stadtwappens der Stadt Sterkrade: Das Sterkrader Wappenschild zeigt eine Vereinigung der Wappen von der 20. Äbtissin der Abtei Sterkrade. Anna Catherina von Nunnum, genannt Düker, 1674 - 1715, und das Wappen des Geschlechts von Hounpel, vom Niederrhein, aus dem die Mutter der Äbtissin stammt.
Wappendarstellung:
Geteiltes Schild,
links drei blaue waagerechte Balken in silbernem Feld;
rechts ein blauer Balken, auf dem ein Rabe sitzt;
über dem Schild eine Mauerkrone.



Quellen:Wikipedia:Alfred Lindemann:Waz:Heimatbuch:
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12 Kommentare
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Herbert Lödorf aus Gelsenkirchen | 18.06.2015 | 07:25  
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Walburga Wölk-Haddan aus Oberhausen | 18.06.2015 | 08:17  
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Martin Grundmann aus Oberhausen | 18.06.2015 | 13:44  
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Martin Grundmann aus Oberhausen | 18.06.2015 | 13:46  
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Walburga Wölk-Haddan aus Oberhausen | 18.06.2015 | 13:47  
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Walburga Wölk-Haddan aus Oberhausen | 18.06.2015 | 13:47  
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Martin Grundmann aus Oberhausen | 18.06.2015 | 14:05  
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Walburga Wölk-Haddan aus Oberhausen | 18.06.2015 | 14:14  
10.146
Elisabeth Jagusch aus Schermbeck | 18.06.2015 | 20:44  
8.715
Eckhard Schlaup aus Gladbeck | 21.06.2015 | 23:04  
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Martin Grundmann aus Oberhausen | 23.06.2015 | 05:47  
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Martin Grundmann aus Oberhausen | 23.06.2015 | 05:48  
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