Einmannbunker,Splitterschutzzelle (SSZ) in Oberhausen. Relikt aus dem zweiten Weltkrieg

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Einmannbunker,Splitterschutzzelle (SSZ)
Splitterschutzzelle

Schon beim Anblick dieses so genannten Einmannbunker bekommt man ein seltsames Gefühl.Man kann nur erahnen was sich alles um ihn herum abgespielt hat.Wenn man ihn näher betrachtet fallen ein Löcher,Risse usw die wahrscheinlich von Schüssen, Splittern herrühren aus dieser Zeit.. Begibt man sich hinein in das Relikt stellt man fest das es dort sehr eng ist .Es ist kaum vorzustellen wie es im Ernstfall war.Hoffentlich muss keiner solche Erfahrungen und Eindrücke mehr sammeln.


Splitterschutzzellen (SSZ) sind kleine "Einmannbunker", die allerdings nicht bombersicher gebaut waren obwohl sie ja den Bunker im Namen enthielten.. Sie waren nur Splitter herrührend von Explosionen (z. B. von Bomben)- und schusssicher Beschuss mit leichten Feuerwaffen.Sie wurden als geschützte Beobachtungsstände und als Feuerstellung (z. B. für Maschinengewehre) genutzt und waren mit ein bis zwei kleinen, verriegelbaren Einstiegsluken und Sehschlitzen im oberen Teil ausgestattet.

Ein Gasschutz war nicht vorgesehen, ebenso fehlte jegliche Art von Einrichtung. Bunkerkörper, Luken und Deckel (Dach) waren in der Regel Einzelteile, die vor Ort miteinander verschraubt wurden. Um zu
verhindern, dass die Zelle durch Explosionsdruckwellen umgeworfen wurde, wurde sie auf einem Fundament errichtet.Wo es möglich war, wurde sie zusätzlich durch Erdaufschüttungen, teilweises Eingraben oder zusätzliche Wände und Mauern abgesichert.

Diese Schutzzellen wurden überall dort aufgestellt, wo einzelne oder verlassene Arbeitsplätze wie zum Beispiel Luftschutzwarner, an Bahnanlagen, landwirtschaftlichen Einrichtungen und Flächen. Außerdem waren die Splitterschutzzellen auch in Industriegebieten und Gegenden ohne öffentlichen Schutzraum zu finden. Im zivilen Bereich wurden SSZ in Steinbrüchen mit Sprengbetrieb aufgebaut.

Die Einmann-Bunker waren auch nicht gassicher. Der Insasse musste sich mit einer Gasmaske behelfen. Die ersten Splitterschutzzellen bestanden aus zusammengeschweißten Stahlplatten mit einer Stärke von 2-3 Zentimetern. Aus Kosten- und Transportgründen setzten sich aber ab 1941 die Splitterschutzzellen aus Beton durch. Diese Kleinbunker gab es in den verschiedensten Ausführungen:
- Eizellen (eiförmige Bauweise) in einem Stück gegossen oder aus mehreren Fertigteilen zum Zusammenschrauben.
- Zylindrische Formen mit und ohne auswechselbarer Deckelplatte.
- Die projektilfömige große Schutzzelle
- Gemauerte Schutzzellen mit betonierter Deckenplatte.
Desweiteren wurden auch größere Splitterschutzzellen mit 20-80 Zentimeter Wandstärke für fünf Personen gebaut. Ab und zu wurden die Zellen auch in Brückenpfeilern oder Industriebauten integriert.
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